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Offenbach ist ein attraktiver Standort zum Wohnen, Leben und Arbeiten – die Immobilienpreise steigen, es wird investiert und neuer Wohnraum wird gebaut. Auch auf dem ehemaligen Post-Gelände zwischen Marienstraße, Hohe Straße, Liebigstraße und Darmstädter Straße sollen neue Wohngebäude und Gewerbeflächen entstehen.

Die Stadtverordneten hatten im November 2018 die Aufstellung des Bebauungsplans Nummer 503B beschlossen. Da das Grundstück aber im Frühjahr 2019 an die Nassauische Heimstätte verkauft wurde, ändert sich auch das Bebauungskonzept. Die geplante Nutzung für Wohnungen und Gewerbe wird aber beibehalten. Die Stadt Offenbach muss jetzt den bisherigen Aufstellungsbeschluss vom 29. November 2018 für den Bebauungsplan 503B aufheben und einen neuen für den Bebauungsplan Nummer 503C fassen. Dem neuen Bebauungsplan müssen die Stadtverordneten noch zustimmen. Erst dann kann der Neubau für das gemischt genutzte Quartier umgesetzt werden.

Auf den ehemaligen Post-Flächen sollen neben mehrgeschossigen Wohngebäuden mit insgesamt etwa 300 Wohnungen eine Kindertagesstätte, kleinere Gewerbeeinheiten und ein Einzelhandelsgeschäft entstehen. Die Nassauische Heimstätte wird einige der Neubauwohnungen als öffentlich geförderte Mietwohnungen realisieren. Der Blockrand soll soweit wie möglich gefasst und zu den Straßen hin als geschlossene Blockrandbebauung auch dem Lärmschutz dienen. Die Gebäudehöhen werden an die angrenzenden Häuser angepasst. Der Blockinnenbereich soll mit zwei Punkthäusern bebaut werden. Um das Quartier gerade für Familien attraktiv zu gestalten, sind eine hochwertige Freifläche wie ein Quartiersplatz an der Darmstädter Straße und Grünflächen im Blockinnenbereich geplant. „Wir wollen eine klimawirksame Begrünung für das Vorhaben und für dessen Umfeld festsetzen“, betont Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Zudem liegt das zu bebauende Gelände im Programmgebiet des Stadtentwicklungsprogramms „Hegiss II“, das als ein Ziel den Ausbau von Grün- und Erholungsflächen vorsieht.

Die zur Straße ausgerichteten Erdgeschosszonen stehen dem Einzelhandel und der Kindertagesstätte zur Verfügung. „Die Kita wird nicht nur wegen der Neubauten, sondern auch wegen des insgesamt stärkeren Zuzugs von Familien nach Offenbach dringend benötigt“, sagt Weiß.

30. Oktober 2020