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Graffiti
© ShonEjai / Pixabay
Vandalismus bezeichnet die sinnlose oder blinde Zerstörungswut mancher Zeitgenossen und kostet die Stadt Offenbach jedes Jahr viel Geld. Aktuell gibt es in den beiden Neubaugebieten Bieber-Nord und Bürgel-Ost Schäden zu verzeichnen: In Bieber wurden die Bepflanzungen entlang der Lärmschutzwand herausgerissen und zerstört, während in Bürgel-Ost die ebenfalls neu errichtete Lärmschutzwand mit Graffiti nicht unbedingt verschönert wurde.

„Die Lärmschutzwände in Bieber entlang der S-Bahn und der B 448 wurden zum Schutz der zukünftigen Bewohner in Bieber-Nord errichtet und für eine bessere optische Einbindung teilweise bepflanzt. Die Bepflanzung und Begrünung war auch ausdrücklicher Wunsch der Bürger, da die Wand auch den Ortseingang Bieber mitbetont“, erklärt Sigrid Pietzsch vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. Mit den Kletterpflanzen sollen die hohen Wände optisch aufgewertet und die biologische Vielfalt an dieser Stelle gesteigert werden. Schon vor der Bepflanzung wurden die neu errichteten Lärmschutzwände großflächig mit Graffiti besprüht, die Verursacher konnten jedoch schnell aufgegriffen und angezeigt werden.

Graffiti haben strafrechtliche Konsequenzen

Auch im Neubaugebiet Bürgel-Ost waren die hochwertigen und kostenintensiven Lärmschutzwände vor den Sprühdosen nicht sicher, auch hier müssen Schmierereien auf Kosten der Stadt und somit der Bürger und Bürgerinnen entfernt werden. „Wir wissen, dass eine Lärmschutzwand nicht bei jedem auf Akzeptanz und Verständnis stößt. Sie sind aber an diesen Stellen zum Schutz der späteren Bewohner notwendig und rechtlich vorgeschrieben,“, so Pietzsch weiter. „Bei der technischen Ausführung wurden verschiedene Varianten geprüft, aber letztlich gehen wir nicht davon aus, dass die Ästhetik eine Rolle gespielt hat oder Gegner von Lärmschutzmaßnahmen am Werk waren.“ Die Stadt reagiert auf den sich wiederholenden Vandalismus mit verstärkten Patrouillen der Stadtpolizei.

Zudem appelliert sie an Bürger, die Vandalismus beobachten, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, sondern diesen unverzüglich bei der Polizei oder dem Ordnungsamt zu melden. Um die Beseitigung der Schäden kümmert sich der Stadtservice ESO, Telefon 069 840004-545, Hinweise können aber auch über den Mängelmelder www.offenbach.de/maengelmelder oder die neue Mängelmelder-App der Stadt gegeben werden.

Über die strafrechtlichen Konsequenzen sind sich die meist jungen Täter in der Regel kaum bewusst: Wer mit 16 Jahren beim illegalen Sprayen erwischt wird, läuft Gefahr, bis zu seinem 46. Lebensjahr für den von ihm verursachten Schaden zur Kasse gebeten zu werden. Denn so lange gelten die zivilrechtlichen Ansprüche der Geschädigten gegenüber den Tätern.

20. Mai 2020