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Kinder bepflanzen Beet
Die Grundschüler der Klasse 2b legen einen Garten auf dem Goetheplatz an. © privat
Essen machen ist richtig Arbeit – das ist das nahezu übereinstimmende Fazit der Ganztagsklasse 2 b der Goetheschule. Die während der Osterferien betreuten Zweitklässler haben aber nicht gekocht, sondern Basisarbeit geleistet: Auf dem Hochbeet des Goetheplatzes, das bisher als solches nicht wirklich wahrgenommen wurde, haben sie Kartoffeln, Radieschen, Brom-, Erd-, Him- und Johannisbeeren gepflanzt. Später sollen nach Sojabohnen folgen, mit dem sich die Klasse an einem bundesweiten Projekt beteiligt, das die Eignung von verschiedenen Sorten für das deutsche Klima untersucht.

Die meisten der Kinder haben bei dem Projekt „Nordendgarten“ zum ersten Mal in der Erde gegraben und Pflanzen eingesetzt. Dabei hatten sie auch erstaunliche Begegnungen mit der wilden Natur: „Auf einem Blatt waren ganz viele Ameisen“, berichtete einer der jungen Teilnehmer erstaunt. Andere beobachteten fasziniert, wie sich ein ausgebuddelter Regenwurm ganz offenbar ohne Interesse an weiterem Kontakt wieder ganz schnell in die aufgelockerte Erde verzog.

Die Initiative zu der Pflanzaktion ging von „Besser leben in Offenbach“ aus, einem gemeinsamen Projekt von Stadtverwaltung und Stadtwerke Offenbach.  In Kooperation mit der Schule soll aus der trostlosen eingefassten Fläche ein Hingucker für das an Grünflächen arme Nordend werden. Ein Gärtner leistete hier Vorarbeit, entfernte Wildwuchs und Unrat, schüttete Erde auf.

Kinder bepflanzen Beet
© privat

Anwohner gesucht, die Gießen übernehmen

Thomas Mix von „Besser leben in Offenbach“ plante dann mit den Kindern, was auf der Fläche wo genau gepflanzt werden soll. Zuerst wurden Steinplatten ausgelegt, auf denen sich die  jungen Hobbygärtner zwischen den Beeten bewegen können, ohne erstes Grün niederzutreten. Dann wurden als Farbtupfer einige Frühblüher gesetzt, „damit die Kinder schon etwas von ihrer Arbeit sehen“, erklärt Thomas Mix, während er mit Yasin, Baran und Osman Kartoffeln pflanzte. Die fanden die Arbeit zwar beschwerlich, ließen sich aber von der Aussicht, dass aus den neuen Knollen Pommes frites entstehen könnten, immer wieder motivieren.

Zwischen den Nutzpflanzen wurden als Dekoration Sonnenblumen, Rosen und gegen Blattläuse Lavendel gesetzt. Die 21 Kinder der Ganztagsklasse sind jetzt weiter mit der Beetpflege betraut, werden regelmäßig gießen und unerwünschten Wildwuchs entfernen. Andere Kinder der Goetheschule, die ebenfalls Interesse haben, dürfen ebenfalls mitmachen. An Hundehalter ergeht der Appell, ihre Tiere nicht auf die Fläche zu lassen, auf der die Kinder gärtnern. „Wir suchen jetzt noch Anwohner, die am Wochenende und an Feiertagen ein Auge auf das Beet haben und bei Bedarf für die Schulklasse das Gießen übernehmen“, sagt Sabine Süßmann, Projektleiterin von „Besser leben in Offenbach“. Das Interesse der Nachbarschaft war schon groß: „Wir wurden mehrfach angesprochen, wie gut das hier aussieht und wie schön es ist, dass hier endlich was passiert“, sagt Thomas Mix.

Anwohner, die am Wochenende und den Feiertagen bei Bedarf den Nordendgarten auf dem Goetheplatz gießen wollen, können sich an Sabine Süßmann unter Telefon 069-84 00 04-156 wenden.

13. April 2018

BLIO - Besser Leben in Offenbach

Im Projekt „Besser leben in Offenbach“ bündeln die Stadtverwaltung und die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe seit 2007 ihre Aktivitäten, um gemeinsam das Stadtgebiet aufzuwerten. An vielen Maßnahmen sind Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligt. Bisher hat sich das Projekt in fünf Stadtquartieren – der östlichen Innenstadt, der Innenstadt, den Stadtteilen Nordend und Lauterborn sowie dem Senefelder Quartier – nachhaltig für mehr Sauberkeit und Engagement eingesetzt. www.offenbach.de/besser-leben