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Internationaler Tag gegen Gewalt - Das Angebot für Offenbach © Stadt Offenbach
Der Arbeitskreis gegen häusliche und sexualisierte Gewalt Offenbach,
die Gleichstellungskommission und das Frauenbüro haben den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen zum Anlass genommen, „Nein“ zu sagen zur Gewalt an Frauen.
Offenbach
In einer gemeinsamen Aktion der Gleichstellungskommission, des Frauenbüros und des Offenbacher Arbeitskreises gegen häusliche Gewalt an der Flagge von Terre des Femmes © Stadt Offenbach
An dem gemeinsamen Aktionstag nahmen rund 250 Menschen aller Altersgruppen anlässlich des Internationalen Tags „Nein zu Gewalt an Frauen“ gegen Gewalt im Geschlechterverhältnis an verschiedenen Veranstaltungen im Rathaus und im Filmklubb teil. Unter dem Motto „ Frei leben – ohne Gewalt“ wurde das Offenbacher Rathaus als politisches Statement der Stadt am 25.11.2019 erstmals in seiner Geschichte beflaggt.
Seit 1981 rücken Menschenrechtsorganisationen am 25. November die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen in den Fokus - noch immer sind weltweit 30 Prozent von Gewalt und Missbrauch betroffen. Besonders hoch ist dabei der Anteil häuslicher Gewalt. In Offenbach gab es laut Polizeistatistik im vergangenen Jahr insgesamt 260 Fälle, darunter häusliche und sexualisierte Gewalt. Zwei Frauen wurden von ihren (Ex-) Partnern getötet und eine Frau wurde mit dem Tode bedroht. Die Dunkelziffer bei häuslicher und sexualisierter Gewalt dürfte aber um einiges höher liegen. "Mit dem hissen der Fahne wollen wir heute ein Tabu brechen", erklärte Vorsitzende der Gleichstellungskommission, Stadträtin Marianne Hermann, "und Wege aus der Gewaltspirale aufzeigen". Der Arbeitskreis Häusliche Gewalt informierte an Infoständen im Rathausfoyer über Ansprechpartner und Möglichkeiten für betroffene Frauen. "Trotzdem", betonte die kommunale Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach, Karin Dörr, "ist das Hilfesystem noch immer löchrig, fehlt es an Plätzen in den Frauenhäuser und sind diese in den meisten Fällen nicht barrierefrei." Auch sei die medizinische Versorgung nach Vergewaltigung unzureichend finanziert. Sie forderte die sogenannte Istanbul-Konvention umzusetzen. Mit diesem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt hat Deutschland 2018 zwar verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt ratifiziert, aber für die Umsetzung muss wesentlich mehr Geld bereits gestellt werden als bisher. Die deutsche Bundesregierung gibt regelmäßig Studien in Auftrag, um die konkreten Zahlen zu ermitteln. So wurden 2018 mehr als 114.000 Frauen Opfer von Gewalt in Deutschland und gab es jeden Tag einen Tötungsversuch. Jede Stunde wurde in Deutschland eine Frau zum Opfer einer gefährlichen Körperverletzung und steigt die Zahl der beim Bundeskriminalamt eingegangenen Fälle an (Quelle: wikipedia)