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Begleitausschuss „Partnerschaft für Demokratie“ Stadt Offenbach a.M. (von links): Bürgermeister Peter Schneider (Vorsitzender Präventionsrat), Hakan Celik (VPN), Dr. Volker Stürzer (Staatl. Schulamt), Beverly Brafi (Jugendparlament), Karin Dörr (Frauenbeauftragte), Pedram Aghdassi (Creative Change e.V), Frank Weber (Ordnungsamt), Thomas Ruff (AWO OF Stadt), Mareike Imholt (AWO OF Land), Stefan Mohr (Förderverein Sicheres OF e.V.), Prof. Dr. Susanne Schröter (Goethe-Univ.), Harry Köhler (Jugendbildungswerk), Rolande Ullmann (Polizeipräsident), Jürgen Schmatz (Polizeipräsidium Südosthessen); Es fehlen: Abdelkader Rafoud (Ausländerbeirat), Dr. Schulze-Böing (Amt für Statistik, Arbeitsförderung und Integration) © Veranstalter

Eine stärkere Präventionsarbeit gegen Islamismus und Salafismus hat sich die Stadt Offenbach zum Ziel gesetzt. Sie will dabei gleichzeitig demokratische Haltungen in der Gesellschaft fördern. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Peter Schneider hat die Stadt nun einen Begleitausschuss konstituiert, der die Zielsetzungen konkretisieren und über eingereichte Teilprojekte entscheiden wird. Damit wurde ein Grundstein gelegt für eine erfolgreiche Umsetzung und Ausgestaltung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Stadt Offenbach am Main.

„Die kompetente Besetzung des Begleitausschusses macht mich zuversichtlich, dass wir zu guten Ergebnissen kommen werden“, sagt Bürgermeister Schneider. „Wir haben hier Menschen versammelt, die aus einer großen Erfahrung in der Präventionsarbeit schöpfen können.“ Die hochkarätige Besetzung unterstreicht aus seiner Sicht die Bedeutung, die in Offenbach dem Anliegen beigemessen wird.

Im Gremium stimmberechtigt vertreten sind die Islamwissenschaftlerin Professor Dr. Susanne Schröter vom Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam an der Goethe-Universität, Amtsgerichtspräsident Stefan Mohr für den Förderverein Sicheres Offenbach e.V., Hakan Celik von Violence Prevention Network (VPN), Brafi Beverly vom Jugendparlament, der Vorsitzende des Ausländerbeirates Abdelkader Rafoud, der Geschäftsführer von Creative Change e.V. Pedram Adhdassi, der Geschäftsführer der AWO Offenbach-Stadt Thomas Ruff, Polizeipräsident Roland Ullmann, die Frauenbeauftragte Karin Dörr, die kommissarische Leiterin des Staatlichen Schulamtes Susanne Meißner, der Leiter des Amtes für Arbeitsförderung, Statistik und Integration Dr. Matthias Schulze-Böing und der Leiter des Jugendbildungswerkes beim Jugendamt Harry Köhler.

Die Koordination und fachliche Beratung erfolgt durch Mareike Imholt vom Kreisverband AWO Offenbach Land e.V. Das Ordnungsamt mit der Geschäftsstelle Kommunale Prävention wurde als federführendes Amt bei der Stadt Offenbach beauftragt.

Die erste Sitzung fand am 24. Oktober statt, über erste Projektanträge für das auslaufende Jahr 2016 wurde bereits befunden. Mitte Dezember wird sich der Begleitausschuss zu einer Strategiekonferenz treffen. Dabei sollen Eckpunkte einer Gesamtstrategie für die Ausgestaltung des Programms in Offenbach festgelegt werden. Danach wird die Ausschreibung von Teilprojekten für 2017 auf den Weg gebracht.

Für die Bezuschussung wurden folgende Projektanträge befürwortet: Der Kreisverband Offenbach e.V. des Deutschen Roten Kreuzes möchte unter dem Titel „Gegen Antisemitismus – Für Demokratie!“ die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen besuchen. In Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde soll danach der Bezug zu Offenbach hergestellt werden. Der Boxclub Nordend e.V. wird sich mit der „Lebenswelt und Identität Offenbacher Jugendlicher“ beschäftigen. Eine Exkursion nach Hamburg, das Tor zur Welt, soll dabei Anknüpfungen bieten, um sich mit dem Thema Auswanderung zu beschäftigen. Der Verein „Kino im DLM e.V.“ will in Kooperation mit dem Urban Media Project kurative Stadtbesuche zum Thema „Stadtbesuche – Offenbach zeigt sich vielfältig“ anbieten. Mit diesen eingereichten Projekten werden auf unterschiedliche Weise zentrale Ziele des Bundesprogramms angesteuert. „Unter Beachtung der vom Begleitausschuss gemachten Auflagen kann somit sehr schnell begonnen werden“, so Schneider.  

Hintergrund:

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Offenbach wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Zur Umsetzung der angestrebten Ziele steht dem Begleitausschuss jährlich ein Aktions- und Initiativfonds in der Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung. Ab dem Jahr 2017 erhöht sich die Summe um 4.000 Euro Eigenmittel, die vom Hessischen Ministerium des Innern und Sport übernommen werden.


Kontakt:

Fragen zur Projektförderung beantwortet Mareike Imholt von der Koordinierungs- und Fachstelle, Telefon: 06074 33300, E-Mail: mareike.imholtawo-of-landde.

 

 

Offenbach am Main, 08.11.2016