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Entstehungsgeschichte

Der Ortsteil Waldhof, zum Stadtteil Bieber gehörend, ist in den 1970er Jahren gebaut worden. Er besteht aus einem Wohn- sowie einem Gewerbe- und Industriegebiet. Es wurde für 6.500 Bewohnerinnen und Bewohner konzipiert. Gegenwärtig wohnen 3.500 Menschen dort, da die Bebauung zugunsten niedrigerer Hochhäuser geändert wurde.

Zu Beginn wirkten mehrere Einrichtungen in Waldhof auf unterschiedliche Weise und es entstand zunehmend der Wunsch, durch eine engere Zusammenarbeit die weitere Entwicklung im Stadtteil abzustimmen und zu verbessern. Daher fanden sich Anfang der 90er Jahre die Vertreterinnen und Vertreter öffentlicher Einrichtungen, der Kirchen, Initiativen und interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um den Arbeitskreis (AK) Waldhof zu gründen. Der AK ist das Präventionsgremium vor Ort wie anderswo die Runden Tische.

Ziele

Primäres Ziel ist die Förderung des Gemeinschaftslebens im Stadtteil Waldhof, insbesondere durch

  • Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vereins- und Institutionsvertreter bei Fragen und Problemen im Ortsteil Kontaktaufnahme und Eingaben an die zuständigen Stellen
  • Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit
  • Durchführung von Veranstaltungen wie z.B. das Waldhoffest
  • Unterstützung der Maßnahmen der Prävention zur Sicherheit der Bürger im Waldhof.

Organisation und Arbeit

Der AK ist keine Behörde, kein Verein, kein Dachverband und keine öffentliche Institution, sondern ein loser Zusammenschluss von Menschen, die sich für den Waldhof einsetzen.

Seit Anfang der 90er Jahre treffen sich die Bürgerinnen und Bürger mit Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen und Institutionen wie Schulen, Polizei, Ordnungsamt, Jugendzentrum (IB), Kindertagesstätten (Kitas), Kirchen monatlich im IB Treff Waldhof, um gemeinsam Entwicklungen im Bieberer Ortsteil Waldhof zu beobachten und zu beraten, wie sich die Lebensverhältnisse insbesondere für Kinder und Jugendliche im Stadtteil verbessern lassen.

Dabei werden Maßnahmen initiiert und begleitet. Die Sitzungen sind öffentlich, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen.

Oft sind es auch die kleinen Dinge des Alltags, die stören und denen oft zeitnah abgeholfen werden können. Mal ist es der Nachbar, der seinen Sperrmüll illegal auf die Straße stellt, mal die Hundebesitzer, die den Hundekot nicht beseitigen, oder Verkehrsteilnehmer, die nicht mit angepasster Geschwindigkeit durch die Wohngebiete fahren.

Probleme von Kindern und Jugendlichen und ihren Familien lassen sich besser lösen und auch Schwierigkeiten vorbeugen, wenn alle in der Region tätigen Institutionen eng zusammenarbeiten.

Soziale oder wirtschaftliche Veränderungen im Stadtteil, neue Brennpunkte oder Konflikte zwischen verschiedenen Gruppen werden häufig gleichzeitig von verschiedenen Institutionen beobachtet. Im Gremium werden diese Beobachtungen miteinander verglichen und an Lösungen und Präventionsmöglichkeiten gearbeitet. Hier entstehen Vorschläge und Initiativen zum Beispiel zu Spielplätzen oder Nachmittagsangeboten.

Bei bestimmten Problembereichen werden die zuständigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Behörden und Ämtern oder anderen Institutionen eingeladen.

Ein jährlich wiederkehrendes Highlight ist das Waldhoffest, organisiert vom Arbeitskreis Waldhof mit großer Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und Waldhofer Institutionen. Das Stadtteilfest fördert die für eine wirkungsvolle Präventionsarbeit notwendigen Kontakte zwischen den Institutionen und Anwohnerinnen und Anwohnern.

Dort finden Interessierte neben aktuellen Hinweisen auf Veranstaltungen und Projekte im Stadtteil auch Kontaktpersonen zu ansässigen Vereinen und eben Informationen und / oder Ansprechpartnerinnen und -partner in Sachen Prävention. Das Ganze in geselligem Rahmen, u. a. mit Musik, Darbietungen und Speisen aus den verschiedensten Herkunfts- und Heimatländern der Bewohner(innen) - so fördern diese Feste auch die Toleranz und das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen im Stadtteil und haben damit im Laufe der Jahre selbst einen hohen integrativen und präventiven Stellenwert erhalten.

Reinigungsaktionen durch Waldhofer, Maßnahmen zur Aufwertung von Spielplätzen und Sportanlagen, Aktivitäten für den Erhalt der Waldkulisse zwischen der Seligenstädter Straße und der S-Bahntasse sowie für den Bau einer Turnhalle stehen regelmäßig auf der Agenda. Über Waldhof-Aktiv werden Freizeitaktivitäten für und mit den Bewohnern geplant. Ein besonders enger Draht des AK besteht zum Ordnungsamt, Geschäftsstelle Kommunale Prävention, und zum 1. Polizeirevier.