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Müllroulette
Mit einem "Glücksrad" waren Christian Broos und Viola Ihlefeld von der Stabsstelle Sauberes Offenbach auch beim diesjährigen Präventionstag im Ringcenter vertreten und informierten u.a. über den richtigen Weg des Mülls in die Tonne © Stadt Offenbach
Seit rund einem Jahr setzen sich Christian Broos und Viola Ihlefeld von der Stabsstelle Sauberes Offenbach für Veränderungen ein. Mit einem eigenen Signet werben sie seitdem für den umsichtigen Umgang mit Müll.

Auf dem Internetauftritt www.offenbach.de/sauberkeit haben sie alle Informationen gebündelt zu Fragen, die Bürgerinnen und Bürger zum Thema haben: Wo kann ich grillen oder wo entsorge ich Elektroschrott? Wie kann ich Abfälle und wilden Müll melden oder wie hoch sind die Bußgelder im Abfallrecht?

Doch die wichtigste Aufgabe von Stabsstellenleiter Christian Broos und seiner Assistentin Viola Ihlefeld ist – neben der beschleunigten Beseitigung von Missständen durch intensive Koordination aller in Sachen Sauberkeit Beteiligten – vor allem eines: Reden.  Mit Bürgerinnen und Bürgern in den Quartieren bei runden Tischen sprechen sie darüber, wo etwas hakt. Mit den verschiedenen Dienststellen von Stadt und Stadtwerken wird über die Schnittstellen und mögliche Optimierungen gesprochen.

Bei den Vorständen von Kleingartenvereinen war die illegale Ablagerung von Grünschnitt und Abfällen vor den Vereinstoren Thema und die Stabstelle hat Informationsblätter zur Verfügung gestellt. Denn auch das Ablagern von Grünschnitt ist strafbar und kann im schlimmsten Fall bis zu 2500 Euro kosten.

Im Juni startete die Stabsstelle gemeinsam mit dem Umwelt-, Ordnungs- und Liegenschaftsamt und dem Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe eine Aufräumaktion rund um das Landschaftsschutzgebiet am Buchhügelgraben und rund um den Hainbach. Bei der Aufräumaktion wurden etwa sechs Kubikmeter Abfälle mit einem Pritschenfahrzeug mit Ladekran eingesammelt und zum städtischen Wertstoffhof abtransportiert.

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Der Radweg im Hainbachtal - sauber aufgeräumt © Stadt Offenbach

„Die meisten Kleingärtner verhalten sich durchaus vorbildlich, kompostieren ihre Grünabfälle in ihrem Garten oder fahren sie zum Wertstoffhof. Mit unserer Informationskampagne wollen wir aber auch diejenigen erreichen, die es sich leicht machen“, so Stabsstellenleiter Christian Broos.

Es werde auch auf soziale Kontrolle gesetzt. Jeder könne Nachbarn ansprechen, die sich mit der Schubkarre auf den Weg machen.  Wer illegal abgelagerten Müll entdeckt kann die Müllhotline informieren unter 069 8065-4747 oder die Mängelmelder App nutzen (mehr unter www.offenbach.de/sauberkeit).

Das Thema beobachtet die Stabsstelle ständig weiter – zuletzt kontrollierte Broos am 21. September. Fotos dokumentieren den Erfolg: Kein neuer Grünschnitt oder Abfälle. „Leider landen immer noch Grillabfälle neben den Papierkörben – das ist auch im Müllsack nicht erlaubt, denn Tiere und Vögel reißen die Säcke auf und der Wind verstreut die Abfälle“, erläutert Broos. Das Ordnungsamt ermittelt regelmäßig bei solchen Müllablagerungen. Der Stadtservice leert die Abfallbehälter in den Sommermonaten zweimal die Woche statt einmal.

Die Stabsstelle Sauberes Offenbach hat zusätzlich Schilder an zwei Stellen aufgestellt um auf die Bedeutung des Landschaftsschutzgebietes hinzuweisen und auf das Verbot hier Abfall oder Grünschnitt abzulagern. „Das Problem wird auch weiter bei uns im Fokus stehen“.

In Gesprächen wurden auch Beschwerden über Autowracks oder Kleinmüll auf dem Feldherrnhügel oder das Einsammeln von Kleinabfällen durch das Team „Saubere Innenstadt“ des Ordnungsamtes gelöst. Für tierische Hinterlassenschaften am Mainvorgelände gibt es jetzt Reinigungspatenschaften und für einen Weg entlang von Kleingärten eine bedarfsgerechte Reinigung. Im Nordend wurden Altglascontainer aufgestellt.

Am Hafen ging es um die Optimierung der Abläufe bei der Leerung von Abfallkörben und größere Container an den Grillflächen. Nach Gesprächen mit allen Beteiligten gibt es tägliche Kontrollen durch die ESO Qualitätssicherung und durch die Stadtpolizei. An der Hafentreppe wurde mit dem Betreiber der Pizzeria vereinbart, die Kunden auf die richtige Entsorgung der Kartons anzusprechen. Auch die Mitarbeiter wurden sensibilisiert, auch mal Kartons im Sichtbereich einzusammeln.

Im Stadtteil Bieber wurde eine Müllsammelaktion gestartet, an der sich auch Bürgermeister Peter Freier beteiligte.

In ihrem erfolgreichen ersten Jahr hat sich die Stabsstelle auch mit den Bürgermeldungen über den Mängelmelder beschäftigt und die Statistik ausgewertet. Mit den zuständigen Organisationseinheiten wurden Vereinbarungen über die Abarbeitung der Fälle vereinbart. Die Fortschritte werden nun regelmäßig geprüft.

25. September 2018