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Flur im Bereich der Ganztagsklasse, Kita 23
Flur im Bereich der Ganztagsklasse, Kita 23 © Stadt Offenbach / EKO (ac)
Ein besonderes Modell der Bildung und Begleitung von Schulkindern in Offenbach sind seit 2008 die Ganztagsklassen (GTK). Diese gibt es derzeit an 5 Offenbacher Grundschulen.

Ein besonderes Modell der Bildung und Begleitung von Schulkindern in Offenbach sind seit 2008 die Ganztagsklassen (GTK). Diese gibt es derzeit an 5 Offenbacher Grundschulen.

Zu einem Klassenteam gehören der/die Lehrer*in und zwei Erzieher*innen, die in enger Kooperation nach einem EKO-eigenen Curriculum arbeiten, das den Kindern einen anregenden und kindgerechten Bildungstag ohne Brüche durch einen Wechsel der Institutionen ermöglicht.

Lehrer*innen und Erzieher*innen arbeiten dabei sehr eng zusammen: Erzieher*innen sind mit bestimmten Aufgaben teilweise im Unterricht eingebunden – und Lehrkräfte dafür teilweise auch am Nachmittag.

Wöchentliche Besprechungs- und Koordinationszeiten zwischen Lehrkräften und Erzieher*innen ermöglichen einen fachlichen Austausch über die Entwicklung der Kinder in den verschiedenen Lern- und Spielsituationen und eine Klärung, welche Lernschritte weiter vertieft und auch im nachmittäglichen Programm noch einmal aufgegriffen werden sollen.

Die Kinder der Ganztagsklasse bleiben den ganzen Tag an der Schule, haben dadurch konstante Bezugspersonen und erleben den Tag in einer festen Klassenstruktur. Durch diese finden die Kinder schnell Anschluss in der Gruppe und ihren Platz in der Klasse. Sie erwerben durch stabile Gruppenerfahrungen im Klassenverband, verlässlichen Beziehungen sowie durch feste Strukturen eine hohe soziale Kompetenz. Sie haben aber auch die Möglichkeit des Rückzuges und der Umsetzung individueller Interessen. Durch ihre Beteiligung an der Planung und Gestaltung der Tagesangebote erleben die Kinder, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. Sie übernehmen Verantwortung und erleben ihre Wirksamkeit in demokratischen Prozessen.

Die vielfältigen Angebote in den Ganztagklassen in Form von pädagogischem Mittagessen, Lernzeit, Projekten, AGs, Spiel- und Bewegungsangeboten, Ausflügen, Ferienbetreuung u.a. bieten den Kindern Lernerfahrungen und einen sicheren Raum zur Selbsterprobung und Entwicklung der Persönlichkeit. Diese werden unter Berücksichtigung der schulischen Lerninhalte, dem Entwicklungsstand der Klasse und den Interessen der Kinder geplant. Auch an dieser Planung werden die Kinder beteiligt.

Ein darüber hinaus wichtiger Bestandteil der Ganztagsklassen ist es, Lernräume zu gestalten, in denen die Kinder Handlungs- und Basiskompetenzen erwerben können, die sie brauchen, um sich Lerninhalte eigenständig zu erarbeiten. Individuell abgestimmte Fördermöglichkeiten tragen dazu bei, Blockaden im Lern- und Arbeitsverhalten abzubauen und den Kindern Lernfortschritte und Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

Damit dieses gut gelingt, werden die Erzieher*innen und Lehrer*innen 1 x im Jahr in einer Fortbildung zu lerntheoretischen Grundlagen in folgenden Themenbereichen geschult:

  • Lerndiagnostische Förderung und Begleitung
  • Kompetenzentwicklungsförderung
  • Beobachtung und Durchführung von Fallbesprechungen

Das Erzieherteam erhält darüber hinaus in einer regelmäßigen Praxisbegleitung wertvolle Anregungen zur konkreten Umsetzung der theoretischen Inhalte aus der Fortbildung im Alltag. So wird auch die tägliche Lern- und Vertiefungszeit, die die Hausaufgaben ersetzt und mit dem Klassenlehrer abgestimmt ist, unter lerntheoretischen Aspekten gestaltet. Die Kinder lernen im Rahmen der Lernzeit, ihre Lernprozesse eigenverantwortlich zu strukturieren und sich selbst zu organisieren. Sie werden dadurch gut auf die weiterführenden Schulen vorbereitet.

Nach der Lern- und Vertiefungszeit finden pädagogische Nachmittagsangebote, Projekte und AGs für die Kinder statt, sowohl im Klassenverband, als auch übergreifend. Auch in diesen werden lerntheoretische Aspekte gelebt und berücksichtigt. Auch in den hessischen Schulferien ist eine Betreuung von 7.30 bis 17.00 Uhr vorgesehen. Die Ganztagsklassen bieten eine Ferienbetreuung mit pädagogischen Spielangeboten, Ausflügen und Aktionen, die mit den Kindern geplant und besprochen werden. Die Interessen und Wünsche der Kinder werden berücksichtigt und umgesetzt. Die Teilnahme an der Ferienbetreuung ist grundsätzlich freiwillig und bis auf die 3 Wochen Sommerferienbetreuung kostenlos.