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Offenbach hat viele Veränderungen erlebt, sichtbar noch immer in zahlreichen architektonischen Brüchen vor allem im innerstädtischen Bereich. Im Rahmen des 2010 beschlossenen Handlungskonzeptes „Aktive Innenstadt Offenbach“ wurden nicht nur der Wilhelmsplatz saniert und die Umgestaltung des Marktplatzes beschlossen. 2014 wurde auch die Neugestaltung des Stadthofes abgeschlossen. Doch die städtebaulichen Visionen reichen noch weiter.

Gemeinsam mit dem Vermessungsamt vom Frankfurter Planungsbüro bb22 und mainfeld ffm hat das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement der Stadt Offenbach eine städtebauliche Vision für den Bereich zwischen Herrnstraße und Frankfurter Straße entwickelt. Neben neuen architektonischen Akzenten und dem „Glätten“ der bestehenden Brüche war ein weiteres Ziel, die Innenstadt in ihrer Funktion als Wohnquartier aufzuwerten und mehr Angebote zu schaffen.

Dabei kamen insgesamt drei Bereiche auf den Prüfstand, auf deren Grundlage drei Bebauungspläne entstehen könnten. „Auch wenn dieses städtebauliche Konzept noch keine baurechtliche Verbindlichkeit besitzt“, so Markus Eichberger vom Amt für Stadtplanung, „beweist es doch den planerischen Willen der Stadt.“

So könnte im ersten Abschnitt, entlang der Frankfurter Straße, anstelle der City-Passage ein insgesamt fünfgeschossiges Wohngebäude stehen. „In diesem Bereich gibt es viele Leerstände und keine weitere Nutzungsoptionen“, erläutert seine Kollegin Stefanie Günter: „In einem Neubau wäre an dieser Stelle Platz für Handel, Dienstleistungen und Wohnungen“.

Ähnlich auch die Situation unmittelbar am Rand des Stadthofes: dort befindet sich derzeit ein nur einstöckiges Ensemble, das die Stadtplaner ebenfalls gerne höher-geschossig ersetzt sehen würden. „Zudem“, ergänzt Oberbürgermeister und Planungsdezernent Horst Schneider, „gibt es bereits Verhandlungen über Gastronomie und Wohnen auf dem sich anschließende Grundstück an der Ecke Herrnstraße.“ Wo derzeit noch Stahlstreben eine Brandwand stützen und die Schachspieler ihren Platz haben, soll dann ein Gebäude mit ähnlicher Kubatur entstehen.

Einen städtebauliche Neuordnung halten die Planer für den nördliche Zugang zur Innenstadt, den dritten Bereich des städtebaulichen Konzeptes, für denkbar: Dort könnte ein Wohnhochhaus mit Einzelhandelsflächen und gastronomischer Nutzung das Gebäude des Textilhauses C&A ersetzen und sich zwischen Rathaus, City Tower und Stadthaus gut einfügen.

„Mit dem städtebaulichen Konzept ist der grobe Rahmen gesteckt“, so Eichberger, „wenn die Stadtverordneten zustimmen, können Gespräche mit den Eigentümern und Investoren geführt werden.“