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Mauer an der Herrnstraße mit Graffiti
© Bernd Georg

Illegale Graffiti und unschöne Schmierereien sind für viele Hauseigentümer ein Ärgernis – und teuer. Der Kreis der Offenbacher Wohnungswirtschaft verzeichnet für das Jahr 2018 eine Schadensumme von insgesamt 4.735 Euro (2017: 4.921 Euro). Nimmt man das städtische Liegenschaftsamt, die Gebäudemanagement Offenbach GmbH (GBM) und den Stadtservice ESO dazu, beläuft sich die Schadensumme insgesamt auf 40.195 Euro. 2017 waren es noch 26.531 Euro. Dabei ging die Gesamtzahl gemeldeter Graffiti leicht von 53 auf 50 zurück. Die Zahl der von der Polizei erfassten Anzeigen lag bei 38. Die größten Schadenssummen meldeten der Stadtservice ESO (21.600 Euro) und die GBM (Gebäudemanagement Offenbach; 12.765 Euro).

In den vergangenen zehn Jahren ging die Zahl der Fälle illegalen Graffitis im Wohnungsbau deutlich zurück. Allerdings schwanken die Schadenssummen von Jahr zu Jahr deutlich. Im vergangenen Jahr konnte durch den beherzten Eingriff eines Bürgers ein Sprayer ermittelt werden. Dafür erhielt der Offenbacher eine finanzielle Belohnung.

In Offenbach kooperieren Wohnungswirtschaft, Stadt und Polizei im Kampf gegen Graffiti. Diese Zusammenarbeit blieb im Umland nicht unbemerkt: in Hanau wurde 2015 auf Empfehlung des Polizeipräsidenten Roland Ullmann nach Offenbacher Vorbild eine ähnliche Vereinbarung gegen Graffiti abgeschlossen.

Nicht nur Wohnungsgesellschaften, auch private Eigentümer und Passanten können ihren Beitrag für ein schönes Wohnumfeld leisten: Um Häuser, Wände, Garagen und Schaltkästen weiter frei von Graffiti zu halten, bitten Polizei und Ordnungsamt die Bürger, gerade auch in den Abendstunden und an den Wochenenden, die Augen offen zu halten und Verdächtiges unverzüglich der Polizei zu melden. Die Ermittlungsgruppe Sprayer beim Polizeipräsidium Südosthessen nimmt Hinweise zu illegalen Graffitis unter 06181 9010-133 entgegen.

22. Februar 2019