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© Hahn Hertling von Hantelmann
Als wichtige Maßnahme zur Aufwertung der Offenbacher Innenstadt beginnt im nächsten Jahr der Umbau des Marktplatzes und der Bieberer Straße. Durch die Neugestaltung sollen die Bürgerinnen und Bürger zum Flanieren eingeladen und die Anbindung des Wilhelmsplatzes an die Einkaufszone verbessert werden.

Durch die Neugestaltung sollen die Bürgerinnen und Bürger zum Flanieren eingeladen und die Anbindung des Wilhelmsplatzes an die Einkaufszone verbessert werden. Dafür werden unter anderem die Gehwege verbreitert, mit einem einheitlichen Pflaster versehen und die Bordkanten abgesenkt. Geplant ist aber auch eine andere Fahrbahnführung. Derzeit laufen die vorbereitenden Planungen für den Umbau sowie das Baustellenmarketing.

Aufgrund der vorgesehenen Baumaßnahmen müssen fünf Bäume, darunter eine Ulme an der Bushaltestelle Marktplatz gegenüber der S-Bahn-Station, drei Platanen an der Ostseite des Platzes zwischen Kleiner Biergrund und Bieberer Straße sowie ein Gingko an der Westseite des Marktplatzes kurz vor der Einmündung zur Geleitsstraße gefällt werden. Das Umweltamt der Stadt Offenbach hat die Fällungen genehmigt, sie müssen vor dem 15. März 2018 (Beginn der Vogelbrutzeit) erfolgen. Die Bäume werden voraussichtlich im Februar 2018 entfernt, aktuell werden noch Angebote für die Umsetzung der Arbeiten eingeholt.

Sieben stadtklimaverträgliche Bäume werden neu gepflanzt

Als Ersatz für die gefällten Bäume werden sieben Ulmen neu gepflanzt. Es handelt sich dabei um stadtklimaverträgliche Sorten:

„Es sind sogenannte ‚Zukunftsbäume‘. Die Baumarten reagieren gut auf das sich wandelnde Stadtklima“, erläutert der Fachreferent für Stadtgestaltung Marcus Hüls. „Bei der Auswahl der Bäume werden besondere Bedingungen als Auswahlkriterium definiert. Hierzu zählen beispielweise Faktoren wie Trockenstresstoleranz, Winterhärte, Salztoleranz, Toleranz gegen Strahlung und Hitze. Die Baumarten berücksichtigen den Klimawandel, da dieser gerade in den innerstädtischen Gebieten spürbar zunimmt.“

Bei dem Gingko-Baum handelt es sich um eine Schenkung der ehemaligen „Gondrom Buchhandlung“. Die „Nachfolger“-Buchhandlung Thalia wurde bereits Anfang November mit einem Schreiben über die geplante Fällung informiert. Der Baum kann leider nicht erhalten oder umgesetzt werden, so heißt es in dem Brief, da es sich um einen weiblichen Baum handelt, dessen Früchte in der Reife einen unangenehmen Geruch von Buttersäure entwickeln. Bedingt durch den Geruch und den Fruchtfall eignet sich der Baum nicht für die Innenstadt. Die Platanen müssen der aus dem Wettbewerb resultierenden neuen Straßenführung weichen. Die Ulme wird aufgrund einer Fahrbahnerweiterung entfernt, bei der die westliche Straßenseite um etwa 1,50 Meter in Richtung Westen verschoben wird.

27. Dezember 2017