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Das Aufregerthema der Woche war der Infektionsschutz durch einfache Masken. Nach langem Zögern empfahl dann auch das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag das Tragen von Masken, ohne es jedoch zur Auflage zu machen. „Das Hin und Her zum Thema Masken ist ein schönes Beispiel dafür, dass im Moment auch die Mediziner täglich dazulernen“, kommentiert Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Mich bestätigt dies einmal mehr in meinem Grundansatz, alles was notwendig ist, absolut entschlossen anzugehen, gleichzeitig aber auch alle Entscheidungen mit kühlem Kopf zu treffen.“

Das Tragen von Masken wird empfohlen

Nun wird also vom RKI wie an vielen anderen Orten der Welt das Tragen von Masken empfohlen, die Mund und Nase abdecken. Sie schützen den Träger allerdings nur bedingt vor Viren. Sie können aber die Menschen im eigenen Umfeld schützen. „Auch das kann also die Ausbreitung des Virus verlangsamen und ist ein gutes Zeichen von Respekt in dieser Zeit“, so Schwenke, denn: „Da viele Menschen gar nicht wissen, dass sie infiziert sind, helfen die Masken folglich nach Aussagen der Mediziner dabei, die Übertragung von Tröpfchen auf andere zu minimieren.“ Diese entstehen beim Husten, Niesen und heftigerem Ausatmen und manchmal schon beim Sprechen.

„Wichtig ist jetzt aber unbedingt, dass die zertifizierten Masken für das medizinische Personal bei Pflegediensten, Pflegeheimen, Kliniken, Rettungsdienst, Gesundheitsämtern bereitstehen“, bittet Schwenke die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich, nach alternativen Möglichkeiten zu suchen. „Viele Offenbacherinnen und Offenbacher haben schon seit geraumer Zeit begonnen, Masken herzustellen. Das erweist sich jetzt als klug“, freut sich Schwenke. „Um den Menschen zu erleichtern, auf die neue Empfehlung des RKI zu reagieren, haben wir uns entschieden, den Menschen etwas an die Hand zu geben, damit sie sich selbst Masken herstellen können“, erläutert der Oberbürgermeister.

Frau mit selbstgenähter Gesichtsmaske
Frau mit selbstgenähter Gesichtsmaske © Stadt Offenbach

Nähanleitung für Gesichtsmasken

Das Amt für Öffentlichkeitsarbeit, die Unternehmenskommunikation der Stadtwerke Offenbach und das Stadtgesundheitsamt haben daher eine bebilderte Anleitung erstellt. Sie enthält Varianten für Anfänger und Fortgeschrittene im Umgang mit der Nähmaschine. Erläutert wird auch, welche Materialien geeignet sind und wie mit vorhandenem Material variiert werden kann.

„In Offenbach gibt es viele talentierte Näherinnen und Näher, da bin ich mir sicher. So kann etwas Sinnvolles zum gegenseitigen Schutz aus Respekt geleistet werden. Zusätzlich geben wir online Raum zum Austausch über Kommentare: Von Technikfragen und Materialsuche bis zu Tipps zum Variieren“, so Schwenke.

Die Hygieneregeln müssen trotz Tragen einer Maske selbstverständlich weiterhin eingehalten werden.

Tipps & Tricks:

Professioneller Mundschutz wird nach Sicherheitsstufen unterschieden. Diese kann ein selbst genähter Mundschutz nicht leisten. Dennoch hilft der die Übertragungswege zu reduzieren. Und er schützt insbesondere beim Umgang mit Menschen mit hohen Risikofaktoren wie Vorerkrankungen.

Einfacher Mundschutz besteht aus kochfester Baumwolle (95 Grad Wäsche). Sie muss atmungsaktiv sein - dafür gibt es einen einfachen Test: doppelt auf Mund und Nase legen und weiter atmen. Es muss sowohl das Ein- als auch das Ausatmen möglich sein.

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