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Hakan Celik und Frank Weber
Hakan Celik (links) und Frank Weber, stellvertretender Leiter des Offenbacher Ordnungsamtes und städtischer Beauftragter für Gewaltprävention vor der Beratungsstelle Extremismus am Mathildenplatz. © Stadt Offenbach

Die Tochter wird bedrängt religiöse Kleidung zu tragen, in der Klasse des Sohnes werden gewaltverherrlichende Videos aus dem Nahen Osten gezeigt, man findet Hizb ut-Tahrir auf Facebook super, andere sondern sich ab, tragen Bärte und wollen sogar mit den Freunden und der eigenen Familie nichts mehr zu tun haben. Was passiert hier? Haben wir es möglicherweise mit angehenden Salafisten zu tun, die später zu einer Gefahr werden für unsere Mitbürger? Oder sind das normale pubertäre Erscheinungen? Das ist nicht immer einfach zu differenzieren. Unnötiges Dramatisieren ist ebenso wenig angebracht wie das Wegsehen bei unguten Entwicklungen.

Wer einen solchen oder ähnlichen Fall im Bekanntenkreis beobachtet, kann fachkundige Beratung durch das Violence Prevention Network (VPN) in Anspruch nehmen. Die Anlaufstelle kann jetzt immer mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr im Stadtteilbüro am Mathildenplatz aufgesucht werden. Terminvereinbarungen sind unter der Rufnummer 069 27299997 möglich. Aber auch unangemeldet stehen Hakan Celik vom VPN oder Kollegen für vertrauliche Gespräche zur Verfügung.

Das Gewaltpräventions-Netzwerk (Violence Prevention Network) ist ein Verbund erfahrener Fachkräfte, die seit Jahren mit Erfolg in der Antigewaltarbeit und Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung extremistisch motivierter Gewalttäter tätig sind. Die Beratungsstelle Hessen mit Sitz in Frankfurt sowie die beiden Außenstellen in Kassel und Offenbach werden von der Hessischen Landesregierung finanziert. Die Stadt Offenbach sorgt für die Bereitstellung von Räumen, damit Beratungsgespräche auch in Offenbach stattfinden können. Die Beteiligung der Stadt Offenbach ist ein Baustein der kommunalen Extremismusprävention. Bereits seit 2016 bemüht sich die Stadt Offenbach, im Zuge der „Partnerschaft für Demokratie“ religiös begründeten Extremismus entgegenzutreten und demokratische Werte und freiheitliches Gedankengut in der Stadtgesellschaft zu stärken. 

22. Februar 2019