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Die Stadtpolizei sorgt Tag und Nacht für Sicherheit und Ordnung in Offenbach und ist besonders jetzt durch die Corona-Pandemie mit zahlreichen Kontrollen zunehmend gefragt. Nun erscheint der erste Jahresrückblick der Stadtpolizei aus dem letzten Jahr, ein guter Zeitpunkt um die Arbeit der Stadtpolizistinnen und –polizisten vorzustellen. Denn die Stadtpolizei ist keineswegs aufs „Knöllchenschreiben“ zu beschränken, wie Pascal Becker, Leiter der Stadtpolizei, betont.

Die Stadtpolizistinnen und –polizisten verfügen über ein immenses Wissen über geltende Rechtsnormen und müssen sich dabei stetig weiterbilden, da sich Regelungen zum Beispiel durch die Corona-Pandemie schnell ändern können. Das Aus- und Fortbildungskonzept der Stadtpolizei stellt umfangreiche Schulungen in den Bereichen Straßenordnung, Hundeverordnung, Immissionsschutz, Straßenverkehrsordnung, Deeskalationstraining und vielen weiteren wichtigen Kompetenzen sicher. Auch für die Durchsetzung des Jugendschutzrechts, des Melderechts oder des Wasserrechts ist die Stadtpolizei zuständig. Einen großen Teil der Arbeit der Stadtpolizei bildet zudem die Verkehrsüberwachung und die Autowrackbeseitigung. 2019 wurden beispielsweise rund 19.500 Verfahren wegen Verstoßes gegen die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeleitet.

Die Liste der Aufgaben der Stadtpolizei ist lang. Daher gibt es seit dem 20. April 2020 den Dienst rund um die Uhr. Die Stadtpolizei ist somit an sieben Tagen die Woche für 24 Stunden am Tag erreichbar und im Einsatz. „Für viele Menschen bedeuten Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung ein hohes Maß an Lebensqualität“, erklärt Bürgermeister Peter Freier, der auch Ordnungsdezernent ist. Die Stadtpolizei ist genau dazu da, die Stadt für Bürgerinnen und Bürger sicherer und lebenswerter zu machen.

Mit der Umstellung auf den 24/7-Dienst wurden neue Stellen bei der Stadtpolizei geschaffen. Derzeit sind 33 Stadtpolizistinnen und –polizisten und 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verkehrsüberwachung im Einsatz, wobei noch mehr Stellen geschaffen werden sollen, da es an Arbeit nicht mangelt. Zentrale Anlaufstelle für Anfragen und persönliche Vorsprachen ist nach wie vor die Stadtwache, die auch den Funkkontakt mit den Streifen koordiniert. Da es in bestimmten Situationen auch mal schnell gehen muss, sitzen im sogenannten Backoffice fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Tagesdienst den regulären Telefon- und Publikumsverkehr abwickeln und immer ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger haben. Im November und Dezember 2019 gingen beispielsweise 1170 Anrufe bei der Stadtwache ein und rund 480 Bürgerinnen und Bürger sprachen persönlich bei der Stadtwache und dem Backoffice vor. Aktuell ist von 30.000 Anrufen jährlich auszugehen: „Das Einsatztelefon in der Stadtwache ruht praktisch nie“, bestätigt Pascal Becker.

Schon vor Corona wurden präventive Routinekontrollen in der Innenstadt, an den S-Bahnen, auf dem Wochenmarkt und der Hafeninsel durchgeführt. Das Arbeitspensum der Stadtpolizei ist in den letzten Monaten durch die Pandemie deutlich gestiegen, da Verstößen gegen die geltenden Corona-Verordnungen nun neben dem Tagesgeschäft nachgegangen werden muss. Bislang wurden beispielsweise bereits 1174 Verstöße (Stand 18. September) gegen die Regelung zu Zusammenkünften im öffentlichen Raum dokumentiert, weitere 152 Verstöße gegen die Regelungen zur Reiserückkehr und Quarantäne und 730 Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an vorgeschriebenen Orten. Insgesamt gab es somit schon über 2000 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren, die mit den Corona-Verstößen zusammenhängen. Zudem überprüft die Stadtpolizei im Auftrag des Gesundheitsamts die Einhaltung der Quarantäneanordnung von erkrankten Personen oder deren Kontakten. Insgesamt wurden in den letzten 4 Wochen bereits über 250 Haushalte aufgesucht.

Der Jahresrückblick der Stadtpolizei gibt Einblicke in den Arbeitsalltag bei der Stadtpolizei und zeigt die vielen und unterschiedlichen Aufgabengebiete der Stadtpolizistinnen und –polizisten, von Streifentätigkeiten über Gefahrenabwehr und Ermittlungs- und Amtshilfeersuchen. Auch die wertvolle Arbeit des freiwilligen Polizeidienstes, den es seit Ende 2019 wieder gibt, wird dort vorgestellt.

1. Oktober 2020