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© dream global
Die Umstrukturierung der Stadt schreitet voran, Offenbach häutet sich. Brachen verschwinden, es wird investiert und nachverdichtet. Längst ist die Stadt auf dem Immobilienmarkt der Region angekommen und hat sich als attraktiver Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten positioniert. Und längst hat auch die Stadt reagiert, wie Stadtplanungsdezernent Paul-Gerhard Weiß betont: „Wir unterstützen mit beschleunigten Prozessen, um Baurecht zu schaffen.“ Um die 3.000 Wohnungen sind aktuell in der Planung oder werden zeitnah umgesetzt. Etwa 300 Wohnungen sollen auf dem ehemaligen Post-Gelände zwischen Marienstraße und Liebigstraße entstehen, nachdem der Standort zwischendurch auch als Grundschulstandort geprüft wurde. „Es gab viele interessante Ideen, aber letztlich wäre es dort doch zu eng geworden.“

Weil zum Wohnen, insbesondere für Familien, neben einer Grundversorgung auch Bildung und Betreuung elementar sind, haben die Stadtplaner dem Vorhabenträger Grün- und Freiflächen, einen 30-Prozentigen Anteil geförderter Wohnungen und Platz für eine fünfzügige Kindertagesstätte mit ins Pflichtenheft geschrieben. Derzeit gehört das Gelände  der in Luxemburg ansässigen Lorac Investment Management S.a.r.l., die, vermutet Juliane Frieling vom Stadtplanungsamt, „voraussichtlich nicht selbst dort bauen wird, aber bereits ein Architekturbüro mit Vorplanungen beauftragt hat.“ Sofern die Stadtverordneten der Festsetzung eines neuen Bebauungsplans für das Grundstück zustimmen, könnte in einem guten Jahr der Spatenstich stattfinden. Denn noch sieht der geltende Bebauungsplan 503A eine gewerbliche Nutzung vor, für die geplante siebengeschossige Blockrandbebauung mit Wohnungen ist ein neuer B-Plan nötig. Darin wird zudem festgelegt, in welcher Form und Größe dort auch Einzelhandel stattfinden kann. „Wir brauchen sicher keinen weiteren Vollversorger an dieser Stelle“, meint Frieling mit Blick auf den Nahversorger in der fußläufig erreichbaren Senefelder Straße. Aber sie weiß vom Wunsch des Vorhabenträgers, vier bis fünf sogenannte Nutzungseinheiten im Erdgeschoss unterzubringen. „Letztlich“, so die Stadtplanerin weiter, „wird das Einzelhandelskonzept dort Klarheit schaffen.“ Denn noch ist das Projekt über eine grobe Skizze nicht hinaus, zu verhandeln sein wird auch noch die endgültige Größe der Tiefgarage, die, wenn es nach dem Willen des Investors geht, beinahe komplett unter dem insgesamt 11.908 Quadratmeter großen Grundstück liegen soll. Frieling geht schon jetzt von einer kleineren Unterbauung als die gewünschten 10.700 Quadratmeter aus, denn damit würden unterirdisch verlaufende Wasseradern in Richtung Main gestört. „Aber eine Zuwegung von allen Seiten wird es natürlich geben.“

Bildinformation:

Visualisierung Liebigquartier, Bild: dream global 
  

 

Offenbach am Main, 20. November 2018