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Aktivitäten des CGIL-Bildungswerk e.V. Centro di Culture e Formazione

Gefördert wurde die Arbeit ist des "SCHÜLERPORTFOLIO interkulturell". Das "SCHÜLERPORTFOLIO interkulturell' richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, aus der Haupt- und Realschule und aus dem Gymnasium. Es versteht sich als ergänzendes Instrument bestehender Materialien der schulischen Berufsorientierung und kann von der 7. bis zur 12. Klasse eingesetzt werden. Das gesamte Portfolio umfasst knapp 100 Seiten und ist in eine Arbeitsmappe und in eine Präsentationsmappe aufgeteilt. Durch die Aufgaben in der Arbeitsmappe entdeckt ein Schüler sich selbst, in dem er Themen wie "Meiner Herkunft auf der Spur; Ich spreche Deutsch und; Meine kulturellen und interkulturellen Erfahrungen; Meine Erfahrungen im Alltag und meine Interessen; u.a ." erarbeitet. Durch die Präsentationsmappe, die eine Zusammenfassung der Arbeitsmappe ist und der Bewerbung beigelegt werden kann, werden die Kompetenzen der zukünftigen Auszubildenden sichtbar gemacht und dokumentiert. Damit wird das Bild eines Jugendlichen vielschichtiger und kompletter und kann somit schneller das Interesse eines Ausbildungschefs wecken. Bisher haben fünfzehn Klassen mit dem Portfolio gearbeitet. Dabei konnten folgende Entwicklungen festgestellt werden: • Die Jugendlichen verändern sich durch die Arbeit mit dem Portfolio positiv, werden selbstbewusster und zielgerichteter. • Der Erfahrungsaustausch untereinander stärkt den Klassenzusammenhalt und fördert ein entspanntes Miteinander. Die Atmosphäre im Klassenzimmer ist freundlich. • Die Lehrkräfte entdecken neue, spannende Seiten an ihren Schülern und erfahren sehr viel über deren familiären und kulturellen Hintergrund. Auf diese Weise fühlen sie sich besser in der Lage, ihre Schützlinge in ihrer persönlichen Entwicklung und in der beruflichen Weg Findung zu unterstützen und zu begleiten. • Die Beziehungen Schüler-Lehrer, Schüler-Eitern, Lehrer -Eitern profitieren vom Austausch, denn durch den Einbezug der jeweiligen Lebensgeschichten wird der Herkunft und der gemachten Erfahrungen in den Familien Respekt gezollt. Dadurch können die Schüler leichter die Wünsche der Eltern hinterfragen und ihren eigenen beruflichen Weg gehen. • Die Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet, als Beispiel die Bundespolizei, suchen vermehrt Jugendliche, die mehrsprachig sind und über interkulturelle Kompetenzen verfügen. Sie flankieren die Portfolio-Klassen mit eigens für sie organisierten Betriebsbesichtigungen und Schnuppertagen. Auf diese Weise erweitern die Schüler frühzeitig ihr Wissensspektrum, während die Betriebe die Jugendlichen mit all ihren Stärken kennen lernen und sie nicht nur auf die Zeugnisnoten reduzieren. Mit der Arbeit am "SCHÜLERPORTFOLIO interkulturell" wandelt sich bei den Schülern die vorwiegend passiv-hoffnungslose Haltung in eine positiv-zuversichtliche Sichtweise was ihre (berufliche) Zukunft betrifft.