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Rund 130 Interessierte folgten auch in diesem Jahr der Einladung zum Tag des Masterplans und informierten sich über den aktuellen Stand der zehn Schlüsselprojekte. Der Tag des Masterplans fand bereits zum vierten Mal statt mit dem Ziel, den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Offenbacher Unternehmen sowie Bürgern zu stärken.
Grafik mit Sehenswürdigkeiten in Offenbach und dem Main
© Urban Media Project GmbH & Co. KG

Der Masterplan wurde als Richtschnur für die Entwicklung Offenbachs im Jahr 2016 beschlossen. Stadtrat Paul-Gerhard Weiß begrüßte die Anwesenden. Er machte auf die rasante Entwicklung der Stadt aufmerksam und betonte, dass an allen Schlüsselmaßnahmen gearbeitet werde. Was sich seitdem getan hat, skizzierten Simon Valerius, Amtsleiter des Stadtplanungsamts, Birgitt Möbus, Citymanagerin bei der Wirtschaftsförderung, und Frank Achenbach, Geschäftsführer der IHK Offenbach, in einer Übersicht zu den 10 Schlüsselprojekten.

Die 10 Schlüsselprojekte sind: Freiräume, Innenstadt, Kaiserlei, Designport, Innovationscampus, Anbindung Offenbacher Osten, Anbindung Offenbachs, Baugebiete, Quartierentwicklungen und Gewerbeflächen.

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu drei Schwerpunktthemen: „Zukunftskonzept Innenstadt“, „Stadtgrün“ und „Fahrradstraßen“.

Stadtgrün

Mit dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ soll das Grün in der Stadt aufgewertet und vernetzt werden. Rund 19 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um 20 Maßnahmen für mehr Grün in Offenbach umzusetzen. Davon sind einige bereits in Bearbeitung: die Sanierung des Dreieichparks, die Renaturierung des Röhrgrabens, Baumersatzmaßnahmen und der Lückenschluss am Anlagenring.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten und sammelten Ideen zum Thema Stadtgrün. Das war den Teilnehmern sehr wichtig und viele waren bereit, sich für mehr Grün in der Stadt zu engagieren. Daher soll dieser Aspekt im Rahmen des Förderprogramms Zukunft Stadtgrün aufgegriffen und intensiviert werden.

Schlüsselprojekt 1: Freiraumqualitäten verbessern und vernetzen

Ziele: Grünräume qualifizieren und vernetzen

  • Grünes Band entlang des Mains
  • Grüne Ringe vervollständigen (Anlagenring und Grünring)
  • Grüne Radialen in der Stadt
  • Grüne Straßenräume
  • Qualifizierung der Freiraum- und Grünanlagen

Fokus: Zukunft Stadtgrün

  • Förderprogramm: 10 Jahre; 19 Millionen Euro
  • Ziele: Grün vernetzen und qualifizieren
    • Stärkung des Stadtgrüns
    • Lebensqualität und Attraktivität
    • Klimaschutz und -anpassung
    • Artenvielfalt und Biodiversität
  • Insgesamt 20 Maßnahmen:
    • Sanierung Dreieichpark (Wasserbecken und Spielplatz)
    • Lückenschluss im Anlagenring (Herstellung einer Grünfläche)
    • Renaturierung Röhrgraben (Offenlegung des Bachs und Herstellung einer Grünfläche)

Zukunft Innenstadt

Auch die Schlüsselmaßnahme „Aufwertung der Innenstadt“ wird derzeit intensiv bearbeitet. Im „Zukunftskonzept Innenstadt“ wird herausgearbeitet, wie sich die Offenbacher Innenstadt aufstellen kann, um lebendig und attraktiv zu bleiben. Das Zukunftskonzept benennt, Projekte und Maßnahmen zu Aufwertung der Innenstadt. Zum Beispiel eine Nutzungsmischung und die Anziehung von neuen Veranstaltungen und Zielgruppen. Diese Maßnahmen liegen im ersten Entwurf vor und wurden in einer Ausstellung präsentiert.

