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Ein aufgeklärtes und demokratisches Menschenbild, das von Gleichberechtigung von Mann und Frau geprägt ist – das vermittelt das Projekt „HeRoes – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre. Für Gleichberechtigung!“ des DRK-Kreisverbandes Offenbach. Das Projekt erhielt am Mittwoch, 30. Juni, den Präventionspreis von Hessens Justizministerin Eva Kühne Hörmann.

Sozialdezernentin Sabine Groß gratuliert zum gewonnenen ersten Platz beim 12. Präventionspreis des Landes: „Mit den HeRoes haben wir ein Projekt in Offenbach, das sich aktiv für Kriminalprävention einsetzt und sich für die Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft stark macht. Da solche Projekte oft nicht öffentlich genug Anerkennung bekommen, ist es natürlich umso schöner, dass Heroes jetzt den Hessischen Präventionspreis gewonnen hat.“

Der Landespräventionspreis wird seit 1997 alle zwei Jahre vergeben und unterstützt kriminalpräventive Projekte in Hessen, die Vorbildfunktion besitzen und sich bereits im Durchführungsstadium befinden. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 15 Projekte an der Ausschreibung beteiligt. Justizministerin Eva Kühne Hörmann betonte, wie wichtig Präventionsarbeit bei der Bekämpfung von Kriminalität und zur Stärkung der Eigenverantwortung sei. Der Preis diene auch der Sichtbarmachung solcher Initiativen.

Das Projekt „HeRoes“ wurde 2005 in Berlin gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, ideologische Vorstellungen zu beseitigen und dadurch extremistischen Strömungen entgegenwirken. In Offenbach ist das Projekt seit Mai 2015 beim DRK-Kreisverband Offenbach eingegliedert.

Innerhalb des Projekts sollen sich die Zielgruppen ein aufgeklärtes und demokratisches Menschenbild erarbeiten, das von Gleichberechtigung von Mann und Frau geprägt ist. Das Projekt möchte gewaltbereite Tendenzen bei jungen Menschen abmildern und vermeiden, indem über patriarchale Familienmuster aufgeklärt wird. Es richtet sich schwerpunktmäßig an junge Männer und Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren aus dem Raum Offenbach.

Mehr Informationen zu dem Projekt und zu Teilnahmemöglichkeiten sind auf deren Homepage zu finden. „HeRoes“ arbeitet mit Rollenspielen und anschließenden Diskussionsrunden und bietet verschiedene Workshops zu Themen wie Ehrgewalt, Homophobie und Unterdrückung an.

9. Juli 2021