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Graffiti an Hauswand
© Stadt Offenbach - Ordnungsamt
Illegale Graffiti und unschöne Schmierereien sind für viele Hauseigentümer ein Ärgernis – doch die Fallzahlen bei den Gesellschaften, die im Kreis der Offenbacher Wohnungswirtschaft zusammengeschlossen sind, entwickelten sich 2016 erfreulich. Laut Polizei gibt es im Vergleich zum Vorjahr bei den Anzeigen der Wohnungsgesellschaften einschließlich der Stadt einen Rückgang: 2016 wurden 62 Schmierereien zur Anzeige gebracht, 2015 waren es 91 Anzeigen.

Bereits im November 2008 hatten die Wohnungsgesellschaften im Rahmen der kommunalen Präventionsarbeit auf Initiative der Stadt und mit der Polizei einen Pakt zur Verhinderung der illegalen Graffiti beschlossen. Neue Schmierereien sollen nach der Vereinbarung unverzüglich entfernt und angezeigt werden, für sachdienliche Hinweise werden Belohnungen ausgesetzt. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, dem Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Südosthessen und den Geschäftsführern der Wohnungsgesellschaften. „Unser gemeinsames Ziel war und ist es, die Schmierereien im Stadtbild zu reduzieren und Offenbach für illegale Sprayer unattraktiv zu machen“, so Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes und zuständig für kommunale Prävention. Dass das Aussetzen von Belohnungen nicht nur die Aufklärung von Schadensfällen durch die Polizei erleichtert, sondern auch weitere Schmierereien verhindern kann, davon ist er überzeugt: „Einige Serientäter wurden durch entsprechende Aufrufe über Pressemitteilungen, Plakate und soziale Netzwerke zumindest gestoppt.“ Ebenfalls positiv bewertet wird die geringere Schadenssumme 2016 für Stadt und Wohnungswirtschaft im Vergleich zum Vorjahr: 2016 kostete die Beseitigung illegaler Graffiti 27.582 Euro, im Jahr 2015 mussten dafür 45.952 Euro ausgegeben werden.

Offenbach Vorbild für Städte im Umland

Über die gute Kooperation von Wohnungswirtschaft, Stadt und Polizei sowie die positive Entwicklung der Fallzahlen in Offenbach freut sich auch Bürgermeister Peter Schneider, Ordnungsdezernent und Vorsitzender des Offenbacher Präventionsrates: "Illegale Sprayer dürfen sich auch weiterhin in Offenbach nicht sicher fühlen. Und wer schmiert, soll dafür bezahlen."

Die enge Kooperation von Wohnungswirtschaft, Stadt und Polizei in Offenbach blieb auch im Umland nicht unbemerkt: in Hanau wurde 2015 auf Empfehlung des Polizeipräsidenten Roland Ullmann nach Offenbacher Vorbild eine ähnliche Vereinbarung gegen Graffiti abgeschlossen. Nicht nur Wohnungsgesellschaften, auch private Eigentümer und Passanten können Ihren Beitrag für ein schönes Wohnumfeld leisten: Um Häuser, Wände, Garagen und Schaltkästen weiter frei von Graffiti zu halten, bitten Polizei und Ordnungsamt die Bürger, gerade auch in den Abendstunden und an den Wochenenden, die Augen offen zu halten und Verdächtiges unverzüglich der Polizei zu melden.

Im Kreis der Offenbacher Wohnungswirtschaft sind folgende Gesellschaften zusammengeschlossen:

Baugenossenschaft Odenwaldring eG, Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH (GBO), Gemeinnützige Ketteler Baugenossenschaft eG, Nassauische Heimstätte (NH), Offenbacher Baugenossenschaft und die Soka-Bau. Seitens der Stadt sind bei der Bekämpfung von illegaler Graffiti - außer dem Ordnungsamt und der GBO - das Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, das Amt für Stadtplanung und Baumanagement, die ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH und die GBM Gebäudemanagement GmbH involviert.

17.02.2017