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Der Grünring vom Main zum Main umschließt im Westen, Süden und Osten den engeren, dichtbebauten Bereich der Offenbacher Kernstadt. Er ist als ein großzügiges durchgehendes Landschaftsband zu verstehen, das die in Richtung Main verlaufenden Talräume und wichtige stadtnahe Parkanlagen und Freiräume miteinander verknüpft.
Jogger am Mainufer
© Stadt Offenbach
Dieses landschaftliche Verbindungselement ist von großen Teilen der Stadt aus direkt erreichbar und bietet zahlreiche Flächen für die Freizeit- und Erholungsaktivitäten der Offenbacherinnen und Offenbacher. Die lückenlose Fuß- und Radwegerschließung bietet eine attraktive Wander-, Lauf- und Radfahrstrecke, die zudem in das Routennetz des Regionalparks RheinMain integriert ist und damit auch reizvolle Verbindungen in die umgebende Landschaft herstellt.
Im Jahr 1987 wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass die Trasse der ehemals geplanten Südumgehung zwischen Bieberer Straße und Sprendlinger Landstraße sukzessive als Grünring mit Rad- und Fußwegen ausgestaltet werden soll. Nachdem es über Jahre gelungen war, diese Trasse für die Freiflächennutzung zu sichern, wird seit 1998 an der Umsetzung und Festigung des Offenbacher Grünrings gearbeitet. Seither entwickelte die Stadt den Grünring in Abschnitten weiter. Sie wird dabei finanziell unterstützt vom Land Hessen und der Dachgesellschaft Regionalpark RheinMain GmbH, die auf regionaler Ebene die gleichen Ziele verfolgt wie die Stadt Offenbach am Main mit dem Grünring vom Main zum Main, nämlich die Vernetzung von Grünflächen.
Main - Blick auf die Innenstadt
© Stadt Offenbach

Die 1. Realisierungsstufe bis 1999

1999 wurde in einem ersten Teilabschnitt ein neuer Weg von 3 m Breite gebaut. Zur Verbesserung des Erscheinungsbildes wurden an mehreren Standorten landschaftspflegerische Maßnahmen, wie Baumpflanzungen, Mauerbegrünungen etc. vorgenommen.
Kultur & Tourismus

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Anschluss des Grünrings an den Regionalpark

Der Regionalpark RheinMain verknüpft die Freiflächen der Region miteinander zu einem Netz aus Wegeverbindungen und erlebnisreichen Landschaftsräumen. Da dieses langfristige Großprojekt auf der regionalen Ebene die gleiche Zielrichtung verfolgt wie der Grünring für das Offenbacher Stadtgebiet, hat es sich als sinnvoll erwiesen, den Grünring in den Regionalpark einzubinden und beide Konzepte gemeinsam umzusetzen. Im Jahr 2000 wurde daher eine Vereinbarung zwischen der Stadt Offenbach am Main und dem damaligen Umlandverband Frankfurt getroffen: der Grünring vom Main zum Main wurde offizieller Bestandteil des Regionalparks, und Maßnahmen im Grünring konnten seitdem großenteils mit Hilfe des Umlandverbands finanziert werden.

Im gültigen Landschaftsplan des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main (PVFRM) sind der Regionalpark und der Grünring zusammen als kommunales Leitbild und Freiraumentwicklungskonzeption aufgenommen und sind damit für öffentliche Planungen verbindlich. Dieser Landschaftsplan hat einen Planungshorizont bis 2010.

Blick auf den Buchhügel
© Stadt Offenbach

Die 2. Realisierungsstufe bis 2004: Talweg Buchhügel

Die Stadtverordnetenversammlung hat im Jahr 2001 die Vorlage zum Ausbau des Talwegs Buchhügel beschlossen. Danach wurde ein insgesamt 810 m langer und 3 m breiter Rad- und Gehweg am Talgrund des Buchhügels in Ost-West-Richtung gebaut und somit eine durchgängige Verbindung zwischen Rheinstraße und Amerikawald geschaffen. In Zukunft bindet die neue Regionalparkroute im Westen in der Nähe der Senefelderstraße und im Osten in der Nähe des Hainbachs in den Talweg Buchhügel ein, der 2004 fertig gestellt worden ist.

Beschilderung von Regionalpark und Grünring

Um den Regionalpark im gesamten Rhein-Main-Gebiet als durchgängig wiedererkennbare Landschaft darzustellen, wurden ein einheitliches Orientierungssystem und ein typisches Logo erarbeitet, die auch den Grünring einbeziehen. Die Beschilderung besonderer Sehenswürdigkeiten im Grünring erfolgt im Wesentlichen durch Info-Stelen. Jede Stele enthält einen Plan, auf dem die Strecke des Grünrings vereinfacht abgebildet ist. Darüber hinaus werden im Text nähere Informationen zum jeweiligen Standort gegeben. Sieben dieser Stelen wurden vom Planungsverband für den Offenbacher Grünring reserviert und finanziert. An wichtigen Kreuzungspunkten werden die regionalparküblichen Wegweiser neu errichtet, bzw. vorhandene Wegweiser um die Logos von Grünring und Regionalpark erweitert. Bei Bedarf werden darüber hinaus weitere Richtungsschilder eingesetzt.

Die 3. Realisierungsstufe bis 2008: Lückenschluss Waldstraße

Im Verlauf des Grünrings klaffte noch eine letzte große Lücke im Bereich Senefelderstraße – Waldstraße - Hainbach (Projekttitel: Lückenschluss Waldstraße). Hier verlief die Grünring-Route bisher provisorisch auf dem nahe gelegenen Industriebahnweg. Seit Herbst 2008 verläuft nun zwischen Senefelder Straße und Hainbachtal eine eigene Fuß- und Radwege-verbindung. Da das Umfeld durch höhere Wohngebäude und gewerbliche Nutzungen gekennzeichnet ist, wurde der Bereich in erheblichem Umfang entsiegelt und begrünt. Das Projekt umfasst ca. 9.000 qm neu angelegte Grünflächen mit ca. 50 neu gepflanzten Bäumen und die Entsiegelung von 1.750 qm Asphaltflächen. Um zu signalisieren, dass der Grünring die vom Verkehr geprägte Waldstraße quert, wurde durch Baumpflanzungen und eine platzartige Aufweitung ein starkes Grünvolumen entwickelt. Die neuen Grünflächen wurden durch einen ca. 700 m langen neuen Weg erschlossen.