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Stadt Offenbach
Das Foto zeigt eine seniorengerechte Sitzbank auf dem sanierten Stadthof vor dem Rathaus. © Seniorenbank

Mit Unverständnis hat die kommunale Altenplanerin, Heidi Weinrich, auf jüngste Kritik gegen die Stadt reagiert, wonach die Belange von Seniorinnen und Senioren bei der Stadtplanung nicht hinreichend berücksichtigt würden.

„Ganz im Gegenteil läuft die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Amt sehr gut. Seniorenspezifische Belange werden dort sehr ernst genommen“, so Weinrich.

Innenstadtbegehung mit Senioren

Bereits beim ersten kommunalen Altenplan hätten Vertreterinnen und Vertreter der Stadtplanung aktiv mitgearbeitet. Sie erinnerte daran, dass man mit einer großen Gruppe von Senioren die Innenstadt begangen und Mängel und Anregungen erfasst habe. Hieraus ist die Checkliste „Seniorenfreundliche Stadtgestaltung“ entstanden.

„Diese wurde seinerzeit in der Stadtplanung breit kommuniziert und seither bei Planungsvorhaben beachtet. Insbesondere beim städtischen Mobiliar sind große Anstrengungen seitens der Stadtplanung unternommen worden, um seniorengerechte Sitzbänke zu entwickeln", so Weinrich weiter.

Eigens hierfür sei eine produzierende Firma eingeladen worden, um verschiedene Modelle vorzustellen. Mit mehreren Personen aus dem Seniorenrat, mit Marcus Hüls als Vertreter des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement und der Altenplanerin Heidi Weinrich wurden die Modelle begutachtet und getestet.

„Gemeinsam mit dem Seniorenrat haben wir uns dann auf eine Ausführung geeinigt.“

Seniorenbänke auf dem Stadthof und im Hafenviertel

Inzwischen werden grundsätzlich bei Neuplanungen im öffentlichen Raum seniorengerechte, funktionale Bänke berücksichtigt. Die kommunale Altenplanerin fordert beispielsweise eine Sitzhöhe von mindestens 45 Zentimetern, bequeme Arm- und Rückenlehnen, witterungsfestes und wärmeisolierendes Material sowie den Verzicht auf eine starke Abwinklung der Sitzfläche nach hinten.„Auf dem Stadthof und im neuen Hafenviertel kann man diese neuen Bänke schon finden.“ Ein Wunsch von Weinrich und Seniorinnen und Senioren ist gleichwohl noch offen geblieben: 

„Wie in der ersten Fortschreibung des kommunalen Altenplanes formuliert, benötigt Offenbach noch mehr seniorengerechte Bänke, insbesondere in den Randbezirken der Stadt“, so Weinrich. „Allerdings verstehe ich, dass man im Interesse des Stadtbildes auf eine einheitliche Bankgestaltung im öffentlichen Raum besteht.“

8. September 2017