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Seit Herbst 2016 gibt es in Offenbach die lokale Partnerschaft für Demokratie. Gefördert wird sie durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das aufgelegt wurde, um demokratische Haltungen in der Gesellschaft zu fördern und gegen demokratiegefährdende Ideologien und Extremismus vorzugehen.

„Offenbach soll ein Ort des friedlichen und offenen Zusammenlebens für alle sein“, formuliert Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, das Ziel der lokalen Partnerschaft für Demokratie (PfD). Angesiedelt ist die lokale Partnerschaft beim Ordnungsamt, das in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle bei der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Offenbach Land in den vergangenen drei Jahren zahlreiche demokratiefördernde Projekte initiiert, Veranstaltungen organisiert, Diskussionsrunden eröffnet und Menschen zusammengebracht hat. Die Themen waren und sind dabei so breit und vielfältig aufgestellt, wie die Menschen, die engagiert mitwirken und teilnehmen. In Schulen finden regelmäßig Workshops und Theaterstücke zu Themen wie Beteiligung, Kinderrechte und der Akzeptanz vielfältigster Lebensweisen mit den Vereinen Art-Q und Creative Change statt. Hinzu kommen Projekte in Altenwohnheimen mit der Initiative Peoples Theater, um Generationen zusammenzubringen. Ferienprogramme mit der Jugendkunstschule bieten Offenbacher Kindern eine spannende und interaktive Ferienzeit. Außerschulische Angebote beim Boxclub, Deutschen Roten Kreuz (DRK) sowie der Kinder- und Jugendfarm ermöglichen es, Jugendliche auch in ihrer Freizeit für Themen wie Partizipation, Gerechtigkeit und Zusammenleben zu begeistern. Auch Projekte für Erwachsene vom Freiwilligenzentrum Offenbach und der Volkshochschule stoßen auf großes Interesse. „Die Partnerschaft für Demokratie blickt nach drei Jahren auf ein breites Netzwerk aus Kooperationspartnern, Projektträgern, engagierten Menschen und Vereinen“, sagt Weber. „Sie alle eint der Einsatz für ein friedliches, solidarisches, buntes und vielfältiges Offenbach im Sinne eines demokratischen Miteinanders.“

Einige Highlights im vergangenen Jahr waren die Ausbildung von Demokratielotsen durch ehrenamtliche Multiplikatorinnen, der Ausbau eines Bauwagens zum Jugendtreffpunkt auf der Kinder- und Jugendfarm, der Film- und Informationsabend „Meinwanderungsland“ im Hafen 2 zum Thema Migration und Leben in Offenbach sowie eine Vortragsreihe der Initiative gegen Antisemitismus. Stetige und Langzeitprojekte wie die „Pilotschule zur Begegnung von religiösem Extremismus“ und das „Schulnetzwerk zur Demokratieförderung und Extremismusprävention“ finden ebenfalls mit Beteiligung der PfD statt. Der Zulauf und das Interesse an den Veranstaltungen sei stets groß, berichtet Weber. Und das Engagement der Projektträger gehe häufig über die zur Verfügung stehenden Mittel hinaus. Der Begleitausschuss für die lokale Partnerschaft prüft die einzelnen Projekte stets sorgsam und trifft eine qualifizierte Auswahl der zu fördernden Projekte.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der lokalen PfD ist das Jugendforum, angesiedelt im Kinder- und Jugendparlament der Stadt Offenbach. Die dort aktiven Jugendlichen organisieren mit großer Motivation Angebote für Jugendliche und setzen sich für eine aktive Mitsprache von jungen Menschen im Stadtgeschehen ein. Sie organisieren gerade einen Fachtag zum Thema „Ernst genommen werden“.

Die Verantwortlichen der PfD blicken auf spannende Jahre zurück, in denen unter dem Motto einer gewaltfreien, toleranten und vielfältigen Stadtgesellschaft zahlreiche Menschen zueinander gefunden und miteinander gearbeitet haben: „Die Arbeit gegen menschenverachtende Einstellungen und extremistische Ideologien bleibt wichtig und der Einsatz für ein gewaltfreies Miteinander ist unabdingbar. Wir hoffen daher, die Partnerschaft für Demokratie auch in der nächsten Förderperiode weiterführen zu können und sind gespannt auf die Ideen und das Engagement der Offenbacher“, so Weber.

15. Oktober 2019