Das Zukunftskonzept war eines der Schwerpunktthemen, die besonders lebhaft diskutiert wurden.

Schlüsselprojekt 2: Aufwertung der Innenstadt

Ziel: Aufwertung Innenstadt

  • Steigerung der Aufenthaltsqualität
  • Förderung eines Nutzungsmixes
  • Mehr Grün in der Innenstadt
  • Erhöhung der baulichen Qualität
  • Aufwertung des Karree-Gebiets
  • Gestaltung Marktplatz
  • Nachnutzung HfG
  • Förderprogramm ExWoSt: Umnutzung leerstehender Büros

Fokus: Zukunftskonzept Innenstadt

  • Erarbeitung eines Konzepts zur Aufwertung der Innenstadt
  • Breite Beteiligung zur Identifizierung von Chancen
  • Entwicklung von Zukunftsbildern
  • Erarbeitung von Projekten und Steuerungsmaßnahmen

Fokus: Ansätze des Zukunftskonzepts

  • Nutzungsmischung in der City
  • Hybride Orte als Keimzellen des Wandels
  • Neue Anlässe, neue Zielgruppen

Wirtschaftsstandort

Aktuelle Entwicklungen gibt es auch beim Kaiserlei, wo ein Dienstleistungspark mit Nutzungsmix (Arbeiten und Wohnen) und Freizeitflächen entsteht. Der Dienstleistungspark wird auf vielen Messen vorgestellt und es gibt dort vielfältige Anfragen von Investoren. Es werden fünf neue Hochhäuser entstehen.

Schlüsselprojekt 3: Neupositionierung Kaiserlei

Plan vom Kaiserleigebiet
© Stadt Offenbach

Ziele: Rückbau des Kaiserlei-Kreisels, Neugestaltung und -profilierung

  • Rückbau Kaiserlei-Kreisel
  • Dienstleistungspark
  • Aufwertung als „Tor der Stadt“
  • Wegeverbindung zum Main und Vernetzung der Grünräume
  • Freizeitflächen am „Nordkap“

Fokus: Dienstleistungspark Kaiserlei mit Nutzungsmix

Ein weiterer Standort für Unternehmen und Dienstleister ist der „Designport“ entlang der Hafenallee. Das Kreativquartier wird durch den Umzug der Hochschule für Gestaltung und die Neubauten am Main gestärkt. Ergänzt wird der Gewerbestandort durch den Innovationscampus im Osten der Stadt. Auf 35 Hektar werden sich nach Kauf und Entwicklung des Geländes innovative Unternehmen der Kreativwirtschaft und solche mit Designschwerpunkt etablieren.

Bis 2030 werden mit 15 Millionen Fördermitteln aus dem Programm „Stadtumbau“ neben dem Innovationscampus auch die Renaturierung des Kuhmühlgrabens und die neue Verbindungsstraße B 448 umgesetzt. Die Entwicklung des Offenbacher Ostens umfasst auch das Quartier 4.0. Auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht ein Quartier neuer Arbeits- und Lebenswelten. Wohnen und Arbeiten werden verknüpft. Die Rahmenplanung für das Quartier besteht bereits.

Schlüsselprojekt 4: Entwicklung Designport

Plan mit Darstellung des Designport
© Stadt Offenbach / AS&P

Ziel: Urbanes Kreativquartier

  • HfG-Campus in Hafenquartier
  • Heyne Fabrik als hochwertige Adresse für Künstler
  • Neubauten am Main für Kreativ-unternehmen und Dienstleister

Fokus: Umzug der Hochschule für Gestaltung

  • Umzug vom Isenburger Schloss in das Hafenquartier
  • Kauf von 15.000 m2 Fläche im Hafen durch das Land Hessen
  • Architekturwettbewerb für den Neubau des Hochschulcampus

