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Rund 200 Interessierte folgten am 25. November 2016 der Einladung von Stadt und dem Verein Offenbach offensiv in die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main, um sich zur Umsetzung der zehn Schlüsselprojekte aus dem Masterplan Offenbach zu informieren.
Vorstellung der Schlüsselprojekte des Masterplans
© Wallich/IHK Offenbach am Main

„Auch während der Umsetzungsphase des Masterplans wollen wir den Dialog zur Entwicklung unserer Stadt fortsetzen und Anregungen aufnehmen. Ich freue mich, heute Nachmittag so viele Interessierte hier zu sehen, und mit Ihnen über die Zukunft unserer Stadt zu sprechen“, so Oberbürgermeister Horst Schneider in seiner Begrüßung. Die Projekte würden nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Februar 2016 nun nach und nach angegangen, so Schneider. Erste Schritte seien bereits auf den Weg gebracht, als Beispiele nennt er die Aufnahme des Clariant-Areals ins Bund-Länder-Programm Stadtumbau West und Gespräche mit der Stadt Frankfurt über den Bau einer Rad- und Fußgängerbrücke in Höhe des Isenburger Schlosses nach Frankfurt- Fechenheim. „Die historische Verbindung zwischen Offenbach und Frankfurt an dieser Stelle wieder aufleben zu lassen, wäre für die Bürgerinnen und Bürger beider Städte ein großer Gewinn“, so Schneider.

In einer Podiumsdiskussion sprachen Anne Luise Müller, Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Köln, der Geschäftsführer des Vereins MG 3.0 Mönchengladbach Andree Haack und Stefan Kornmann, Stadtplaner und Städtebauarchitekt von Albert Speer und Partner über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Masterplänen. Auch in Köln und Mönchengladbach waren Vereine bei der Erstellung der Masterpläne beteiligt. Wie in Offenbach wird die Umsetzung in beiden Städten von einem Beirat begleitet. Anschließend stellten Markus Eichberger, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement und der Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung Jürgen Amberger den aktuellen Stand der im Masterplan Offenbach identifizierten Schlüsselprojekte vor. Zahlreiche Ansprechpartner von Stadt, Verein und IHK standen im Anschluss für Fragen der Teilnehmer bereit. Auch Anregungen zu den einzelnen Projekten wurden gesammelt.

„Die Schlüsselprojekte leisten einen maßgeblichen Beitrag dazu, den Wirtschaftsstandort zu stärken, Arbeitsplätze anzusiedeln und die Lebensqualität in Offenbach weiter zu steigern“, so Offenbach offensiv Vereinsvorstand Alfred Clouth. Um den Standort voranzubringen sei es wichtig, dass Politik, Bürger, Verwaltung und ansässige Unternehmen an einem Strang ziehen. Durch den gemeinsam erarbeiteten Masterplan wisse man jetzt noch besser, in welche Richtung.

Stadtkämmerer Peter Freier bekräftigte, dass die Stadt die Projekte zügig in Angriff nehme: „Die Finanzierung für die Machbarkeitsstudie der Verbindungsstraße von der B448 an die Mühlheimer Straße ist gesichert. Mit dieser Maßnahme wollen wir die östlichen Gewerbegebiete besser erschließen und gleichzeitig die Anwohner von Bieberer und Unterer Grenzstraße vom Verkehr entlasten.“

Der Masterplan wurde von März bis Dezember 2015 erarbeitet und ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Verein. Über 300 Akteure aus Bürgerschaft und Wirtschaft haben ihre Ideen und Anregungen in den Prozess eingebracht. Hierzu wurden neben öffentlichen Veranstaltungen auch zwei Online-Diskussionen durchgeführt. Folgende Schlüsselprojekte wurden identifiziert:

  1.  Gesamtstädtische Freiraumqualität verbessern und vernetzen

  2.  Aufwertung der Innenstadt

  3.  Neupositionierung des Kaiserlei

  4.  Entwicklung des DesignPort am Hafen Offenbach

  5.  Entwicklung des InnovationsCampus auf dem Clariant-Areal

  6.  Entwicklung des Offenbacher Ostens

  7.  Anbindung Offenbachs

  8.  Neue Baugebiete

  9.  Quartiers- und Stadtteilentwicklung

 10.  Gewerbeflächenmarketing