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Update 28. August 2020

Auch Einreisende aus folgenden Ländern müssen sich sofort in Quarantäne begeben und das Formular unter www.offenbach.de/return ausfüllen: Kosovo, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Rumänien, Mazedonien, Bulgarien, Serbien, Frankreich, Spanien und Albanien. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 6. September 2020.


Seit 1. August können sich alle Urlauber – auch aus Nicht-Risikogebieten – kostenlos nach ihrer Rückkehr auf Covid-19 testen lassen. Wer aus einem offiziellen Risikogebiet nach Deutschland zurückkommt ist verpflichtet, sich innerhalb von 72 Stunden kostenlos testen zu lassen und sich umgehend nach der Einreise beim Stadtgesundheitsamt zu melden. Andernfalls droht ein erhebliches Bußgeld. Bis ein negativer Testnachweis vorliegt, muss man in häuslicher Quarantäne bleiben. Die Quarantäne kann nur durch das Stadtgesundheitsamt aufgehoben werden. Für alle anderen Urlauber (aus Nicht-Risikogebieten) ist der Test freiwillig und ebenfalls innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr kostenlos.

Angesichts der vergleichsweise hohen Infektionszahlen durch Reiserückkehrer auch aus Nicht-Risikogebieten in Offenbach bittet Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke alle Urlauberinnen und Urlauber, die kostenlose Testmöglichkeit zu nutzen: „Urlaub ist in diesem Jahr immer auch ein Urlaub mit Corona. Deshalb hat die Bundesregierung richtig gehandelt, indem sie alle Tests für Urlauber bis zu 72 Stunden nach der Rückkehr kostenlos anbietet. Damit entfällt die Frage, ob man sich einen Test leisten kann oder will.“ Wichtig sei jetzt, so Schwenke, dass jeder Rückkehrer das Angebot nutzt: „Nur wer sich testet, kann sicherstellen, dass er sich während der Reise nicht unbemerkt angesteckt hat. Wer jetzt sagt, er habe keine Angst vor dem Virus oder er sei nicht erkrankt, verhält sich extrem egoistisch und gefährdet im Extremfall das Leben anderer. Die Sicherheit, sich nicht angesteckt zu haben, dient nicht nur einem selbst, sondern insbesondere auch Familienangehörigen, Arbeitskollegen und Freunden, die sonst unbemerkt infiziert werden könnten.“

Positiv getesteter Schüler aus Nicht-Risikogebiet an einer Schule

Dem Stadtgesundheitsamt wurde am Dienstag, 18. August, ein positiv getesteter Schüler der August-Bebel-Schule gemeldet. Er war am Sonntag aus Portugal zurückgekehrt und ließ sich noch am selben Tag testen. „Dem Stadtgesundheitsamt wurde leider erst am Dienstagnachmittag der positive Befund vom Labor mitgeteilt. Noch am Dienstagnachmittag hat das Stadtgesundheitsamt alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte desselben Kurses, insgesamt 22 Personen, unter Quarantäne gestellt. Durch die relativ späte Übermittlung des Tests war er jedoch noch zwei Tage im Unterricht. Dennoch wurden durch den Test und die daraufhin angeordnete Quarantäne weitere Kontakte verhindert und damit mögliche Infektionsketten unterbrochen“, so Gesundheitsdezernentin Sabine Groß. Nur zwei der von der Quarantäne betroffenen Schüler wohnen in Offenbach.

Informationen zur Infektionsgefahr an Reisezielen

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht jeden Dienstag in seinem täglichen Corona-Lagebericht eine Rangliste der sogenannten Expositionsländer. Diese Rangliste zeigt auf, von welchen Reisezielen besonders viele Urlauber positiv zurückkehren. Dort kann man sich also informieren, wie groß das Risiko ist, sich am Urlaubsziel infiziert zu haben.

Die meisten positiv getesteten Reiserückkehrer haben sich zuvor im Kosovo aufgehalten. Es folgen der Reihe nach die Türkei, Kroatien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Spanien und Serbien. „Nicht alle dieser Länder waren zum Zeitpunkt der Ansteckung ein offizielles Risikogebiet und manche sind es bis heute nicht“, so Oberbürgermeister Schwenke. „Das drittplatziere Kroatien ist hierfür ein gutes Beispiel: Das Offenbacher Stadtgesundheitsamt meldet immer wieder Neuinfektionen bei Urlaubern aus Kroatien. Dennoch ist Kroatien nicht als Risikogebiet eingestuft. Auch Portugal ist kein Risikogebiet, dennoch wurde der Schüler der August-Bebel-Schule positiv nach seiner Rückkehr getestet.“ „Diese Beispiele sind“, so Gesundheitsdezernentin Groß, „der Grund für unseren Aufruf: Sie zeigen sehr deutlich, dass es Sinn macht, sich auch dann testen zu lassen, wenn man nicht aus einem Risikogebiet zurückkommt. Dies muss nicht zwingend für jedes Land gelten, aber es gilt vor allem dann, wenn es ein Land ist, aus denen im Moment die meisten Infektionen kommen.“

Wo kann man sich testen lassen?

Testen lassen können sich Urlauber direkt bei der Einreise am Frankfurter Flughafen, am Frankfurter Hauptbahnhof sowie in den beiden Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung in Frankfurt (Uniklinikum und Bürgerhospital). Im Internetportal der Stadt Offenbach finden sich unter www.offenbach.de/reiseinfo zudem alle Arztpraxen, die in Offenbach sowie angrenzend in Fechenheim, Oberrad oder Mühlheim Reiserückkehrer testen. Weiterhin werden dort auch diejenigen Praxen aufgeführt, die unabhängig von einer Reise kostenlose Tests für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte anbieten.

Weitere Informationen zum Testen und Reisen: www.offenbach.de/reiseinfo
Liste der Arztpraxen, die Urlauber, Lehrkräfte und Erzieherinnen sowie Erzieher testen: https://www.kvhessen.de/coronatests/

Hintergrund:

In Offenbach gab es bereits in den zurückliegenden Tagen und Wochen viele Infektionen bei Reiserückkehrern. Die Stadt hat daher eine breit angelegte mehrsprachige Informationskampagne umgesetzt. Um das Risiko von Infektionsgeschehen an Schulen zu minimieren, hat der Verwaltungsstab der Stadt Offenbach gemeinsam mit dem Schulamt veranlasst, dass alle Eltern von Lehrern auf die bestehende Rechtslage für Reiserückkehrer hingewiesen werden. Zusätzlich wurde für Montag und damit den Schulbeginn eine Maskenpflicht an den Offenbacher Schulen eingeführt. Die Schüler, deren Eltern nicht erreicht wurden, wurden zu Schulbeginn ebenfalls informiert und mit ihnen geklärt, ob sie in einem Risikogebiet im Urlaub waren. Etliche Schülerinnen und Schüler wurden nach Angaben des Staatlichen Schulamts am Montag nach Hause zurückgeschickt, weil sie möglicherweise in einem Risikogebiet waren und keinen negativen Testnachweis vorzeigen konnten. Allein am vergangenen Sonntag – dem letzten Tag vor Schulbeginn – haben sich beim Stadtgesundheitsamt rund 300 Reiserückkehrer gemeldet.

Ausschnitte aus der Pressekonferenz zur Überschreitung der Inzidenz 50 in Offenbach © Stadt Offenbach, georg-foto.de, offenbach

Offenbach am Main, 19. August 2020