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In Zeiten der Corona-Krise wollen viele Offenbacher anderen Menschen helfen. Im Auftrag von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und der Feuerwehr Offenbach koordiniert das Freiwilligenzentrum Offenbach die ehrenamtliche Einkaufshilfe für Bürgerinnen und Bürger, die wegen der aktuellen Situation ihre Einkäufe nicht selbst erledigen und sich auch durch ihre Familie, Freunde oder Nachbarn nicht helfen lassen können.

„Diesen Service benötigen vor allem Menschen mit wenigen Kontakten – scheuen Sie sich also nicht, das weiter zu sagen in Ihrem Umfeld: Nachbarn einen Zettel einwerfen oder auch einen Aushang im Haus machen, hilft uns, das Angebot bekannt zu machen“, appelliert Oberbürgermeister Schwenke.

Die Leiterin des Freiwilligenzentrums, Sigrid Jacob, zeigt sich begeistert von der großen Hilfsbereitschaft der Offenbacherinnen und Offenbacher. „Innerhalb weniger Tage haben sich knapp 160 Personen in unsere Datenbank eingetragen. Sie alle sind bereit, für Menschen, die nicht mehr das Haus verlassen können, einzukaufen. Dem gegenüber stehen bisher dreizehn Hilfesuchende.“ Aktuell ist das Angebot an Hilfe also größer, als der Bedarf. "Das kann sich allerdings jeden Tag ändern. Es muss sich auch niemand schämen, um Hilfe zu bitten. Dafür sind wir ja da und darauf sind wir vorbereitet."

Über die Homepage anmelden oder anrufen

Über die Homepage des Freiwilligenzentrums Offenbach e.V. (fzof.de), oder telefonisch unter 069 82367039 können sich die potentiellen Helferinnen und Helfer, als auch die Hilfesuchende melden. Die Mitarbeiterinnen den Freiwilligenzentrums nehmen im Anschluss Kontakt zu beiden Parteien auf und klären offene Fragen wie die tatsächliche Hilfsbedürftigkeit, das Einverständnis der Datenweitergabe und die Klärung der finanziellen Abwicklung zum Einkauf.

 „Wir haben Freiwillige aus nahezu allen Stadtteilen und können so zielgerichtet Hilfesuchende mit Helfenden zusammenbringen. Weiterhin kooperieren wir mit mehreren Lebensmittelhändlern, bei denen wir auf Rechnung die Einkäufe tätigen können. So können wir auch durch eine bargeldlose Abwicklung gewährleisten, dass der Kontakt zwischen den Ehrenamtlichen und den Hilfesuchenden auf ein Minimum reduziert wird und niemand einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt ist“, so Jacob weiter.

Im nächsten Schritt kommen die Helferinnen und Helfer – nach Terminvereinbarung – in das Freiwilligenzentrum. Dort erhalten diese mit dem notwendigen Sicherheitsabstand eine kurze Einweisung und ein sogenanntes „Startpaket“. Dieses beinhaltet einen Helferausweis, Informationen über den Versicherungsschutz, den Vordruck eines Basiseinkaufszettels, Hinweise zum Bezahlmodus und zum Datenschutz, mehrsprachige Hygienehinweise, sowie bei gegebenem Einverständnis die Kontaktdaten der hilfesuchenden Person.

Das Freiwilligenzentrum informiert im Anschluss die Hilfesuchenden über den gefundenen Helfer und sendet, wenn Mailanschluss vorhanden, einen Basiseinkaufszettel zu. Der Basiseinkaufszettel umfasst – wie der Name sagt – die Dinge des täglichen Bedarfs.

Und dann kann es bereits losgehen. Ziel ist, dass sich für die Zeit der Krise beide Personen im direkten Austausch miteinander befinden und weitere Einkäufe untereinander abgesprochen werden. „Dadurch soll für alle Beteiligten ein größtmögliches Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Als Freiwilligenzentrum müssen wir dann nur darüber informiert werden, wenn solche Einkäufe getätigt werden und stehen selbstverständlich für Fragen oder bei aufkommenden Problemen weiterhin als Ansprechpartner zu Verfügung“.

Beim Fahrdienst der Offenbacher Tafel mithelfen

Ebenfalls besteht für Interessierte die Möglichkeit, sich als Fahrdienst für den Bring-Dienst der Offenbacher Tafel zu engagieren, bei der die Freiwilligen die Lebensmittel bei der Tafel abholen und an die Bedürftigen ausliefern. Diese Kooperation entstand durch Vermittlung  von Schwenke.

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke hatte bereits zu Beginn der Krise betont, dass es auch in dieser Zeit zu keinen Problemen bei der Versorgung von Hilfebedürftigen mit Lebensmitteln kommen wird. Mittels Plakaten und Handzetteln informiert die Stadt in den nächsten Tagen nochmals vermehrt über die Möglichkeit, dass Menschen aus der Risikogruppe oder in Quarantäne Einkaufshilfe erbitten können.

30. März 2020