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Bewegungspark
© Stadt Offenbach
Regelmäßige körperliche Aktivität ist nicht nur ein wichtiger, sondern sogar nachweislich der entscheidende Faktor für eine zufriedenstellende Gesundheit und „gutes Altern“. Körperliche Aktivität ist zentral für die Erhaltung der alltäglichen notwendigen Beweglichkeit und verringert Immobilität. Nicht mehr mobil sein zu können, heißt immer mehr abhängig zu werden von anderen und die eigene Selbstständigkeit zu verlieren. Regelmäßige körperliche Aktivität sichert auch die geistige Leistungsfähigkeit im Alter. Der präventive Charakter von Bewegung kann daher nicht hoch genug eingeschätzt werden. Im Rahmen der kommunalen Planung für ältere Menschen wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, die diesen Erkenntnissen Rechnung tragen.

„Die Maßnahmen sind im „Offenbacher Bewegungsprogramm 50 Plus“ zusammengeführt und funktionieren auf zwei Ebenen: Die der Wissensvermittlung und die der Bewegungsangebote“, erläutert Heidi Weinrich, kommunale Altenplanerin.

Zum Programm zählen:

  • Zwei mobile Medienkisten mit informativer Literatur zum Thema; „aktiv Älterwerden“, die in Kooperation mit der Stadtbibliothek zusammengestellt wurden. Die Kisten „wandern“ durch die städtischen Seniorentreffs.

  • Die Spaziergruppe mit gemütlichem Gehen in Bürgel, die in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach und dem Seniorentreff Christine-Kempf-Haus stattfindet.

  • Der Bewegungsparcours in Tempelsee mit fachlich angeleiteten Übungsstunden in Kooperation mit dem Seniorentreff Emil-Renk-Haus.

  • Die Ausweitung von Bewegungsangeboten in den Seniorentreffs in Kooperation mit fachkundigen Leiterinnen.

  • Der Aktionstag und die Senioren-Infobörsen mit Vorträgen und Bewegungsangeboten in Kooperation mit diversen Vereinen, Unternehmen und Ämtern.

Gerade das Gehen ist ein hochkomplexer Vorgang. Im Alter erfordert es immer mehr Aufmerksamkeit und Konzentration. Gehen verlangt die Kontrolle von Motorik und Stabilität. Es stellt Anforderungen an verschiedene Organe, wie das Herz, die Lunge, den Kreislauf aber auch an das Nervensystem und die Muskeln. Zudem ist festgestellt worden, dass regelmäßige körperliche Aktivität in Verbindung mit regen sozialen Kontakten und geistiger Betätigung einen Schutz vor Demenz darstellt. So ist der Schwatz beim Spaziergehen nicht nur Zeitvertreib sondern auch von gesundheitlichem Nutzen. Erfreulicherweise sind daher auch in anderen Stadtteilen „Gehgruppen“ entstanden.

Bürgermeister Peter Schneider begrüßt das Projekt: „Einen präventiven Ansatz zu verfolgen ist sozialpolitisch sehr wichtig, da es auch darum geht Gebrechlichkeit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich zu verhindern. Mit der Umsetzung dieses Projekts sowie den Angeboten des Sportamts sind erste wichtige Schritte in diese Richtung unternommen.“

Das beschriebene „Offenbacher Bewegungsprogramm 50 plus“ hat an dem Bundeswettbewerb „Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil“ teilgenommen. Der ausführliche Beitrag kann jetzt auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.aelter-werden-in-balance.de oder in Kurzfassung auf http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/praxisdatenbank nachgelesen werden.

„Gerne möchte ich die Offenbacher Bürgerinnen und Bürger, gerade jetzt im Sommer, ermuntern die bestehenden Angebote rege zu nutzen“ sagt Sozialdezernent Schneider. „Sie dienen der wichtigen Vorsorge für ein aktives und gutes Älterwerden.“

  • Die Seniorentreffs, der einzelnen Stadtteile oder Sportvereine bieten viele altersangemessene Bewegungsangebote an.

  • Jeden Donnerstag kann man an der Spaziergruppe in Bürgel teilnehmen. Treffpunkt 11 Uhr. Seniorentreff Christine-Kempf-Haus, Schönbornstr. 67. Wer will kann danach zu einem kleinen Imbiss bleiben.

  • Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat finden Übungsstunden unter fachlicher Anleitung am Bewegungsparcours in Tempelsee, das Fitnessstudio an der frischen Luft, statt. Beginn 13 Uhr am Seniorentreff Emil-Renk-Haus, Gersprenzweg 24. Die nächste Übungsstunde findet am 23. August statt.

Zu allen Angeboten sind Interessierte herzlich eingeladen.

Kontakte:

Christine-Kempf-Haus: 069 864010
Emil-Renk-Haus: 069 852975
Heidi Weinrich, kommunale Altenplanerin: 069 8065-3296

Bildinformation:
Fotograf Bernd Georg, Bildrechte Stadt Offenbach

Offenbach am Main, 22.08.2016