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Insgesamt 106-mal kontrollierten Beamtinnen und Beamte der Stadtpolizei am Mittwoch, 8. Juli, Hundehalter in der Stadt Offenbach. Beim 17. Hundekontrolltag der Stadt überprüften sie zwischen 6.45 Uhr und 22 Uhr die Disziplin der Frauchen und Herrchen und achteten insbesondere darauf, ob die städtischen Regelungen eingehalten werden. In 86 Fällen und somit Dreiviertel aller Kontrollen gab es zur Freude aller Beteiligten keinen Grund zu Beanstandungen. Die Tierbesitzer führten vorbildlich Hundekottüten mit – seit Ende 2007 Pflicht in Offenbach –, hielten ihren vierbeinigen Freund an der Leine und hatten ihn ordnungsgemäß beim Kassen- und Steueramt angemeldet – sichtbar durch die Steuermarke am Hals.

Auf Post vom Ordnungsamt und vom Kassen- und Steueramt müssen sich dagegen 20 Halter einstellen, gegen die jeweils mindestens ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden musste. In 18 Fällen wurde gegen die Anleinpflicht verstoßen, sechsmal war der Vierbeiner nicht steuerlich angemeldet und viermal konnte keine Hundekottüte vorgezeigt werden. Die unterm Strich positiven Ergebnisse und Reaktionen der Kontrolltage aus den vergangenen Jahren bestätigten sich auch dieses Mal wieder und machen deutlich, dass die städtischen Regelungen über die Vierbeiner nicht nur bekannt sind, sondern von den meisten Offenbachern auch vorbildlich befolgt werden. Jene aber, die sich nicht daran halten, müssen jederzeit mit Bußgeld rechnen, denn punktuelle Kontrollen des Ordnungsamtes finden nicht nur an den Hundekontrolltagen statt.

Besonders hart durchgreifen mussten die Ordnungshüter, als am Nachmittag ein junger Mann mit einem American Staffordshire Terrier, einem sogenannten Listenhund, angetroffen wurde. Für diesen Listenhund gelten besondere Regelungen nach der Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden. Das Herrchen konnte weder eine Erlaubnis, noch den Sachkundenachweis vorzeigen, der zum Führen eines Listenhundes berechtigt. Auch führte er keine Steuermarke und keine Hundekottüte mit sich.

Während der gesamten Kontrolle verhielt sich der Mann äußerst uneinsichtig, aggressiv, verweigerte die Angaben seiner Personalien und hatte den Vierbeiner zu keiner Zeit unter Kontrolle. Dieser gehörte, wie sich herausstellte, nicht ihm selbst, sondern seiner Schwester. Zur Personalienfeststellung mussten die Beamten den Mann schließlich zum 1. Polizeirevier bringen. Dort wurde festgestellt, dass er erheblich unter dem Einfluss von THC stand. Der American Staffordshire Terrier wurde vorübergehend im Tierheim untergebracht und darf lediglich der Halterin persönlich wieder herausgegeben werden. Ihr Bruder muss nun damit rechnen, dass ihm die Erlaubnis zum Führen eines Listenhundes auf Dauer entzogen wird.