Sprungmarken
Suche
Suche

Luftaufnahme
Luftbildaufnahme April 2015 © Hessen-Luftbild - Axel Häsler
Die Stadt Offenbach hat sich mit dem Projekt „Revitalisierung ehemaliges Farbwerk“ für Mittel aus dem Förderprogramm „Stadtumbau“ des Landes Hessen erfolgreich beworben. Mit der Bewilligung von Fördergeldern in Höhe von 632.000 Euro kann die Stadt inklusive Eigenanteil insgesamt 812.500 Euro in Planungen und Maßnahmen investieren.

Das Stadtparlament hat dazu im September das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) beschlossen. Diesem Konzept muss das Land Hessen noch zustimmen. Mit den Fördermitteln sollen Bahnflächen, auf denen sich früher die Hafenbahn befand, erworben werden.

Die Industriebrache östlich des Mathildenviertels zwischen Mühlheimer Straße und Main geht zurück auf den über 160 Jahre bewirtschafteten Chemiestandort, dessen Produktion 2010 eingestellt wurde. Das Fördergebiet ist knapp 400.000 Quadratmeter groß.

Die dort genutzten problematischen Stoffe machen die Festlegung von Sanierungszielen schwierig. Die meisten Gebäude sind abgerissen, fast alle Oberflächen aber noch versiegelt. Für die Altlastensanierung liegt inzwischen ein Konzept beim Regierungspräsidium Darmstadt zur Genehmigung vor.

Die Stadt hat außerdem eine Ausschreibung gestartet: Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, ob die Verbindungsstraße, die künftig die äußere Erschließung des Gebietes verbessern soll, so gebaut werden kann.

Ganz still steht die Zeit auf dem Gelände nicht: Die EVO produziert dort Pellets für Heizkessel und einige kleinere Unternehmen haben sich angesiedelt. Erhalten bleiben einige Altbauten auf dem Farbwerk-Gelände, die unter Denkmalschutz stehen. 

22. November 2017