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Zwei Offenbacher Schulen profitieren seit Mitte 2017 von eigenen Schulgesundheitsfachkräften. Kinder und Lehrer haben damit nicht nur Ansprechpartner für akute Beschwerden sondern auch Unterstützung bei chronischen Erkrankungen.
Einem Kind wird ein Verband angelegt.
© CC0 / pixabay.com

An der Ernst-Reuter-Schule arbeitet mit Marlies Greten eine examinierte Krankenschwester und Diplom-Pädagogin. Für das Rudolf Koch Gymnasium ist die Kinderkrankenschwester und Family Health Nurse Carmen Hofmann-Heßler zuständig. Neben der Zusammenarbeit mit Kollegium, Gesundheitsamt, Kinderärzten und Gesundheitseinrichtungen planen beide auch gesundheitsbezogene Projekte.

Greten hat einen Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen: Schulen mit funktionierenden Sanitätsdiensten berichten, dass Gewalt in den Pausen seltener wird. Sanitätsschüler würden oft präventiv als Schlichter eingreifen oder zu Hilfe gerufen. Denn hier lernen die Schülerinnen und Schüler Verantwortungsübernahme und Hilfsbereitschaft.

Das Gesundheitsamt Offenbach, die Fachaufsicht der Schulgesundheitsfachkräfte, hat der Ernst-Reuter-Schule eine Lärmampel zur Verfügung gestellt. Optische und akustische Signale zeigen an, wenn aus Gesprächen Lärm wird. „Oft klagen Schüler über die Lautstärke in den Klassen, zu der sie aber auch selbst beitragen, ohne sich dessen bewusst zu sein“, erläutert Greten. Die Lärmampel leistet besonders in Gruppenarbeits- und Übungsphasen gute Dienste.

An der Rudolf-Koch-Schule schult Hofmann-Heßler besonders in den Monaten der saisonalen Grippeerkrankungen, wie das mit der Hygiene für die Hände funktioniert. In den Schulungen wird mit einer Blackbox des Stadtgesundheitsamtes gearbeitet, die den Kindern durch eine spezielle Salbe aufzeigt wie Krankheitskeime durch die Hände übertragen werden können und wie sorgfältiges Waschen die Übertragung verhindert.

Besonders wichtig sind auch die Schulungen zur Ersten Hilfe, die für die Schüler angeboten werden. „Nicht nur in der Schule – auch zu Hause können durch schnell eingeleitete Erste Hilfemaßnahmen durch die Schüler Leben gerettet werden“, so Hofmann-Heßler.

Mit Klasse2000 hat Greten an der Ernst-Reuter-Schule ein Gesundheitsförderungsprogramm eingeführt. Ziel sind Kinder, die ihr Leben aktiv gestalten, ohne Sucht und Gewalt – die gesund aufwachsen und sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln. Kompetenzen wie gesunde Ernährung, Bewegen und entspannen, Sich selbst mögen und Freunde haben, Probleme und Konflikte lösen, Kritisch denken und „Nein-Sagen“ können werden gefördert von der 1. bis zur 4. Klasse.

3. August 2018