Schlüsselprojekt 5: Innovationscampus

Lageplan Innovationscampus
© Stadt Offenbach

Ziel: Umnutzung der ehemaligen Farbenfabrik

  • 3,5 Hektar mit S-Bahnanbindung
  • Kreativwirtschaft / Designschwerpunkt etablieren: Ansiedlung eines Schwerpunktprojekts Design
  • Mix: sechs verschiedene Gewerbe-, Dienstleistungs- und Büroquartiere
  • Durchgrünung
Blick auf das abgeräumte frühere Alessa-Gelände in Offenbach
Blick auf das abgeräumte frühere Alessa-Gelände in Offenbach © Stadt Offenbach / Häsler

Fokus: Umnutzung des Areals der ehemaligen Farbenfabrik

  • Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“: Zeithorizont 2030, angestrebte Förderung 15 Millionen Euro
  • Umsetzung des Innovationscampus
  • Renaturierung des Kuhmühlgrabens
  • Anbindung der Mühlheimer Straße an die B 448

Schlüsselprojekt 6: Entwicklung des Offenbacher Ostens

Plan, der die Entwicklung des Offenbacher Ostens darstellt
© Stadt Offenbach

Ziele: Verkehrliche Neuordnung, Grünverbindungen

  • Renaturierung des Kuhmühlgrabens
  • Neue Verbindungsstraße B 448
  • Rückbau und Begrünung von Straßenräumen
  • Entwicklung des Quartiers 4.0

Fokus: Quartier 4.0

  • Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs: 9 Hektar Fläche
  • Quartier neuer Arbeits- und Lebenswelten: Urban Production
  • Verknüpfung Wohnen und Arbeiten
  • Soziale Einrichtungen und Einrichtungen für Unternehmen

Fahrradstraßen

Die Anbindung Offenbachs wurde mit Fokus auf die Fahrradstraßen in Offenbach thematisiert. Das Radverkehrsnetz wird auch ins Umland ergänzt. So entstehen bis 2021 neun Kilometer Fahrradstraßen und sechs Fahrradachsen. Seit diesem Herbst wird die Fahrradachse in Bürgel (Achse 5) und der erste Abschnitt der innerstädtischen Achse entlang der Schumannstraße (Achse 1) umgesetzt. Ab Frühjahr nächsten Jahres wird ein Abschnitt der Achse 6 in Bieber umgesetzt. Die anschließende Diskussionsrunde zum Thema fand große Resonanz. 

Schlüsselprojekt 7: Anbindung Offenbachs

Ziele: Attraktive Anbindungen

  • Verbindungen nach Frankfurt-Fechenheim
  • Aufwertung des Hauptbahnhofs
  • Gute Radverkehrsanbindung
  • Verkehrliche Neuordnung
Plan mit den Fahrradachsen
© Bike Offenbach

Fokus: Radverkehr

  • Ergänzung des Verkehrsnetzes für Radverkehr – auch ins Umland
  • Bis 2021: 9 km Fahrradstraßen und sechs Fahrradachsen
  • Ab Herbst 2019: Umsetzung Achse 5 und erster Abschnitt der Achse 1
  • Ab Frühjahr 2020: Umsetzung Teilbereich der Achse 6

Wohnen

Derzeit gibt es drei neue Baugebiete in unterschiedlichen Entwicklungsstadien:

In Bieber-Nord sind auf den 12,4 Hektar Versorgungsleitungen gelegt, sodass Flurstücke bebaubar sind. Insgesamt wird es 920 Wohneinheiten, einen Park, Grünflächen und eine dreizügige Grundschule mit Kita geben.

Die 9,7 Hektar Wohnbaufläche in Bürgel-Ost werden ab dem nächsten Frühjahr bebaubar. Hier entstehen 420 Wohneinheiten, eine Kita, ein Spielplatz sowie Grünflächen, eine Allee und ein Park.

Eine der letzten „Wohnbau-Reserven“ befindet sich in Bieber-Waldhof. Um ein qualitätsvolles und nachhaltiges Baugebiet zu planen, fand ein städtebaulich-freiraumplanerischer Ideenwettbewerb statt.

