Sprungmarken
Suche
Suche

Hürdenlauf
Mit den neuen Projekten können Langzeitarbeitslose die Hürden auf dem Weg zurück ins Berufsleben besser nehmen © stefan m. / Photocase
Sozialdezernentin Sabine Groß hat einen Bewilligungsbescheid des hessischen Sozialministers Kai Klose über 1.056.700 Euro erhalten. Aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds können damit in diesem Jahr Projekte der MainArbeit zur Unterstützung von Leistungsberechtigten nach dem Sozialgesetzbuch II finanziert werden. Wie Groß berichtet, kann die MainArbeit auf diese Weise mehrere zusätzliche Projekte für ihre Kundinnen und Kunden durchführen.
Gefördert wird unter anderem die Vermittlung in Arbeit von Migrantinnen und Migranten, die an Sprachkursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge teilnehmen. Hier kann durch ein speziell auf die Situation der Menschen zugeschnittenes Angebot erreicht werden, dass auch schon während des Sprachkurses und nicht erst nach dessen Abschluss passgenau in Arbeit vermittelt werden kann. „Teilhabe am Erwerbsleben ist eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen von Integration. Denn Erwerbsarbeit bedeutet über ein gesichertes Einkommen und wirtschaftliche Eigenständigkeit hinaus, auch die Möglichkeit zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft. Über Kontakte zu Arbeitskollegen entstehen zudem häufig Freundschaften, die das Ankommen erleichtern“, erläutert Groß.

Auch der „Familienservice“ der MainArbeit wird mit den Mitteln des Landes und aus Europa kofinanziert. Dieser bei der MainArbeit schon seit vielen Jahren eingerichtete Service unterstützt Kundinnen und Kunden der MainArbeit gezielt und schnell dabei, passgenaue Kinderbetreuungsangebote zu finden. Wie MainArbeit-Geschäftsführer Matthias Schulze-Böing erläutert, ist die in vielen Fällen ungeklärte Frage nach einem Betreuungsplatz für Kinder immer noch ein erhebliches Hindernis bei der Vermittlung in Arbeit. Besonders betroffen seien hier Alleinerziehende. Oft brauche man bei flexiblen Arbeitszeiten spezifische Betreuungsarrangements, wenn das Standardangebot der Kitas nicht ausreicht. Hier hilft der Familienservice mit seiner umfassenden Expertise.

Auch für andere innovative Angebote, etwa Gruppenberatungen für Kundinnen und Kunden mit besonderen persönlichen Problemen, setzt die MainArbeit die Landesförderung ein. „Mit diesen zusätzlichen Mitteln können Maßnahmen gestartet werden, die im Rahmen der normalen Finanzierung des Jobcenters durch den Bund nicht ohne weiteres förderfähig sind. Die Nutzung der Programme des Landes hat in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die MainArbeit mit innovativen Maßnahmen ihr Angebot verbessern konnte. Die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Land ist ein wichtiger Erfolgsfaktor unserer kommunalen Strategien für Arbeit und Integration“, kommentiert die Sozialdezernentin.

14. Januar 2020