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Minischwein
© Stadt Offenbach
Ziemlich verdutzt haben die Mitarbeiter des Waldzoos Offenbach geschaut, als am 6. Januar kurz vor Feierabend ein junges Minischwein abgegeben wurde. Angeblich wurde das Tier am Silvestertag im Dreieichpark gefunden. Vier Tage haben die Finder laut eigener Aussage nach einem Platz gesucht. Da angenommen wurde, dass es sich um ein Ferkel handelt, wurde das Tier mit Babymilch gefüttert. Wie sich herausgestellt hat, ist es aber etwa drei bis fünf Monate alt, da schon alle Zähne durchgebrochen sind. Wie das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz mitteilt, wissen die Tierexperten noch nicht, wie groß und schwer das Minischwein einmal wird, da jede genetische Zuchtlinie anders sein kann.

Leider ist das Schweinchen, im Moment „Bifi“ getauft, nicht ganz gesund. Es leidet unter extremen Juckreiz an der Haut, der zurzeit behandelt wird. Obwohl es sich deshalb in Quarantäne befindet, ist es aber sehr forsch, unerzogen und aufgeweckt.

Da noch unklar ist, ob das Tier ausgesetzt oder entlaufen ist, wird das Geschlecht noch nicht bekannt gegeben. Sollte jemand das Schwein vermissen, müssen entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Davon ist aber vermutlich nicht auszugehen, da am Nachmittag des selben Tages ein Anruf beim Tierheim Offenbach mit der Anfrage einging, ob ein Schwein abgegeben werden kann, das als Weihnachtsgeschenk gekauft wurde, nun aber wohl sehr schnell zu groß wurde.

Sollte sich der Besitzer nicht melden, muss der endgültige Verbleib noch geklärt werden. Obwohl sehr wesensfest und durchsetzungsfähig dürfte sich die Integration des Minischweins in die Schweinegruppe des Waldzoos wegen seiner Größe als schwierig gestalten. Diese Entscheidung wird nach dem Gesunden des Schweinchens getroffen, sofern sich kein Besitzer meldet.

Presseanfragen beantwortet der Waldzoo Offenbach unter der Telefonnummer: 069 852520.

Offenbach am Main, 16. Januar 2018