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Die Stadt öffnet die Schulhöfe ausgewählter Schulen an Nachmittagen und an Wochenenden, damit Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren dort spielen können. Für die Kinderspielhöfe werden ehrenamtliche Paten für gesucht.
Schild an der Mathildenschule
© Stadt Offenbach

Ab 1. März öffnet die Stadt Offenbach – zunächst als Pilotprojekt bis Ende 2016 – die Schulhöfe ausgewählter Schulen an Nachmittagen und an Wochenenden. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren können dann dort spielen. Damit setzt sie einen Stadtverordnetenbeschluss um, wonach in verschiedenen Stadtteilen zusätzliche Spielflächen zur Nutzung gestellt werden sollen. Nach einer erfolgreichen Testphase soll die Öffnung der Schulhöfe an Albert-Schweizer-, Beethoven-, Geschwister-Scholl-, Goethe-, Humboldt-, Lauterborn-, Leibniz- (Parkstraße), Ludwig-Dern-, Mathilden-, Rudolf-Koch-, Schiller-, Uhland- und Wilhelmschule sowie an der Schule Bieber und der Grundschule Buchhügel auf Dauer beschlossen werden.

„Die neuen Kinderspielhöfe bieten die Chance, Kindern gut geeigneten Raum zu geben, der abseits der Gefahren des Straßenverkehrs vorhanden ist“, sagte Bürgermeister und Bildungsdezernent Peter Schneider, der zur Vorbereitung der Maßnahme einen Besuch der Mathildenschule unternahm. „Ich freue mich, dass alle Beteiligten auf Seiten der Stadt und des Stadtkonzerns an einem Strang gezogen haben, sodass dies ohne großen Aufwand möglich wurde.“

In den Schulen stößt die Öffnung der eigenen Außenflächen durchaus auch auf Skepsis, weiß Bürgermeister Schneider. „Sowohl als Schulleiter der Mathildenschule als auch als Mitglied des Vorstands der Interessengemeinschaft Offenbacher Schulleiterinnen und Schulleiter (IGOS) sehe ich die Maßnahme mit gemischten Gefühlen“, sagte Schulleiter Oliver Schröder beim Anbringen des neuen Hinweisschildes am Pausenhof der Mathildenschule. „Einerseits liegt es auf der Hand, dass den Offenbacher Kindern gerade in der Innenstadt mehr attraktive Spielfläche zur Verfügung gestellt werden muss, andererseits muss Vandalismus und Übergriffen vorgebeugt werden.“ Viele Schulhöfe seien von außen nicht gut einsehbar, was insbesondere an Wochenende zu größeren Problemen führen könnte. „Die Schulen im IGOS wünschen sich deshalb die Einbindung benachbarter Jugendzentren oder generell die Unterstützung durch die Jugendhilfe der Stadt Offenbach. Mit diesen Einrichtungen arbeiten die meisten Offenbacher Schulen schon jetzt sehr konstruktiv und vertrauensvoll zusammen; diese Verbindungen sollte die Stadt im Fall der Kinderspielhöfe konkret nutzen“, rät Schröder.

Schneider dankte Schröder sowie den anderen Schulleitungen für die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. „Ich werte dies als Vertrauensvorschuss.“ Er versprach bis Ende des Jahres sehr genau im Auge zu behalten, wie sich die Öffnung der Schulhöfe auswirkt. „Sollten sich an einzelnen Schulen Probleme ergeben, kann dort im Extremfall der Pilotversuch auch wieder beendet werden – das Hinweisschild hat vier Schrauben. Ich gehe aber davon aus, dass sich an den allermeisten Schulen nicht viel ändern wird, auch jetzt sieht man ja auf vielen Schulhöfen spielende Kinder.“ Im Januar 2017 soll die Wirkung der Öffnung ausgewertet werden, dann will Schneider dem Magistrat die dauerhafte Regelung zur Beschlussfassung vorlegen. „Dabei werden sich alle Beteiligten einbringen können.“ 

