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Christian Broos, FRank Weber und das neue Schild
Christian Broos, Leiter der Stabsstelle Sauberes Offenbach, (links im Bild) und Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, zeigen auf das Verbotsschild. © Stadt Offenbach
Seit Jahren nimmt die Population der Nilgänse in Offenbach immer weiter zu. Im vergangenen Juli wurden alleine am Mainufer im Bereich zwischen der Carl-Ulrich-Brücke und dem Mathildenviertel 172 Nilgänse gezählt, Tendenz steigend.
Verbotsschild
© Stadt Offenbach
Eine stadtinterne Arbeitsgruppe aus den Ämtern für Stadtplanung und Baumanagement, Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Ordnungsamt, Stadtgesundheitsamt, Veterinäramt, Stabsstelle Sauberes Offenbach und Stadtservice hat sich mit dem Problem befasst und Maßnahmen abgesprochen. Nilgänse und auch andere Wasservögel sind inzwischen häufig im bewohnten Bereich von Städten ein Problem. Die Verschmutzung von Flächen und Sitzgelegenheiten sowie das unkontrollierte Anhäufen von Essensresten als Futterdargebot hat zur Folge, dass sich nicht nur Ratten und anderes Getier angezogen fühlen, sondern führt auch zur Belästigung von Besuchern und Freizeitsuchenden und zu einer Einschränkung der Nutzung der kostbaren Erholungsflächen. Um diesen negativen Auswirkungen Einhalt zu gebieten, setzt die Stadt Offenbach vor allem auf Öffentlichkeitsarbeit: „Wir wollen darüber aufklären, dass das Füttern von Tieren diese grundsätzlich krankmacht. Wichtig ist aber auch, dass das Füttern verboten ist“, erklärt Christian Broos, Leiter der Stabsstelle Sauberes Offenbach. Paragraf 20 der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Offenbach verbietet ausdrücklich im Stadtgebiet Tauben, Wasservögel und Fische zu füttern. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Um das Problem einzudämmen, wurden am vergangenen Donnerstag deutlich sichtbare Schilder angebracht, die auf das Fütterungsverbot von Wasservögeln hinweisen. Ergänzt werden die Schilder durch Aufkleber an den Papierkörben entlang des Mainufers.

„Vor allem im Bereich der Carl-Ulrich-Brücke wird täglich gefüttert, was dazu führt, dass sich die Tiere dort immer wohler fühlen und Jahr für Jahr mehr werden,“ so Broos. „Wir können und wollen es nicht weiter hinnehmen, dass das Problem durch unerlaubtes Füttern noch verstärkt wird. Restlos abgefressene Grünflächen, ein verdreckter Rad- und Fußweg sowie der penetrante Geruch sind nicht das, was man sich unter einem Ort zum Wohlfühlen vorstellt.“ Christian Loose, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebs Stadt Offenbach (ESO), ist die Naherholungsfunktion des Flussufers wichtig: „Uns ist viel an der Sauberkeit des Mainvorgeländes gelegen. Wir weisen deshalb die Bürgerinnen und Bürger mit Schildern darauf hin, das Füttern der Wasservögel zu unterlassen.“

Damit das Fütterungsverbot auch eingehalten wird, bestreift die Stadtpolizei regelmäßig den Main. In den ersten acht Augusttagen erteilte sie sechs Geldstrafen und zwei Verwarnungen. Drei Personen erhielten eine Geldbuße in Höhe von 55 Euro, weil ihr Hund nicht angeleint war und drei Personen müssen jeweils 35 Euro zahlen, weil sie Enten gefüttert haben. „Unsere Stadtpolizei wird weiterhin das Fütterungsverbot am Main mit besonderem Augenmerk überwachen und Verstöße dagegen ahnden“, sagt Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. „Jetzt da die Schilder stehen, kann sich niemand mehr mit Unwissenheit herausreden!“

Weitere Informationen: https://www.offenbach.de/fuetterungsverbot

 

Offenbach am Main, 2. September 2019