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Der Spatenstich zum Glasfaserausbau in Offenbach erfolgte Anfang November 2021. Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger sollen damit die Möglichkeiten eines schnellen Internets erhalten. Der Stadt Offenbach ist die Digitalisierung und der Breitbandausbau sehr wichtig, daher hat sie in einer Absichtserklärung die Unterstützung für den Ausbau zugesagt.

Auch wenn der Glasfaserausbau noch in 2021 startet, wird es einige Jahre dauern bis die Leitungen in der ganzen Stadt verlegt sind. Der Ausbau wird von spezialisierten Bautrupps vorgenommen, die begrenzte Kapazitäten haben. Deswegen ist es der Stadt Offenbach auch sehr wichtig, dass damit bereits 2021 gestartet wird.

Die Verlegung der Glasfaserrohre beginnt zunächst in den Wohngebieten der Innenstadt südlich der Bahnlinie, dazu gehören unter anderem Senefelder Quartier, Musikerviertel, Lauterborn, Buchrain, Buchhügel, Lindenfels sowie Teile von Tempelsee und dem Bieberer Berg. Der genannte Innenstadtbereich soll bis Ende 2022 erschlossen sein.

Die Gewerbegebiete können erst dann erschlossen werden, wenn eine bestimmte Quote an interessierten Unternehmen gefunden wird, die einen Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen eingehen, das die Rohre verlegt. Falls sich nicht genug Unternehmen finden, wird der Telekommunikationsanbieter nicht in Eigenleistung die Glasfaserkabel verlegen. In diesem Fall wird die Stadt versuchen, die Lücken mit Bundes- und Landesförderungen zu schließen.  

Die Verlegung der Glasfaser im Stadtgebiet kostet die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich nichts. Wer jedoch ein schnelles Internet haben möchte und nicht die geeignete Infrastruktur bei sich zuhause hat, muss diese entsprechend ausbauen lassen. Diese Kosten und den gewünschten Internettarif tragen die Brügerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende selbst. 

Fragen und Antworten

Die Stadt soll flächendeckend erschlossen werden. Mein Wohngebiet aber nicht. Warum?

Der Ausbau erfolgt schrittweise. Bestimmte Bereiche werden in Polygone eingeteilt und nach und nach angeschlossen. Die aktuelle Planung umfasst noch nicht alle Flächen im Stadtgebiet im Detail; in einigen Gebieten ist es auch unsicher, ob der Ausbau für Telekommunikationsunternehmen rentabel ist. Es ist aber erklärtes Ziel der Stadt, die ganze Stadt zu erschließen. Zu diesem Zweck bewirbt sich die Stadt Offenbach aktuell um eine Förderung zur Netzplanung, mit der sie im Anschluss einen Antrag auf Breitbandförderung durch Land und Bund stellen kann. Der gesamte Ausbau wird damit einige Jahre dauern. Die Stadt wird jeweils aktuell über die nächsten Ausbauschritte informieren, und insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gebäudebesitzerinnen und -besitzer in den entsprechenden Gebieten einbinden.

In meiner Straße liegt bereits Glasfaser, aber die Kapazität reicht angeblich nicht aus, um mein Gebäude anzuschließen. Wurde hier falsch geplant?

Einige Glasfaserleitungen auf dem Offenbacher Stadtgebiet wurden bereits in den 80er oder 90er Jahren gelegt – nicht, um Gebäude anzuschließen, sondern um für die jeweiligen Versorgungsunternehmen Steuerungseinheiten zu erschließen. Sofern hier Kapazitäten „frei“ waren, haben die Telekommunikationsunternehmen in den letzten Jahren auch Gebäude angeschlossen. Allerdings war die Planung lange vor dem Boom des Internets, daher sind leider nicht ausreichend Kapazitäten vorhanden, um alle anzuschließen.

Warum sollen Gewerbetreibende jetzt schon für Glasfaser zahlen, wenn sie diese Bandbreite vorerst nicht brauchen?

Wenn die Stadt erst in zwei Jahren mit dem Ausbau beginnt, ist es nach aktuellem Stand wahrscheinlich, dass die Stadt dann noch einmal drei Jahre warten muss bis zum Spatenstich, weil die dafür benötigten Bautrupps für andere Städte geblockt sind. 

Damit Sie als Gewerbetreibende jedoch nicht von Anfang an für 10000-Mbit-Übertragungsraten bezahlen müssen, ohne sie zu nutzen, haben einige Anbieter die Pakete so geschnürt, dass sie neben einem Glasfaser-Grundtarif mit 24 Monaten Laufzeit alle höheren (teureren) Übertragungsraten als Zusatzoptionen buchen können – und diese sind wöchentlich kündbar. So sollen sie auf geänderte Anforderungen schnell reagieren können. Wichtig ist, dass jetzt ein Glasfaseranschluss erfolgt und der entsprechende Grundtarif eingerichtet wird. Nach den 24 Monaten Laufzeit mit dem Anbieter, der den Anschluss legt, können Sie selbstverständlich auch zu anderen Anbietern wechseln.

Wieviel kostet mich der Anschluss und muss ich bei einem bestimmten Anbieter einen Vertrag schließen?

Der Glasfaseranschluss selbst kostet Privatpersonen nichts. Als Privathaushalt müssen Sie nicht einen Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen schließen, das den Ausbau vornimmt. Sie können einen anderen Betreiber wählen, der Ihnen einen Glasfaser-Vertrag anbietet (Open Access).

Für Gewerbetreibende ist der Anschluss ebenfalls kostenfrei. Aufgrund der geringeren Dichte an Nutzern in einem Gewerbegebiet verlegen die Telekommunikationsanbieter aber nur dann Glasfaser, wenn genügend Gewerbetreibende einen Glasfasertarif bei ihnen buchen. Daher wirbt die Stadt dafür, dass sich interessierte Gewerbetreibende in den entsprechenden Gewerbegebieten bei den Nachfrageerhebungen für einen Glasfaseranschluss melden. Die entsprechenden Kosten für den Grundtarif sowie die Zusatzoptionen können Interessierte den Seiten des Anbieters entnehmen.

Glasfaser bis zum Haus heißt noch nicht, dass ich die maximale Internetgeschwindigkeit habe. Was muss ich dafür tun?

Ob die maximale Übertragungsrate mit Glasfaser bei Ihnen ankommt, hängt auch von der Infrastruktur in Ihrem Haus ab, insbesondere welche Kabel verlegt sind. Bei neueren oder sanierten Häusern gibt es manchmal Leerrohre, die genutzt werden können, um die Glasfaserleitungen bis in die Wohnung zu ziehen. Die meisten Anbieter übernehmen hierfür mit dem Neuanschluss 10 bis 30 Meter Glasfaserverlegung (allerdings nur das reine Kabelverlegen, nicht die vielleicht notwendigen Bohrungen / Leerrohrverlegungen). Aber auch mit Kupferleitungen kann unter Verwendung von bestimmten Technologien vorerst eine höhere Übertragungsrate mit an die 1000 MBit im Download erreicht werden.

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