Schild Kinderspielhof
© Stadt Offenbach

Schulhofpaten gesucht

Damit die Schulhoföffnungen für die Schulhausverwaltungen keine Mehrarbeit bedeutet, sucht die Stadt nun mit den Partnern „Besser leben in Offenbach“ und der GBM Gebäudemanagement GmbH, die für die Unterhaltung der städtischen Liegenschaften zuständig ist, Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer: Sie sollen als Schulhofpaten ab und an nach dem Rechten sehen. „Ich hoffe, dass wir bald für jede betroffene Schule Patinnen und Paten haben, die sich ein wenig kümmern.“ Offenbacherinnen und Offenbacher, die sich diese ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen können, sollten in unmittelbarer Nähe zu den Schulen wohnen und vor allem an den Wochenenden in der Zeit von 11 und 16 Uhr immer mal wieder ein Auge auf die Schulhöfe werfen.

„Ihre einzige Aufgabe besteht darin, bei außergewöhnlichen Vorkommnissen wie Beschädigungen und Vandalismus Ansprechpartner bei der GBM oder der Stadtpolizei zu kontaktieren und zu informieren“, erläutert Bürgermeister Schneider. „Wenn darüber hinaus Interesse an der Betreuung einer Fläche besteht, können Paten auch selbst aktiv werden und kleine Reinigungsarbeiten auf den Spielplätzen vornehmen.“

Wer also in unmittelbarer Nachbarschaft zu den genannten Schulen wohnt und Interesse an einer solchen Aufgabe hat, möge sich mit Sabine Süßmann, der Leiterin des Projekts „Besser leben in Offenbach“, unter der Telefonnummer 069 840004-156 in Verbindung. Sie beantwortet gern unverbindlich alle Detailfragen.  

 

Patenschaftsprojekte

Immer mehr Offenbacher Bürgerinnen und Bürger ergreifen die Initiative und setzen sich unter dem Dach des Projekts „Besser leben in Offenbach“ als Patinnen und Paten für mehr Ordnung und Sauberkeit in ihrem unmittelbaren Umfeld ein. Das Patenschaftsprojekt wurde 2007 mit dem Start des Projekts „Besser leben in Offenbach“ ins Leben gerufen. Seitdem steigt die Zahl der ehrenamtlichen Helfer stetig. Mittlerweile sind rund 85 Helferinnen und Helfer im gesamten Stadtgebiet aktiv.

Die Möglichkeiten für den ehrenamtlichen Einsatz sind vielfältig: Sie reichen von der Beseitigung von Kleinabfällen, der Patenschaft für das Streichholzkarlchen am Wilhelmsplatz bis hin zur Bepflanzung von Grünflächen vor der Haustür und der Pflege von Gräbern auf dem alten Friedhof. Bei Fragen zu Patenschaften im Stadtgebiet können sich Interessierte an Sabine Süßmann wenden.

 

Projekt „Besser Leben in Offenbach“

Das stadtkonzernweite Projekt „Besser leben in Offenbach“ läuft bereits seit Herbst 2007. Seit 1. August 2013 ist das Projekt bei der GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH

angesiedelt. „Für eine gemeinsame Aufwertung des Stadtgebiets bündeln Stadtverwaltung und Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe ihre Aktivitäten in Offenbach. Bei einer Vielzahl der Projekte beteiligen sich Offenbacher Bürgerinnen und Bürger aktiv an den Aktionen und tragen damit zur Stadtaufwertung bei, ohne dass es die städtischen Finanzen belastet. Dafür gilt allen Patinnen und Paten mein Dank“, sagt Ordnungsdezernent Dr. Felix Schwenke. Bis heute haben sich die Teilnehmenden in fünf Stadtquartieren – der östlichen Innenstadt, der Innenstadt, den Stadtteilen Nordend und Lauterborn und dem Senefelder Quartier – nachhaltig für mehr Sauberkeit und Bürgerengagement eingesetzt.

Bildinformation:

Gemeinsam brachten Bürgermeister Peter Schneider, Schulleiter Oliver Schröder, die Hausmeister Grazyna Urbanski und Jörg Oehm sowie GBM-Bereichsleiter Stefan Tischberger das Hinweisschild für den neuen Kinderspielhof an der Mathildenschule an.

 

Pressekontakt:

Sabine Süßmann „Besser leben in Offenbach“ Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach Jacques-Offenbach-Straße 22 63069 Offenbach am Main Telefon: 069 840004-156 E-Mail: suessmanngbo-ofde