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Offenbach am Main, 1. Juli 2020 – Das Frauenbüro hat mit Dr. Inga Halwachs eine neue Kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. Nach einer zweimonatigen Orientierungs- und Einarbeitungsphase durch ihre Vorgängerin Karin Dörr, die nach 36 Jahren im Dienst der Stadt Offenbach zum 30.06. in Ruhestand gegangen ist, übernimmt ab dem 1. Juli Inga Halwachs die Leitung des Frauenbüros.
„Die neue Leiterin des Frauenbüros bringt als promovierte Soziologin langjährige Erfahrung in der Gleichstellungsarbeit mit, so hat sie insgesamt 15 Jahre in ihren vorherigen beruflichen Stationen, dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt und dem Gleichstellungsbüro der Technischen Universität Darmstadt, gewirkt. Ich bin überzeugt, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke.
Inga Halwachs ist Jahrgang 1980 und Mutter von zwei Kindern.

30 Jahre+ Frauenbüro und kein bisschen leise

In den vergangenen 32 Jahren wurden im Frauenbüro zahlreiche Themen der Frauenförderung und Gleichstellung bearbeitet, viele Kooperationen geschlossen und Aktionen durchgeführt.
Im Fokus der Arbeit stehen die Themen Gewaltprävention, Mädchenarbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Diese Themen sind so aktuell wie vor 32 Jahren, teilweise sind diskriminierende oder Ungleichheit begünstigende Strukturen heute subtiler.
Das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege“ rückt neben Frauen auch Väter und Familien als Zielgruppen der Gleichstellungsarbeit ins Blickfeld und verdeutlicht die starke Querschnittsdimension von Gleichstellungsthemen. Eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht nur für die Erwerbsfähigkeit von Eltern und speziell für Frauen mit überdurchschnittlicher Belastung durch Erwerbsarbeit und „Care-Arbeit“ essentiell, sie hat auch Auswirkungen auf die eigenständige Existenzsicherung jetzt und im Alter. Alleinerziehende sowie auch Rentnerinnen sind heute überdurchschnittlich oft durch Armut gefährdet. „Nicht zuletzt ist eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Voraussetzung bei der Gewinnung von Fachkräften“, macht Oberbürgermeister Schwenke klar, dass die Aufgabe auch eine strategische Bedeutung für die Stadtverwaltung hat.
Frauen und Mädchen sind außerdem besonders häufig von intersektioneller Diskriminierung betroffen, also einem gleichzeitigen Auftreten verschiedener Diskriminierungsfaktoren in einer Person, aufgrund ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter oder ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten.
Das Frauenbüro Offenbach setzt sich mit seinen Kooperationen, Maßnahmen und Aktionen für ein gewaltfreies, diskriminierungsfreies, gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben von Frauen und Mädchen ein.
Inga Halwachs kann an die herausragende und engagierte Arbeit ihrer Vorgängerin Karin Dörr und an bestehende Netzwerke anknüpfen und die Arbeit im Frauenbüro mit der Expertise und der Unterstützung des Teams im Frauenbüro fortsetzen.