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Kita 26
© Stadt Offenbach
Trotz der Herausforderung, zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher für die städtischen Kitas zu gewinnen, hält die Stadt Offenbach am Ziel fest, künftig verlängerte Öffnungszeiten in ausgewählten Einrichtungen anzubieten.

„Die Stadt arbeitet weiterhin daran, den Stadtverordnetenbeschluss vom vergangenen Jahr umzusetzen“, sagte Bürgermeister und Kinder- und Jugenddezernent Peter Schneider heute. Die Stadtverordnetenversammlung hatte im April 2017 entschieden, in der Kita Hafen ein Pilotprojekt „Flexible Öffnungszeiten in Kitas“ für die Betreuung null- bis sechsjähriger Kinder zu starten. Ein weiteres Angebot für Kinder bis zehn Jahren soll perspektivisch in der neuen Kita auf dem ehemaligen MAN-Gelände im Senefelderquartier entstehen.

Größte Herausforderung zur Umsetzung flexibler Angebote ist der Mangel an verfügbaren Erzieherinnen und Erziehern.

„Das ist kein besonderes Offenbacher Problem, sondern trifft alle Kommunen in Ballungsräumen“, machte Schneider deutlich. „Aus diesem Grund konnte bislang auch noch nicht die Vollauslastung der Kita Hafen erreicht werden.“

Derzeit sind dort unter anderem zwei Gruppen der Kita Goethestraße untergebracht, die saniert wird. Zusätzlich werden Kindergartenplätze und Krabbelplätze angeboten.

„Die Kita ist in Betrieb und eine Ausweitung der Angebote in den Abendstunden wird vorgenommen, sobald die dafür notwendigen Stellen besetzt sind.“

Neue Erzieherinnen und Erzieher werden grundsätzlich unbefristet eingestellt, um diese langfristig an Offenbach zu binden, so Schneider. Zusätzlich nutze der Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) alle Möglichkeiten, um Erzieherinnen und Erziehern die gewünschte Flexibilität auch bei den Arbeitszeiten anzubieten. „Dies ist ohnehin eine wichtige Voraussetzung für eine Ausweitung der Öffnungszeiten.“

Grundsätzliche Kritik an verlängerten Öffnungszeiten wies Schneider heute zurück: 

„Eine Großstadt wie Offenbach muss heutzutage veränderte Betreuungszeiten in ihren Einrichtungen vorhalten.“

Politische Auseinandersetzungen sollten deshalb sinnvolle Lösungen nicht behindern: „Schwarz-weiß-Ansichten helfen uns nicht weiter, sondern flexible Angebote, die den Bedarf junger Familien decken.“ Der Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) sei angehalten, bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln. Insbesondere für Eltern, die zu anderen Zeiten als üblich arbeiten müssen und auf veränderte Öffnungszeiten der Kitas angewiesen sind, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. „Gerade Mütter können davon verstärkt profitieren“, betonte Schneider.

Das in der Diskussion befindliche „Modell Potzblitz“ ist aus Sicht des Dezernenten jedoch keine Alternative. Es erfülle nicht die in den vergangenen Jahren erheblich gestiegenen Qualitätsstandards in der Jugendhilfe, ginge mit weiteren Bezugspersonen für die Kinder einher und träfe nicht das von den Eltern Gewünschte. „Die Erfahrung des EKO ist, dass die Nutzung von Tagespflegeangeboten eher zurückhaltend ist und Eltern die Betreuung in dafür vorgesehenen Einrichtungen bevorzugen."

1. Februar 2018 

Kita 26 Stadt Offenbach
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