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Ziele

Der Runde Tisch Nordend (RTN) will zur Erreichung folgender Ziele beitragen:

  • Ein friedliches Zusammenleben der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Nationalitäten und sozialen Schichten im Stadtteil
  • Mehr Lebensqualität durch Verbesserung der Sicherheit und sozialen Infrastruktur
  • Verringerung von Kriminalitätsursachen unter anderem durch aktive und konstruktive Mitgestaltung bei Planungen und Entwicklungen im Stadtteil

Organisation und Arbeit

Seit Anfang 1990 treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen und Institutionen wie Schulen, Polizei, Ordnungsamt, Jugendamt, Jugendzentrum (JUZ Nordend), Kirchen, Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kindertagesstätten (Kitas), Elternvertretungen und interessierten Bürgerinnen und Bürger sechs bis sieben mal im Jahr, um gemeinsam Entwicklungen im Nordend zu beobachten und zu beraten, wie sich die Lebensverhältnisse insbesondere für Kinder und Jugendliche im Stadtteil verbessern lassen.

Dabei werden Maßnahmen initiiert und begleitet. Oft sind es auch die kleinen Dinge des Alltags, die stören und denen oft zeitnah abgeholfen werden können. Mal ist es der Nachbar, der seinen Sperrmüll illegal auf die Straße stellt, mal die Hundebesitzer, die den Hundekot nicht beseitigen, oder Verkehrsteilnehmer, die nicht mit angepasster Geschwindigkeit durch das Nordend fahren.

Ein jährlich wiederkehrendes Highlight ist das Stadtteilfest, organisiert vom Stadtteilbüro Nordend mit Unterstützung vieler Teilnehmer des Runden Tisches. Das Stadtteilfest fördert die für eine wirkungsvolle Präventionsarbeit notwendigen Kontakte zwischen den Institutionen und Anwohnerinnen und Anwohnern.

Dort finden Interessierte neben aktuellen Hinweisen auf Veranstaltungen und Projekte im Stadtteil auch Kontaktpersonen zu ansässigen Vereinen und eben Informationen und / oder Ansprechpartnerinnen und -partner in Sachen Prävention. Das Ganze in geselligem Rahmen, u. a. mit Musik, Darbietungen und Speisen aus den verschiedensten Herkunfts- und Heimatländern der Bewohner(innen) - so fördern diese Feste auch die Toleranz und das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen im Stadtteil und haben damit im Laufe der Jahre selbst einen hohen integrativen und präventiven Stellenwert erhalten.

Organisiert wird der Runde Tisch Nordend (RTN) vom Quartiersmanagement Nordend. Die Treffen finden in der Regel statt im Stadtteilbüro am Goetheplatz, manchmal aber auch bei einer teilnehmenden Einrichtung im Stadtteil.

Stadtteilbüro Nordend - Quartiersmanagement

Adresse: Bernardstraße 63, 63067 Offenbach am Main

Tel.: 069-8008-9879-11, E-Mail:   infonordend.quartier-offenbachde

Ihre Ansprechpartner: Marcus Schenk (Quartiersmanager), Dragana Beer (Dienstleister QURBAN im Auftrag der Stadt Offenbach, https://qurban.de/)

 

Der RTN hat auch das Boxprojekt im Nordend, daraus resultierend der Boxclub Nordend e.V., unterstützt. Der Boxclub Nordend ist seit dem Jahr 2003 eines der erfolgreichsten Gewaltpräventions- und Integrationsprojekte Hessens.

Sein Angebot wendet sich vor allem an schwierige, gewaltbereite Jugendliche im Alter zwischen 12 und 22 Jahren. Unter dem Motto „Fordern und Fördern“ werden den etwa 70 regelmäßig im Verein trainierenden jungen Menschen , die zum überwiegenden Teil einen Migrationshintergrund haben, Werte wie Pünktlichkeit, Disziplin und Respekt und gegenseitige Wertschätzung vermittelt und konsequent eingefordert. Immer mit dem Ziel, die jungen Männer und Frauen in ihren Entwicklungsprozessen zu unterstützen und ihnen zu vermitteln, dass Gewalt keine Lösung von Konflikten ist.

Daher wird das regelmäßige Boxtraining u.a. durch Hausaufgabenhilfe, Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und bei Behördengängen sowie Ernährungsberatung, Entspannungs- und Atemübungen aus dem Yoga flankiert. Die Vereinsarbeit unterstützt er aus Zuschüssen der Stadt, des Vereins Sicheres Offenbach e.V., durch Sponsoren und Preisgelder. Unter vielen weiteren Auszeichnungen erhielt der Boxclub Nordend den Hessischen Präventionspreis.

Unbefriedigende Verkehrsführung und unzureichende Aufenthaltsqualität auf dem Goetheplatz führten bei den Teilnehmern des RTN zu ersten Ideen, wie dieser Platz anders gestaltet werden sollte. In Ortsbegehungen wurden die Ideen konkretisiert.

In Abstimmung mit dem Amt für Stadtplanung und Baumanagement und dem ESO ermittelte das Ordnungsamt, Geschäftsstelle Kommunale Prävention, die Möglichkeiten einer Umgestaltung. Die Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) wurde als Partner gewonnen und beauftragte im Rahmen des Projektes „Besser leben in Offenbach“ die neue Verkehrsführung, Sitzbänke, Bepflanzungen und Einfassungen. Der Brunnen wurde durch den ESO wieder aktiviert und bildet insbesondere für die Kinder des Stadtteils einen großen Anziehungspunkt.

Der Platz selbst hat nach der Fertigstellung 2009 an Aufenthaltsqualität gewonnen. Hauseigentümer im direkten Umfeld haben die Fassaden ihrer Häuser saniert. Der Platz wurde 2010 erstmals für das jährlich stadtfindende Stadtteilfest genutzt und wird zunehmend als zentraler Platz des Nordend wahrgenommen.

2010 erfolgte hier der Startschuss für das Projekt Hilfeinsel im Nordend durch den Polizeipräsidenten, dem Ordnungsdezernenten für den Präventionsrat und der Geschäftsführerin der „starthäuschen–innovative Pädagogik GmbH“. Organisiert wird das Projekt von „starthäuschen“, auch beim RTN vertreten, mit Unterstützung der Polizei und dem Ordnungsamt, Geschäftsstelle Kommunale Prävention.