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Das Hafenbacken mit dem blauen Kran und Stand-up-Paddler auf dem Wasser.
Wohnen am Hafen Offenbach © Alexander Habermehl
Offenbach bleibt eine beliebte Stadt zum Wohnen – gerade für Familien. Die wachsende Einwohnerzahl spiegelt sich auch auf dem Immobilienmarkt wider: Es wird weiterhin kräftig gekauft und die Immobilienpreise steigen. Das zeigt der Immobilienmarktbericht 2018, der einen umfassenden Überblick zur Situation des Immobilienmarkts im Jahr 2017 gibt.

„Der Immobilienmarktbericht spiegelt wider, was wir in der Stadt bereits spüren: Die Dynamik ist groß“, bringt Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß die Lage auf dem Immobilienmarkt auf den Punkt. Die Stadt wachse weiter, was wiederum Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt habe. „Die Verkaufszahlen bleiben auf hohem Niveau und die Preise ziehen stark an“, berichtet Weiß. Die wachsende Einwohnerzahl sei eine Herausforderung für die Stadt, sie müsse weiterhin in die Infrastruktur wie Kitas und Schulen investieren. Wichtig sei auch einen ausreichenden Anteil an geförderten Wohnungen in der Stadt bereitzustellen.

Neue Rekordhöhe beim Geldumsatz erreicht

2017 wurden 40 Kaufverträge weniger unterzeichnet als im Vorjahr. „Das Niveau bleibt aber mit 1296 Verträgen weiterhin hoch“, erklärt die Vorsitzende des Gutachterausschusses für Immobilienwerte Cornelia Jockisch. Der Flächenumsatz betrug 56 Hektar und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent gestiegen. Der Geldumsatz hat mit 786,8 Millionen Euro (2016: knapp 623 Euro) eine neue Rekordmarke erreicht: „Schon in den Vorjahren gab es hohe Werte, aber das Jahr 2017 hat noch eine erhebliche Steigerung gebracht“, bemerkt Jockisch. Der Rekordumsatz sei vor allem auf Verkäufe von großen und höherwertigen Immobilien zurückzuführen. Die Käufer haben 2017 mit 67 Prozent vor allem Eigentumswohnungen erworben (2016: 72 Prozent), bebaute Grundstücke machten 24 Prozent (2016: 22 Prozent) und unbebaute Grundstücke neun Prozent der Käufe (2016: 6 Prozent) aus.

Auch im vergangenen Jahr investierten viele Offenbacher in eine eigene Immobilie: 42 Prozent der Käufer stammten aus Offenbach. Sie erwarben 64 Prozent der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser und 20 Prozent der Neubaueigentumswohnungen. Beliebte Wohngebiete sind vor allem die Stadtteile Bieber, Bürgel, Rumpenheim und Tempelsee.

Immobilienpreise steigen weiter

Während die Preise für Eigenheimgrundstücke um etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind und 2017 bei 440 Euro pro Quadratmeter lagen, sind die Preise für Grundstücke, die für den Bau von Mehrfamilienhäusern geeignet sind, um 46 Prozent angezogen und lagen bei 790 Euro pro Quadratmeter. Damit müssen Käufer in Offenbach sowie im gesamten Rhein-Main-Gebiet nach wie vor die höchsten Preise für Eigenheimgrundstücke hessenweit bezahlen. Gleich geblieben sind die Preise für landwirtschaftliche Flächen (5 Euro pro Quadratmeter) und für Freizeitgrundstücke (20 Euro pro Quadratmeter).

Auch für Ein- und Zweifamilienhäuser mussten die Erwerber 2017 mehr zahlen als im Jahr zuvor. Der Quadratmeterpreis für ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte mit Baujahr 2005, einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern und einem 300 Quadratmeter großen Grundstück lag 2017 bei 3.125 Euro (2016: 2.990 Euro). Für ein 2005 erbautes freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus mit einer Grundstücksfläche von 500 Quadratmetern und einer Wohnfläche von 160 Quadratmetern mussten Erwerber 2.930 Euro pro Quadratmeter zahlen (2016: 2.740 Euro).

Seit 2009 steigen auch die Preise für neugebaute Eigentumswohnungen stetig. „Am teuersten sind die Eigentumswohnungen im Hafen“, erklärt Holm Neumann von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. „Sie sind im Schnitt etwa 1.500 Euro pro Quadratmeter teurer als im restlichen Stadtgebiet.“ Konkret bedeutet das: Eine 87 Quadratmeter große Eigentumswohnung kostete im vergangen Jahr 4.025 Euro pro Quadratmeter, im Hafengebiet waren es 5.100 Euro pro Quadratmeter bei einer Wohnungsgröße von 95 Quadratmetern. Eigentumswohnungen, die wiederverkauft werden, sind um 1.600 Euro pro Quadratmeter günstiger als neugebaute. Im Schnitt ist der Preis für neugebaute Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent gestiegen, bei wiederverkauften Eigentumswohnungen um neun Prozent.

Parken in der City wird teurer

Die zunehmende Nachfrage sorgt nicht nur bei Häusern und Wohnungen für steigende Preise, sondern auch bei Parkplätzen. 2017 kostete ein Stellplatz in der Innenstadt, zum Beispiel am Hafen oder Kaiserlei, im Schnitt 13.000 Euro. Zwei Jahre zuvor lag der Mittelwert noch bei 9.000 Euro. Für einen Tiefgaragenplatz mussten Autofahrer durchschnittlich 24.300 Euro zahlen (2015: 20.500 Euro). Auch im restlichen Stadtgebiet gab es einen beachtlichen Preisanstieg für Parkplätze. Während ein Stellplatz im Schnitt 11.300 Euro kostete (2015: 4.000 Euro), lag der Durchschnittspreis für einen Platz in der Tiefgarage bei 16.500 Euro (2015: 13.500 Euro).

Immobilienmarktbericht 2018 gedruckt oder als PDF

Der Immobilienbericht 2018 ist als Druckexemplar oder als PDF-Datei für eine Gebühr von 50 Euro bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Offenbach am Main (Telefon: 069 8065 2881, E-Mail: gutachterausschussoffenbachde) oder im Baubüro Offenbach (Berliner Straße 60) erhältlich.

19. Juli 2018