Schlüsselprojekt 8: Neue Baugebiete

Plan mit den neuen Baugebieten
© Stadt Offenbach

Ziel: Attraktive und gut angebundene Wohnstandorte

  • Stadtteile als Wohnorte im Grünen weiterentwickeln
  • Baugebiete in Bieber Nord und Bürgel Ost erschließen
  • Innenentwicklung und Entwicklung weiterer Baugebiete prüfen
  • Mehrbedarf bei Schulen, ÖPNV, Kita usw. ermitteln

Fokus: Baugebiet Bieber Nord

  • Neues Baugebiet (920 Wohneinheiten auf 12,4 Hektar)
  • Planung einer dreizügigen Grundschule und einer Kita
  • Herstellung von Grünflächen, eines Parks und eines Platzes an der S-Bahn
  • 2019: Flurstücke sind bebaubar und Versorgungsleitungen wurden verlegt

Fokus: Baugebiet Bürgel Ost

  • Neues Baugebiet (430 Wohneinheiten auf 9,7 Hektar)
  • Planung einer Kita und zwei Spielplätze
  • Neue Buslinie 108
  • Herstellung von Grünflächen, einer Allee und eines Parks
  • Frühjahr 2020: Flurstücke sind bebaubar und Erschließung vorhanden

Fokus: Bieber Waldhof West

  • 2016 Beschluss der Stadtverordneten- versammlung zur baulichen Erweiterung des Ortsteils Bieber Waldhof
  • Städtebaulich-freiraumplanerischer Ideenwettbewerb für ein qualitätsvolles und nachhaltiges Baugebiet
  • Ausstellung der zehn Ideen / Wettbewerbsarbeiten: 29.10. bis 8.11.2019 im Bernardbau

Stadtteilentwicklung

Ziel des Masterplans ist es die Stadtteile und Quartiere zu stärken. Um die Ortskerne in Bieber und Bürgel zu vitalisieren, erfolgte eine Bewerbung für das Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche“. Das Programm zielt auf die Stärkung der Versorgungsbereiche und des Wohnstandorts. Auch das soziale Miteinander soll durch das Programm gestärkt werden. Eine Antwort des Ministeriums wird im November erwartet. 

Schlüsselprojekt 9: Quartiers- und Stadtteilentwicklung

Ziel: Lebendige Stadtteile und Quartiere

  • Aufstellung von Quartierskonzepten
  • Historische Ortskerne gestalten
  • Wohngebiete im Grünen in ihrer Funktion stärken

Fokus: Vitalisierung der Ortskerne

Erfolgreiche Bewerbung Bieber und Bürgel um Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“

  • Stärkung der Versorgungsbereiche
  • Weiterentwicklung als Wohnstandort
  • Vitalisierung der öffentlichen Plätze
  • Sicherung der umliegenden Landschaftsbereiche
  • Stärkung des sozialen Miteinanders

Gewerbeflächen

Das Gewerbeflächenmarketing wird von der Wirtschaftsförderung auf Messen, wie der Immobilienmesse MIPIM, intensiv betrieben – mit positiven Rückmeldungen aus der Wirtschaft. Vermarktet werden die vier innovativen Gewerbecluster: der Dienstleistungsstandort Kaiserlei, der Designport, der Innovationscampus und das Quartier 4.0.

Schlüsselprojekt 10: Gewerbeflächenmarketing

Ziel: Profilierung Gewerbestandtorte

  • Vermarktung des Gewerbestandorts Offenbach
  • Entwicklung eines Konzepts zur Profilierung von Teilstandorten
  • Optimierung der Breitbandversorgung

Fokus: Gewerbeflächenmarketing

  • Vermarktung Kaiserlei auf Immobilienmessen
  • Entwicklung Designport mit hochwertigem Hafen- und Quartiersmarketing
  • Innovationscampus Planung und Realisierung vorantreiben
  • Quartier 4.0 B-Planerstellung und Umsetzung