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Die Karte zeigt die geplante Freiraumentwicklung
Die Maßnahmenkarte gibt einen Überblick über viele Einzelmaßnahmen, soweit sie räumlich konkret zuzuordnen sind. Die Auflistung der Einzelmaßnahmen ist nicht als abschließend zu verstehen. Sie kann zur Umsetzung der jeweiligen Zielsetzungen in Zukunft weiter ergänzt werden. © Stadt Offenbach

Die Stadt Offenbach wächst. Immer mehr Menschen entdecken die kleine Metropole am Main für sich, sie schätzen die kurzen Wege, das breite Angebot und die Nähe zur Natur. Ohne großen Aufwand und längere Anreise sind Parks, Wald und das Mainufer mit seinen Wiesen und Auen erreichbar. Damit das nicht nur so bleibt, sondern weitere attraktive Grün- und Freiflächen für Sport, Bewegung und Naturerlebnis entstehen können, soll das Freiraumentwicklungsprogramm mit seinen Zielen und Maßnahmen fester Bestandteil der Stadtentwicklungs- und Stadtplanungsstrategie werden. „Schließlich“, erklärt Landschaftsarchitektin Sigrid Pietzsch vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement „kommt der Sicherung, Qualifizierung und Weiterentwicklung der Freiräume eine besondere Bedeutung zu, denn diese bestimmen die Attraktivität der Stadt als Wohn- und Arbeitsort mit und tragen entscheidend zu Lebensqualität und Gesundheit bei.“ Inhaltlich gliedert sich das Freiraumentwicklungsprogramm (FEP) in vier Abschnitte: Aufbauend auf der Bestandsaufnahme wurden die vorhandenen Offenbacher Freiraumgebiete und –typen bewertet, im nächsten Schritt die aktuellen Herausforderungen identifiziert und daraus abgeleitete Leitziele und Handlungsfelder festgelegt. Das FEP versteht sich dabei als Ergänzung zum Masterplan 2030 der Stadt Offenbach, dessen Schwerpunkte bei den Themen Wohnen und Wirtschaft liegen. Die im FEP definierten Maßnahmen sind zum Teil bereits Gegenstand laufender Planungsvorgänge, teilweise kurzfristig umsetzbar oder als langfristig wünschenswerte, zukunftsweisende Projektideen zu verstehen.

Bereits 2015 wurden bei einer Freiraumsafari in Form von geführten Spaziergängen durch die Stadt die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger abgefragt. Dabei ging es ganz konkret um „Draußen-Räume“, um Wald, Wiese, Natur, aber auch Spielplätze, Parks, grüne Plätze. Wo finden Menschen Entspannung und Muse, Platz für Sport und Spiel? Und wie müssen Freiräume ausgestaltet sein, um den Herausforderungen des Klimawandels standzuhalten und das Stadtklima positiv zu beeinflussen? Was können sie beitragen, um die Artenvielfalt zu erhalten?

Einige Antworten sind inzwischen gefunden. Unter anderem ist die Ausgleichsmaßnahme „Weidenplacken“ im Mainbogen bereits umgesetzt, die Sanierung der Parkanlage Friedrichsweiher ist in Planung, der Lückenschluss des Grünzugs Isenburgring am Klinikum ist in Vorbereitung. Mittel- bis langfristig wird zum Beispiel die stärkere Begrünung von Waldstraße und Mühlheimer Straße angestrebt.

Das Freiraumentwicklungsprogramm bündelt Akteure und Förderprogramme und erlaubt eine langfristig sinnvolle strategische Planung, um Offenbach auch in Zukunft zu einer lebenswerten Stadt zu machen.

17. Dezember 2020