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Während viele Menschen sich an die angeordnete Kontaktsperre zur Eindämmung der Pandemie mit dem Corona-Virus halten, hat das Wochenende auf einigen Plätzen der Stadt und am Mainufer gezeigt, dass nicht alle Offenbacherinnen und Offenbacher die dringende Notwendigkeit des Abstands verstanden haben.

Bußgelder ab 200 Euro

„Nur weil das Wetter schön ist und man sich draußen aufhält, ist die Ansteckungsgefahr nicht gebannt! Wenn sich weiter Menschen in großen Gruppen versammeln, wird das Menschenleben kosten – das dulden wir nicht“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Bürgermeister Peter Freier ergänzt: „Wir werden jetzt konsequent durchgreifen und nicht mehr nur kontrollieren und ermahnen. Jetzt werden auch Bußgelder ab 200 Euro aufwärts fällig, wenn sich jemand nicht an die geforderte Distanz von 1,5 Metern hält.“

Wegen fehlender Einsicht kamen zum Beispiel an der gesperrten Hafentreppe, auf dem Hafenplatz, der Hafenpromenade und anderen Orten viele Menschen am Wochenende zusammen. Viele nutzen die verwaiste Bestuhlung der geschlossenen Gastronomen um in fröhlicher Runde zusammen zu sitzen. Alle Gastronomen werden jetzt aufgefordert, ihre Außenbestuhlung zu entfernen.

Stadtpolizei hat zwölf Verfahren gegen Betriebe eingeleitet

„Es ist unverantwortlich, dass offensichtlich eine Reihe von Menschen den Ernst der Situation noch immer nicht erkennen wollen und ihr Verhalten ändern. Diese Menschen spielen mit dem Leben von Dritten. Ein solches Verhalten ist absolut inakzeptabel und das werden wir diese Menschen spüren lassen“, betonten Schwenke und Freier.

Die Stadtpolizei hat bisher zwölf Verfahren gegen Betriebe eingeleitet, die nach den Verordnungen hätten schließen müssen, aber bis zur Schließung durch die Stadtpolizei geöffnet waren. Sieben Menschen erwartet ein Verfahren, weil sie sich nicht ans Kontaktverbot gehalten haben. Die Polizei hat vier Betreibe ermahnt und Platzverweise ausgesprochen. In Parks und bei Freizeiteinrichtungen wurden bereits 10 Platzverweise erteilt.

Stadtpolizei kontrolliert beliebte Treffpunkte

Die Stadtpolizei kennt bereits häufig genutzte Treffpunkte, kontrolliert dort in regelmäßigen Abständen und verhängt umgehend Bußgelder für Gruppen von mehr als zwei Menschen. Auch auf dem Wochenmarkt wurde kontrolliert und Ansammlungen vor einem Gastronomiebetrieb aufgelöst. Meldungen an die Stadtpolizei sind nicht notwendig.

Parallel zu den Kontrollen hat die Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken eine Kampagne mit Plakaten und Informationen zur Sensibilisierung vor allem junger Menschen gestartet. Ziel ist es, auf die konkreten Gefahren der Pandemie insbesondere für ältere Menschen hinzuweisen und die Auswirkungen, die eine Überlastung des Gesundheitssystems auf Menschen jeden Alters hat.

31. März 2020