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Schlagloch mit Mängelmelder-Marker
© Stadt Offenbach
Ein defektes Spielgerät auf dem Spielplatz, Straßenschäden oder Müll: All das können Bürger seit 2013 über den sogenannten Mängelmelder der Stadt Offenbach online melden.

Dafür steht eine kostenlose App der Darmstädter Entwicklerfirma „wer denkt was“ und ein Online-Formular im Internet unter offenbach.de/maengelmelder zur Verfügung. Seit April präsentiert sich der „Offenbacher Mängelmelder“ im Corporate Design der Stadt und findet sich auf den Download-Plattformen für IOS und Android. „Wir wollten als Stadtverwaltung besser erkennbar und sichtbar sein. Bürgerinnen und Bürger können hier schnell und unkompliziert mit uns in Kontakt kommen“, sagt Kerstin Holzheimer, Stellvertretende Leiterin des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit.
Auch über die zuvor schon eingesetzte bundesweite App können weiterhin Mängel an die Stadt Offenbach gemeldet werden, ohne den Offenbacher Mängelmelder neu zu installieren.

2016 gab es über 1100 Meldungen

2016 sind über den Mängelmelder 1108 Meldungen und damit doppelt so viele wie 2013 eingegangen. „Das sind rund 48 Prozent mehr als 2015“, ergänzt der Leiter des Ordnungsamtes Peter Weigand die Statistik. Doch nach wie vor sei das nur ein Bruchteil aller beim Ordnungsamt eingehenden Beschwerden: 4105 Mängel haben Bürger im vergangenen Jahr per Telefon oder persönlicher Vorsprache dem Ordnungsamt mitgeteilt, weitere 544 waren per Mail oder Brief eingegangen. Insgesamt ergaben sich daraus 11.424 Zuständigkeiten für Ämter der Stadt oder Gesellschaften: Um defekte Straßenbeleuchtung kümmert sich zum Beispiel die Energieversorgung EVO, bei illegalem Müll ermittelt das Ordnungsamt nach den Verursachern, die ESO Stadtservice GmbH entsorgt ihn. Häufig enthält eine Meldung mehrere Mängel, für die unterschiedliche Stellen zuständig sind.

Genaue Angaben wichtig für schnelle Bearbeitung

Das Ordnungsamt prüft die über den Mängelmelder eingehenden Meldungen und leitet sie innerhalb von einem Werktag an das zuständige Amt oder den zuständigen Betrieb weiter. Den Bearbeitungsstatus können die Bürger über die App oder auf der Webseite verfolgen. Wer will kann seine Mailadresse hinterlegen und erhält eine Rückmeldung per Mail. Der überwiegende Teil der Meldungen – über 60 Prozent – fiel 2016 in die Kategorie Abfall / Sauberkeit, weitere 30 Prozent waren Angaben zu Schäden im öffentlichen Raum, der Rest entfiel auf Öffentliches Grün / Spielplätze. 2016 konnten rund 80 Prozent der gemeldeten Mängel erledigt werden. „Es gibt Mängel, die wir schnell beheben können, zum Beispiel wilder Sperrmüll“, erklärt Weigand. „Aufwändig und kostenintensiv ist die Behebung von Straßenschäden.“ Je genauer die Beschreibung und die Ortsangabe, desto schneller könne eine Meldung bearbeitet werden: „Am genausten sind die Meldungen über Smartphone, da wir die genauen Geodaten mitgeliefert bekommen“, sagt Weigand.

20. April 2017