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Die Blüten in den großen Pflanzkübeln und auf dem Hochbeet sind nach der Hitzeperiode jetzt im sonnigen Herbst noch mal besonders schön, die letzten Tomaten sind gereift, die Sojabohnen sind geerntet, Feigen wachsen heran und Weihrauch und Oleander wuchern: Gegen Saisonende zieht Sabine Süßmann, Leiterin von „Besser leben in Offenbach“ (BliO), das gemeinsame Projekt der Stadt Offenbach und der Stadtwerke Unternehmensgruppe, eine positive Bilanz:
Peter Ziegler und Sabine Süßmann beim Gießen im Rolandgarten.
Peter Ziegler und Sabine Süßmann beim Gießen im Rolandgarten. © SOH

„Dank des großen Engagements vieler Ehrenamtlicher und der Schüler der Goetheschule sind unsere Gartenprojekte sehr erfolgreich gelaufen. Trotz der Hitze haben die meisten Pflanzen nicht nur überlebt, sondern sind hervorragend gut gediehen. Wir haben eine gute Ernte gehabt und werden noch einige Zeit Blumen mit vielen Blüten pflegen.“

Auf dem Goetheplatz wurde das bundesweit aufgestellte Sojabohnenprojekt in Kooperation zwischen der Ganztagsklasse 2b der Goetheschule und BliO abgeschlossen. In dem dortigen Hochbeet wurden unter anderem Blumen, Früchte, Kartoffeln gepflanzt, aber auch ein sechs Quadratmeter großes Beet für Sojabohnen legten die Kinder an. Hier wurden nach den Richtlinien des bundesweit laufenden Projektes „Soja Experiment. 1000 Gärten. 2.0“ der Taifun-Tofu GmbH und der Unviversität Hohenheim, zwölf verschiedene Soja-Kreuzungen angelegt.

Kaum Vandalismus und Diebstähle

Mit dem Projekt soll herausgefunden werden, welche Sojapflanzen für den regionalen Anbau und die Verarbeitung zu Tofu geeignet wären. Die Kinder haben schon regelmäßig ihre Ernteerfolge eingetütet und an das Projekt geschickt, die Auswertung steht aber noch aus. Deutschlandweit haben sich 1200 weitere Gärten daran beteiligt. „Wenn ich unsere Erfahrungen mit den Garten-Blogs auf facebook vergleiche, haben wir Stadtgärtner die wenigsten Probleme mit Krankheiten und Schädlingen“, sagt Sabine Süßmann. Auch habe es kaum Vandalismus, Diebstahl oder Verschmutzung mit Hundekot gegeben.

Das gilt auch für die 18 Pflanzkästen, die im Rolandgarten im neuen Senefelder-Quartier aufgestellt wurden. Hier sind Peter Ziegler und andere Freiwillige mit der Pflege von Tagetes, Oleander, Lavendel, Hortensien, Tomaten, Kräutern und anderem beschäftigt. Die Tomaten seien ganz im Sinne der Gärtner sofort von Passanten geerntet worden, auch für den heimischen Kochtopf hätten sich die Anwohner an den Kräutern bedient. Viele der in diesem Frühjahr gesetzten Pflanzen seien winterhart, so dass im kommenden Jahr nur einige Pflanzen, vor allem lange blühende Blumen, ersetzt werden müssten, sagt Sabine Süßmann. Im Laufe des Oktobers soll es aber zunächst noch eine Herbstbepflanzung geben.

Im Stadtgebiet sind darüber hinaus rund 110 Grünflächenpaten damit beschäftigt, ehemals brachliegende und verwahrloste Pflanzscheiben und ehemals als Beete angelegte Flächen in ihrer Nachbarschaft wiederzubeleben. Schon seit einigen Jahren läuft dieses von BliO mit Pflanzen und Rat unterstützte freiwillige Engagement. Zahlreiche gepflegte Beete sind so auch in der Innenstadt entstanden und tragen zu mehr Lebensqualität bei. Erstmals in diesem ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer wurden die Bürger auch aufgerufen, sich um junge Bäume in ihrer Nachbarschaft zu kümmern und diese mit Wasser zu versorgen.

Grünflächenpaten sorgen für gepflegte Beete in der Stadt

Im Stadtgebiet sind darüber hinaus rund 110 Grünflächenpaten damit beschäftigt, ehemals brachliegende und verwahrloste Pflanzscheiben und ehemals als Beete angelegte Flächen in ihrer Nachbarschaft wiederzubeleben. Schon seit einigen Jahren läuft dieses von BliO mit Pflanzen und Rat unterstützte freiwillige Engagement. Zahlreiche gepflegte Beete sind so auch in der Innenstadt entstanden und tragen zu mehr Lebensqualität bei. Erstmals in diesem ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer wurden die Bürger auch aufgerufen, sich um junge Bäume in ihrer Nachbarschaft zu kümmern und diese mit Wasser zu versorgen.

„37 Parteien, das heißt Hausgemeinschaften oder Familien, aber auch einzelne Anwohner, haben sich gemeldet und eine ehrenamtliche Patenschaft für einen Baum übernommen. Auch im Neubaugebiet Hafen haben sich Familien gemeldet, die sich um die dort neu gepflanzten Bäume gekümmert haben.“ Auch hier zieht die Projektleiterin ein positives Fazit: „Die Patenbäume sehen immer noch alle gut aus.“ Sie bittet aber alle Paten, auch weiterhin zu gießen. Denn auch wenn es nicht mehr so heiß ist – die jungen Bäume reichen mit ihren Wurzeln noch nicht an den in diesem Jahr weit herabgesunkenen Grundwasserspiegel heran.

11.10.2018