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Als im August 2013 ein Mann auf offener Straße leblos zusammenbricht, handelt Abdelkasem Al Maimouni sofort. Während Passanten wegsehen und vorbeilaufen, ruft er den Notarzt und beginnt mit einer Herz-Druck-Massage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Mit seinem beherzten Eingreifen hat der junge Offenbacher dem Opfer das Leben gerettet, dies würdigte die Stadt nun mit einem Empfang im Rathaus und einer Anerkennungsurkunde.

Stadtrat Dr. Felix Schwenke bedankte sich bei dem Filialleiter eines Supermarktes für sein vorbildliches Verhalten und seinen selbstlosen Einsatz. „Er hat das gemacht, was andere in Sonntagsgesprächen fordern“, so Schwenke. Abdelkasem al Maimouni erinnert sich noch gut an den Tag im Sommer 2013 als er den Offenbacher auf dem Marktplatz in sich zusammensacken sah. Dass so viele Passanten einfach an dem bewusstlosen Opfer vorbeiliefen ohne zu helfen, kann er nicht nachvollziehen. In der Situation selbst konnte er aber nicht anders als zu reagieren. Die Stadt braucht mehr Menschen, die handeln und eingreifen und dort helfen wo Hilfe nötig ist.

Viele Menschen würden gerne anderen in einer Notsituation helfen, wissen aber nicht wie: Hier empfiehlt sich eine Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses und im Notfall der sofortige Anruf bei der Leitstelle der Feuerwehr unter der 112.

Apropos helfen: Um zu erfahren, wie man Passanten helfen kann, die von anderen bedrängt oder belästigt werden, bietet die Stadt gemeinsam mit der Polizei im Rahmen der Kampagne „Gewalt-Sehen-Helfen“ Workshops an, den nächsten am 28./29. März 2014. Informationen dazu gibt es beim Ordnungsamt unter der Telefonnummer 069 / 8065- 2994 oder 2328 und im Internet unter www.offenbach.de/praevention/