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Plan
© Wellnitz-Architekten
Mehr Platz für Fahrzeuge, Sanitär- und Ruheräume sowie Büros: Mit dem jetzt beschlossenen Erweiterungsbau auf dem Grundstück der Feuerwehr an der Grenzstraße setzt die Stadt Offenbach die notwenigen baulichen Veränderungen des 2011 verabschiedeten Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplans (B&E-Plan) um. Seinerzeit wurde sowohl die Erhöhung der Personalstärke um 14 Planstellen für Beamte im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst und um 18 Ausbildungsplanstellen beschlossen.
Für den zusätzlichen Raumbedarf sollte ursprünglich der Werksstatttrakt der Feuer- und Rettungswache aufgestockt werden, hierfür waren 2015 bereits 550.000 Euro im Finanzhaushalt bereitgestellt. Allerdings hielt diese Variante einer Machbarkeitsstudie nicht stand, so dass erneut Gebäudebestand und Gelände auf ihre Erweiterungsmöglichkeiten hin untersucht wurden.

Als wirtschaftlichste Lösung zeichnete sich die rund 390 Quadratmeter große Fläche des Kleinspielfeldes an der östlichen Grundstücksgrenze in Richtung Obere Grenzstraße, für die mit allen beteiligten Ämtern und Institutionen eine einvernehmliche Planungsgrundlage entwickelt wurde. Diese sieht die Errichtung eines zweistöckigen Gebäudes in Mischbauart vor, in dessen Erdgeschoss Platz für zwei Großfahrzeuge mit einer erforderlichen Durchfahrtshöhe von 4,00 m sowie die derzeit im Kellergeschoss der Feuerwache untergebrachte Schlauchwerkstatt ist. Die vorhandene Schlauchanlage ist mittlerweile 15 Jahre alt und soll im Rahmen des Erweiterungsbaus erneuert werden. Auch die Kleiderkammer soll im neuen Gebäude Platz finden. Im Obergeschoss sind zusätzliche Büro- und Besprechungsräume geplant. Im Bestandsgebäude sind weitere Ruhe- und Spindräume für das Einsatzpersonal geplant.

Jetzt gab die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht für den geplanten Erweiterungsbau, Feuerwehrdezernent Dr. Felix Schwenke begrüßt die Entscheidung: „Die Feuer- und Rettungswache wurde Anfang der 1960er Jahre für rund 60 Dienstbeamte gebaut. Inzwischen arbeiten 150 Menschen in dem Gebäude. Der Erweiterungsbau trägt zu einer enormen Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Frauen und Männer der Berufsfeuerwehr bei.“

Uwe Sauer, Leiter der Berufsfeuerwehr Offenbach, freut sich ebenfalls über den Beschluss und weist auf das veränderte Aufgabenspektrum der Feuerwehr hin: „Während die Feuerwehr noch bis in die siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts nur für Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung zuständig war, übernehmen wir heute zusätzlich wichtige Aufgaben im Rettungsdienst, im Katastrophenschutz sowie der Führung von kommunalen Schadensereignissen großer bis katastrophaler Ausmaße. Dafür müssen die personellen, organisatorischen, technischen und baulichen Voraussetzungen stimmen und ich freue mich, dass diese mit dem Erweiterungsbau weiter verbessert werden.“

Im Rahmen des Projektes ist zudem eine Neuordnung der gesamten Liegenschaft geplant, so sollen Parkplätze neu strukturiert und Zufahrtswege uns Grünflächen neu geordnet werden. So soll die Zu- und Abfahrtfahrt zum beziehungsweise vom Gelände anwohnerfreundlich auch weiterhin nur über die Rhönstraße erfolgen. Als Ersatz für das vorhandene Kleinspielfeld soll ein neues auf einer Freifläche hinter dem Erweiterungsbau entstehen. Der dadurch entfallende Grünanteil wird übrigens unter anderem mit extensiver Dachbegrünung auf dem asymmetrischen Satteldach des Neubaus kompensiert.

Grafik: Stadt Offenbach

Offenbach am Main, 08.02.2017