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Telefoncenter
© shutterstock.com
Die aktuelle Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) in Deutschland hat in Offenbach bislang zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Leben geführt, auch wenn bereits einzelne Veranstaltungen abgesagt wurden und einige Lebensmittel sowie Hygieneartikel in den Supermärkten verstärkt nachgefragt werden. Dennoch verzeichnet das Stadtgesundheitsamt bereits seit einiger Zeit eine sehr hohe Anzahl an Anfragen, zum Beispiel von Ärzten, Bürgern, Reisenden oder Veranstaltern. Zur Entlastung des Gesundheitsamtes hat der Verwaltungsstab der Stadt Offenbach unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke entschieden, ein Bürgertelefon für die Stadt Offenbach einzurichten. Die Hotline ist erstmals am Dienstag, 10. März, von 12 bis 17 Uhr geschaltet und danach bis auf weiteres montags bis freitags von jeweils 7 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 069 840004-375 erreichbar. „Mit dem Bürgertelefon wollen wir den hohen Informationsbedarf vieler Bürgerinnen und Bürgern bündeln, um ihre Fragen nach Möglichkeit sofort beantworten zu können oder aber zur weiteren Bearbeitung und Beantwortung an die jeweils zuständigen Stellen bei der Stadt weiterzuleiten“, erläutert Oberbürgermeister Schwenke. „Den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtservice-Hotline gilt meine größte Anerkennung und mein Dank dafür, dass sie sich für diese durchaus herausfordernde Aufgabe zur Verfügung stellen.“ Organisiert wird das Bürgertelefon vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit dem Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben Auskünfte über die aktuelle Situation in Offenbach. „Wir informieren am Telefon jeweils über die für Offenbach aktuell ergriffenen Maßnahmen und Entscheidungen seitens der Stadt“, erläutert Fabian El Cheikh, der Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline sind inhaltlich gebrieft worden und erhalten tägliche Updates zur aktuellen Entwicklung rund um die Corona-Epidemie. „Aufgrund der weltweit sehr dynamischen Lage, die sich täglich und manchmal stündlich verändert, können wir gegebenenfalls nicht immer sofort Antworten auf alle individuelle Fragen geben. Ziel ist es aber, dass sich die Offenbacherinnen und Offenbacher an eine zentrale telefonische Anlaufstelle wenden können, die sich dann auch um die weitere Bearbeitung ihrer Anliegen kümmert oder Ansprechpartner außerhalb der Kommune vermittelt“, so El Cheikh. Er bittet auch um Verständnis dafür, dass das Bürgertelefon keine medizinische oder rechtliche Beratung leisten kann. Für alle medizinischen Fragen wird an den zuständigen Hausarzt oder an die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 verwiesen. Gesundheitsdezernentin Sabine Groß warb noch einmal dafür, auf die derzeitige Ausbreitung ruhig und besonnen zu reagieren: „Die Folgen des Corona-Virus sind nach den jetzigen wissenschaftlichen Erkenntnissen vergleichbar mit der Grippe. Wir nehmen diesen Virus sehr ernst, da er für Risikogruppen – ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen – gefährlich werden kann. Rund 80 bis 90 Prozent aller Erkrankten aber haben keine oder nur leichte Erkältungssymptome und sind nach einigen Tagen wieder symptomfrei. Dieser medizinische Hintergrund ist wichtig bei der Entscheidung, welche Maßnahmen seitens des Stadtgesundheitsamtes getroffen werden müssen. Hierbei gilt es verhältnismäßig und mit angemessener Vorsorge zu reagieren.“ Bislang sind für Offenbach keinen besonderen Maßnahmen notwendig, da in der Region und insgesamt in Hessen bislang nur einzelne Fälle aufgetreten sind. „Wir haben die Zeit genutzt, uns gut vorzubereiten, die Offenbacher Behörden koordinieren sich sehr eng und sind für alle denkbaren Fälle aufgestellt“, so Oberbürgermeister Schwenke. So wird derzeit auch Vorsorge dafür getroffen, dass in häuslicher Quarantäne befindliche Menschen im Härtefall über die Stadt versorgt werden können. Schwenke: „Natürlich ist es richtig, wenn sich die Menschen im maßvollen Rahmen einen Vorrat daheim anlegen, so wie es das Bundesamt für Bevölkerungsschutz ohnehin immer empfiehlt. Aber um es deutlich zu sagen: Hamsterkäufe sind nicht nötig – niemand wird in Quarantäne hungern müssen! Eine Versorgung werden wir in jedem Fall sicherstellen.“ Antworten auf zentrale Fragen hält das Amt für Öffentlichkeitsarbeit im Internetportal der Stadt bereit: (www.offenbach.de/corona). Weiterhin wird wie immer stets aktuell auf den Social-Media-Kanälen der Stadt (Facebook, Twitter) berichtet. Umfangreiche Informationen rund um das Corona-Virus im Netz bieten außerdem unter anderem das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) und das Hessische Sozialministerium (www.soziales.hessen.de).