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Gruppenfoto
© Stadt Offenbach
Die Yezidische Gemeinde Offenbach überreichte 460 selbstgenähte Mund-Nasen-Masken in verschiedenen Größen und Farben an die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Offenbacher Hafenschule. Zwar wurde die Maskenpflicht im Unterricht mittlerweile wieder aufgehoben, dennoch besteht noch großer Bedarf für den Alltag. Beispielsweise müssen die Masken weiterhin in den Pausen, auf den Schulgängen, auf dem Schulweg in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in den Geschäften getragen werden.

„Wir wollen mit der Spende die Schule, Kinder, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen unterstützen und einen Beitrag dazu leisten, das Virus unter Kontrolle zu halten. Da niemand vorhersehen kann, wie lange die unterschiedlichen Maßnahmen noch gelten, möchten wir in dieser Phase insbesondere den Kindern helfen, die jetzt das Tragen solch eines Schutzes und viele weitere Hygienemaßnahmen erlernen. Als Mitglied in unserer Gemeinde hat sich Frau Sufian kurzerhand entschlossen, mit ihrer Angestellten die Masken anzufertigen. Diese dienen außerdem als Ersatz, falls jemand einmal seine Maske vergessen hat, oder diese kaputtgehen sollte. Gerne sind wir auch für weitere Spenden bereit, falls diese in Offenbach benötigt werden“, erklärte der Vorsitzende der Yezidischen Gemeinde, Serwan Badal Khalil.      

Die stellvertretende Schulleiterin der Grundschule, Maria Frost, nahm gemeinsam mit Klassenlehrerin Elisabeth Luja und 3 Schulkindern die Spende entgegen und freute sich über die Unterstützung des Vereins. Sie bedankte sich im Namen aller Schüler, Lehrkräfte und Eltern. „Über 330 Schüler sind täglich in unserer Einrichtung unterwegs und die Hygienevorschriften zum Schutz der Gesundheit sind uns äußerst wichtig. Wir sind sehr dankbar darüber, die Masken von der Yezidischen Gemeinde erhalten zu haben. Die unterschiedlichen Farben und Muster sind eine tolle Abwechslung. So können sich die Kinder ihre eigene Maske ganz nach ihrem Geschmack aussuchen“, so Frost.

Die Yezidische Gemeinde in Offenbach wurde im Jahr 2016 gegründete und der Verein engagiert sich seither in verschiedenen Projekten zur Förderung von Integration und bietet während der Corona-Krise außerdem kostenlose Beratungen, Formularhilfen oder die persönliche Begleitung bei Behördengängen für Offenbacher Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen Sprachen und unabhängig der Religions- oder Kulturzugehörigkeit an.

Der Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Offenbach, Manuel Dieter, ergänzte abschließend: „Auch die Offenbacher Vereine haben zurzeit schwer zu kämpfen und können nur mit viel Mühe und Aufwand ihren Vereinsalltag organisieren. Da ist es umso erfreulicher, wenn gleichzeitig noch über den Tellerrand geschaut wird und durch verschiedene Ideen und Aktionen gegenseitige Hilfen für die Gemeinschaft geleistet werden. Der gemeinschaftliche Zusammenhalt gewinnt gerade in Zeiten wie diesen enorm an Bedeutung und funktioniert in Offenbach vorbildlich.“

Bildinformation:

Oberer Reihe v.l.n.r.: Manuel Dieter (Ehrenamtsbeauftragter Stadt Offenbach), Roxana, Elisabeth Luja (Lehrerin der Klasse 1b), Hun Son, Elind

untere Reihe v.l.n.r.: Serwan Badal Khalil (Vorsitzender Yezidische Gemeinde Offenbach), Maria Frost (Stellvertretende Schulleiterin Hafenschule), Mubarika Sufian (Schneiderin), Jassi Jattana (Schneiderin), Elyas Mirza (Stellvertretender Vorsitzender Yezidische Gemeinde Offenbach)

Foto: Stadt Offenbach