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Roboter in einer Kiste
Die Spielsachen kommen mit wenn die Kita in die Schillerschule zieht © complize / photocase.de
Der Zeitplan ist ambitioniert, aber wenn die Kinder aus der Kita in der Johannes-Morhart-Straße im kommenden Jahr aus den Sommerferien zurückkommen, erwarten sie neu gestaltete Räume mit neuen und vor allem pädagogisch zeitgemäßen Angeboten. 1985 errichtet und in Betrieb genommen, entspricht das zweigeschossige Gebäude nicht mehr den technischen, energetischen und baulichen Standards und wird zwischen August 2019 bis August 2020 saniert.
Dabei werden Heizungs- Wasser- und Abwasseranlagen sowie die gesamten Elektroinstallationen erneuert, zusätzliche Lagerflächen im Gebäude und größere Garderobenbereiche geschaffen. Außerdem werden die Gruppen und Sanitärräume neu strukturiert und entsteht ein neues Außenlager für Spiel- und Gartengeräte. Soweit möglich sollen die Flachdachflächen mit Pflanzen wie Mauerpfeffer und Fetthenne begrünt werden. Das kühlt die Räume im Sommer, isoliert sie im Winter und bietet den Bienen in der Umgebung Nahrung.

Weil das 1.750 Quadratmeter große Gelände während der Bauzeit zu wenig Platz für eine Unterbringung der insgesamt fünf jeweils 25 Kinder starken Gruppen bietet,  haben die Architekten um Bereichsleiterin des Hochbaumanagements Anna Heep mit einer Interimslösung auf dem Gelände der Schillerschule eine gute Alternative ersonnen: Dort werden bereits in den nächsten Tagen Containermodule angeliefert, die den Kindern als vorübergehendes Domizil dienen. Für den zuständigen Bau- und Bildungsdezernenten Paul-Gerhard Weiß eine zielführende und zudem auch nachhaltige Lösung: „Die Schillerschule benötigt zusätzliche Räume und übernimmt dann das Erdgeschoss der zweigeschossigen Anlage, das dann optisch nochmals ansprechender gestaltet wird.“ Rund 1,6 Mio. Euro kosten Kauf und Miete der Anlage in einem „derzeit heißen Markt“, so Weiß weiter, denn Offenbach ist nicht die einzige Stadt, die schneller als erwartet wächst.
Die Gesamtkosten für Planung und Sanierung der Kita belaufen sich auf 2,55 Mio. Euro, für die Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes (KIP) in Höhe von 2,05 Mio. Euro beantragt sind.  

Offenbach am Main, 15. Mai 2019