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© Stadt Offenbach
Wohnen in Offenbach gewinnt rasant an Zuwachs, es wird gebaut und die Stadt wächst. Insbesondere junge Familien schätzen die kurzen Wege, die vielen Freizeitmöglichkeiten und den guten Betreuungsschlüssel in den Krabbelstuben und Kindergärten. Damit das so bleibt, investiert die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter in den Ausbau der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. „Trotz angespannter Haushaltslage gilt unser Augenmerk den jungen und jüngsten Offenbachern, die hier gute Startbedingungen haben sollen“, erklärt Stadtplanungs- und Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß und begrüßt, dass diese Einsicht auch bei Bund und Ländern angekommen ist: „Bildung ist Zukunft und daran darf nicht gespart werden.“

KIP I ermöglichte Investitionen in Sanierung und Infrastruktur

So fördert der Bund mit dem bereits 2015 gestarteten Kommunalen Investitionsprogramm KIP I Infrastrukturmaßnahmen zu Lärmschutz und Luftreinhaltung, Investitionen in Bildungsinfrastruktur und Projekte in Städtebauförderungsgebieten. Die Stadt Offenbach bewarb sich erfolgreich um Fördermittel und kann noch bis Ende 2020 insgesamt fast 21 Mio. Euro abrufen – der Bundeszuschuss beträgt 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit dem Geld wurden und werden die Kita Neusalzerstraße, Kita (12) Schönbornstraße, Kita (15) Goethestraße, Kita Johannes-Morhart-Straße saniert. Die Ertüchtigung und Erweiterung der Kita Rödernstraße ist in Planung, bereits in der Umsetzung ist die Energetische Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule. Weitere, mit den Mitteln des KIP I Bundesprogramms geförderte Maßnahmen sind die Energetische Fassadensanierung des Rathauses sowie die Erweiterung der Radwegeverbindung am Parkplatz Mainufer.

An das Bundesprogramm schloss sich 2016 ein Landesprogramm an, das Investitionen in Ganztagsschulen und Bildungsinfrastruktur, Mobilität und sonstige Infrastrukturmaßnahmen mit einem Tilgungsanteil des Landes von 80 Prozent unterstützt. Hier wurden Offenbach insgesamt 11 Mio. Euro zugeteilt, mit denen die IT-Ausstattung an den Schulen verbessert und der Kunstrasenplatz auf der Rosenhöhe gebaut werden konnte. Der Neubau der Turnhalle Bieber-Waldhof konnte bereits letztes Jahr nach den Sommerferien in Betreib gehen. Derzeit in Planung ist die Radwegeverbindung Nordring zwischen Goethering und SG Wiking.
Mit ursprünglich im Bundesprogramm enthaltenen Mitteln sollte die Kita Brandenburgerstraße ertüchtigt werden.

„Stattdessen wird die Förderung der Kita Brandenburger Straße aus dem Landesprogramm beantragt“, erklärt Weiß, „ damit können wir den Förderrahmen des KIP I voll ausschöpfen.“ Ohnehin gelte es immer, die Förderlandschaft gut im Auge zu behalten, so Weiß weiter, „aber bei dem Bedarf in Offenbach passt fast alles.“

KIP II ermöglicht umfassende Investitionen in Bildung

Im vergangenen Jahr wurde das 2. Kapitel im Bundesprogramm KIP geöffnet, hieraus kann die Stadt Offenbach bis 31. Dezember 2022 Fördermittel in der Höhe von weiteren 21,3 Millionen Euro abrufen. Mit einem Zuschuss von 75 Prozent unterstützt der Bund dabei förderfähige Kosten bei Investitionen für die Sanierung, den Umbau, die Erweiterung und den Ersatzbau von Schulgebäuden. Für Bildungsdezernent Weiß ein richtungsweisendes Signal, er glaubt, „das auf Bundesebene zumindest verstanden wurde, dass die Kommunen das alleine nicht schaffen.“ Eben als finanzschwache Kommune Investitionen in die Schulinfrastruktur aus eigenen Kräften stemmen zu können. Perspektivisch fehlen zwei Grundschulen und ein Gymnasium in der Stadt, aktuell sorgen die jetzt in Aussicht gestellten Mittel zumindest teilweise für eine Entlastung.

So kann damit die umfassende Sanierung der Edith-Stein-Schule angegangen werden, voraussichtlich rund Zweidrittel der Mittel werden in das Hauptgebäude und in die Interimslösung investiert werden können. Außerdem ermöglicht das KIP II-Programm den dringend notwendigen Bau einer Cafeteria an der Humboldtschule, sowie die Energetische Teilsanierung der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule sowie des Theresien Kinder- und Jugendhilfezentrums. Rund 270.000 Euro sind für die Erneuerung von Fassade, Dach und Beleuchtung vorgesehen. Weitere 540.000 Euro sollen der Marienschule der Ursulinen zu Gute kommen, hier können die Fenster saniert werden und ein neuer Multifunktionsraum entstehen. Von KIP I in KIP II verschoben wird die Sanierung der Mathildenschule, rund 3,6 Mio. Euro sind für dort für die Fassade und das Dach veranschlagt.