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Wohnen im Schloss
Man muss nicht gleich im Schloss wohnen, um eine hohe Miete zu zahlen. © photocase.de
Das Wohnungsamt bietet Beratung zur Mietpreisbremse an. Ratsuchende erhalten hier zu den regulären Öffnungszeiten Dienstag und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr (oder nach Vereinbarung) Informationen über ihre Rechte und den Gang des Verfahrens, wenn ihnen die Miete bei einem Neumietvertrag zu hoch erscheint. Hilfe kann häufig ein Blick in den Mietspiegel bieten, der Aufschluss über die ortsübliche Vergleichsmiete gibt. „Damit reagiert das Amt auf die Verlängerung der Mietpreisbremse in Offenbach über den 30.06.2019 hinaus.“ so die Stadträtin für Wohnen, Sabine Groß. Die entsprechende Verordnung tritt spätestens zum 1. Juli in Kraft. Offenbach ist unverändert mit dem gesamten Stadtgebiet in der Verordnung.

Die Mietpreisbremse schützt vor überteuerten Mieten bei Neuverträgen. Sie sieht vor, dass die Miete bei der Wiedervermietung einer Wohnung nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf – es sei denn, die vorherige Miete war bereits höher. Ausgenommen von der sogenannten Mietpreisbremse sind Erstvermietungen bei Neubau oder nach umfassender Modernisierung oder Sanierung. Die Hessische Landesregierung hatte das Instrument 2015 erstmals eingeführt. „Wohnen soll für junge Familien und Normalverdiener in unserer Stadt bezahlbar bleiben. Die Beratung im Wohnungsamt und unser Mietspiegelrechner online leisten dazu einen Beitrag“, erläutert Groß.

Die Beratungen finden im Wohnungsamt im 10. Obergeschoss des Rathauses statt. Der Mietspiegel ist online abrufbar unter www.offenbach.de/mietspiegel. Mit dem Mietspiegelrechner können Interessierte auch für die eigene Wohnung die ortsübliche Vergleichsmiete errechnen. In Papierform ist der Mietspiegel erhältlich im Rathaus, Berliner Str. 100, beim Pförtner oder beim Wohnungsamt.

„Mir ist es ein wichtiges Anliegen, das Mieterinnen und Mieter bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche Unterstützung erhalten. Deshalb wird das Wohnungsamt, das zu meinem Dezernat gehört, bei Fragen zur Auslegung des Mietspiegels helfen und weitere Informationen über das Verfahren der Mietpreisbremse geben“, so Groß.

Offenbach am Main, 12. Juni 2019