Sprungmarken
Suche
Suche

In Deutschland flackern immer wieder Masernerkrankungen auf. War dies früher eine Kinderkrankheit, so ist heute ein Anstieg bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu beobachten. Daneben sind weiter die Kinder unter 11 Monaten betroffen, da erst ab diesem Alter gegen die Masern geimpft wird. Gerade bei diesen finden sich sehr schwere Verläufe.

„Masern sind aus heutiger Sicht nicht mehr als harmlose Kinderkrankheit anzusehen, so dass sie im Infektionsschutzgesetz als meldepflichtige Erkrankung aufgenommen wurden“, erläutert Dr. Bernhard Bornhofen, Leiter des Stadtgesundheitsamtes. „Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt aus diesem Grund eine Ausrottung der Masern an. Dies kann nur durch eine ausreichende Impfung erreicht werden.“

Die Masern sind eine fieberhafte Viruserkrankung mit einem Hautausschlag, die überwiegend im Kindesalter auftritt. Die Erkrankung wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragen. Personen, die sich angesteckt haben, können bereits vor dem Auftreten des Hautausschlages weitere Personen anstecken. Die Erkrankung kann leicht verlaufen, es können jedoch auch Komplikationen auftreten, wie eine Mittelohr- oder Lungenentzündung sowie selten auch schwere Folgen, wie eine Entzündung des Gehirnes mit möglichen bleibenden Schäden. Dies geschieht in zirka einem von 1000 Fällen.

Einziger Schutz ist Impfung

Eine spezifische Behandlung dieser Erkrankung steht nicht zur Verfügung, teilt Bornhofen mit. Lediglich die Symptome können gelindert werden. Als einzige Maßnahme zum Schutz vor einer Masernerkrankung steht die Impfung zur Verfügung, die zwei Mal anzuwenden ist. 14 Tage nach der ersten Impfung kann mit einem weitgehenden Impfschutz und 14 Tage nach der zweiten Impfung mit einem vollständigen Schutz gerechnet werden. Deshalb sollte der Impfschutz beim Kinder- oder Hausarzt überprüft und entsprechend vervollständigt werden. Bei Nichtgeimpften muss jederzeit mit einer Erkrankung an Masern gerechnet werden.


17.07.2019